Anzeige / Werbung

Kurz vor dem Jahrestag des Flash-Crashs rutschte Bitcoin auf ein Monatstief. Der Kurs hat sich leicht erholt, laut unserer Analyse ist die Korrektur aber noch nicht vorbei. Eine HKCM-Analyse.
Ausgerechnet kurz vor dem Jahrestag des Flash-Crashs von 2025 ist Bitcoin erneut unter Druck geraten. Am Donnerstag rutschte die größte Kryptowährung binnen weniger Stunden von rund 83 200 auf 80 400 US-Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit einem Monat. Vom Hoch bei knapp 87 000 US-Dollar summierte sich der Rücksetzer auf rund acht Prozent. Inzwischen notiert Bitcoin wieder bei rund 84 000 US-Dollar.
Belastet haben ETF-Abflüsse, steigende Anleiherenditen und Liquidationen über 1.19 Milliarden US-Dollar. Doch während viele Anleger nervös werden, deutet sich im Chart der Auftakt einer kräftigen Aufwärtswelle an, wie unsere Analyse für das Krypto-Paket zeigt.

Nach hohen Abflüssen am 7. und 8. Oktober kehrten am Freitag wieder leichte Zuflüsse in die Bitcoin-ETFs zurück.
ETF-Abflüsse: Bitcoin fehlt ein verlässlicher Käufer
Ein wesentlicher Auslöser liegt bei den börsengehandelten Fonds. Die US-Spot-ETFs auf Bitcoin verzeichneten am 7. Oktober Nettoabflüsse von 484.9 Millionen US-Dollar, nach Daten von Farside Investors der größte Tagesabfluss seit Ende Juni. Am Donnerstag folgten weitere 244.1 Millionen US-Dollar. Der kleine Zufluss von 21.1 Millionen US-Dollar am Freitag änderte wenig am Wochenminus von 678.9 Millionen US-Dollar.
Das wiegt schwer, weil die ETF-Nachfrage eine zentrale Stütze der Rally im August und September war. Allein im September hatten die Fonds noch rund 2.65 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Bleibt dieser Rückenwind aus, fehlt dem Markt ein verlässlicher Käufer.
Ölpreis, Renditen und Liquidationen verstärken den Druck
Hinzu kommt Gegenwind von der Makroseite. Berichte über mögliche US-Angriffspläne gegen den Iran trieben die Ölsorte Brent zeitweise auf rund 105 US-Dollar je Barrel. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Wochenverlauf auf 5.31 Prozent. Hohe Renditen machen zinslose Anlagen wie Bitcoin weniger attraktiv. Zusätzlich belastete das Protokoll der US-Notenbank, wonach die Mehrheit der Mitglieder mit einer weiteren Zinserhöhung bis Jahresende rechnet. Erst als US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf den Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November ausschloss, ließ der Verkaufsdruck nach.
Der Kursrutsch löste zudem eine Kette von Zwangsverkäufen aus. Binnen 24 Stunden wurden gehebelte Positionen im Wert von 1.19 Milliarden US-Dollar liquidiert, mehr als eine Milliarde davon entfiel auf Wetten auf steigende Kurse. Am stärksten traf es Ether mit rund 356 Millionen US-Dollar, bei Bitcoin waren es 298 Millionen.

Bei den Liquidationen lag Ether mit 356 Millionen US-Dollar vor Bitcoin, obwohl dessen Börsenwert mehr als fünfmal so groß ist
Die Erinnerungen an den 10. Oktober 2025 sind noch frisch. Damals stürzte Bitcoin wenige Tage nach seinem Rekordhoch über 126 000 US-Dollar binnen Minuten von rund 122 000 auf 105 000 US-Dollar ab. An einem einzigen Tag wurden Positionen über 19 Milliarden US-Dollar liquidiert.
Für das vierte Quartal erwarten die Analysten des Handelshauses QCP eine Spanne zwischen 80 000 und 90 000 US-Dollar. Langfristig wächst zugleich das Vertrauen institutioneller Anleger: In einer Umfrage von State Street rechnen 51 Prozent der befragten Investoren mit dem Durchbruch digitaler Vermögenswerte binnen fünf Jahren. Ob Bitcoin die erwartete Spanne nach oben verlassen kann, zeigt das Chartbild.
HKCM-Analyse: Bitcoin-Korrektur ist noch nicht vorbei
Aus Sicht unserer Elliott-Wellen-Analyse befindet sich Bitcoin seit dem Rekordhoch im Oktober 2025 in einer übergeordneten Korrektur. Die Erholung seit den Tiefs im Sommer 2026 werten wir nicht als neuen Aufwärtstrend, sondern als korrektive Aufwärtsbewegung innerhalb dieser Korrektur. Kurzfristig hat Bitcoin noch Spielraum bis in den Bereich des Widerstands bei 97 855 US-Dollar. Im Anschluss rechnen wir jedoch mit einem erneuten, deutlichen Rückschlag unter die Unterstützung bei 59 081 US-Dollar, der den Kurs bis in Richtung 30 000 US-Dollar führen könnte. Erst dort sehen wir die Chance auf eine tragfähige Bodenbildung.
INFO: Bitcoin ist Teil unseres Krypto-Pakets, inklusive Ziel- und Einstiegszonen sowie Handelsparametern.

Bitcoin droht zunächst ein Rückschlag, langfristig winken neue Hochs.
Langfristig bleibt das Bild dennoch konstruktiv. Nach Abschluss dieser Korrektur rechnen wir mit einer kräftigen, mehrjährigen Aufwärtsbewegung, die Bitcoin deutlich über das bisherige Rekordhoch führen sollte. Die konkreten Zielzonen und Handelsparameter sind unseren Abonnenten vorbehalten.
Leseempfehlung auf HKCM-Insights: Der schlimmste Tag in der Geschichte des Kryptomarkts
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar, sondern eine charttechnische Einschätzung zu Informationszwecken. Börsengeschäfte sind risikobehaftet. Treffen Sie Entscheidungen stets eigenverantwortlich.
Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die Informationen ersetzen keine, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. ABC New Media hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss und vor Veröffentlichung der Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Autoren wie z.B. Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen. Infolgedessen können die Inhalte der Beiträge auch nicht von Anlageinteressen von ABC New Media und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen gehören nicht der Redaktion von ABC New Media an. Ihre Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinungen und Auffassungen von ABC New Media und deren Mitarbeiter wider. (Ausführlicher Disclaimer)