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MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen von Tageshochs zurück - Anleiherenditen sinken

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen von Tageshochs zurück - Anleiherenditen sinken

DOW JONES--Europas Börsen zeigen sich am Dienstagmittag nur noch mit kleinen Gewinnen, teils liegen die Indizes sogar knapp im Minus, nachdem sie am Vormittag noch freundlich tendiert hatten. Der DAX liegt noch 0,3 Prozent höher bei 25.346 Punkten,. der Euro-Stoxx-50 gibt minimal nach. Der Euro erholt sich auf 1,1188 Dollar von Ständen um 1,1150 am Montag.

Insgesamt wird die Stimmung als positiv beschrieben. Zum einen kommen die Ölpreise nach drei Tagen mit Aufschlägen zurück - wenn auch auf weiter hohem Niveau -, zum anderen geht die Entspannung an den Anleihemärkten weiter. Dort zeugen Käufe dafür, dass die viel beachtete US-Zehnjahresrendite deutlich sinkt, ebenso die deutsche Zehnjahresrendite, sie liegt bei 3,44 Prozent, verglichen mit 3,47 Prozent am Vorabend. Im Handel heißt es, die Zuversicht steige, dass die jüngsten Hochstände der Renditen zumindest zunächst nicht wieder getestet werden.

Schlecht läuft es für Technologieaktien, ihr Stoxx-Branchenindex verliert 1,4 Prozent, nachdem im asiatischen Handel Aktien aus dem Halbleitersektor teils derbe Verluste erlitten hatten. Auslöser waren neue Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms. Der Chef von Broadcom verglich die Stimmung im Sektor mit einer "Casino"-Mentalität. Belastend wirkt aber vor allem die Sorge vor einer zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Produzenten. Der Markt wartet nun auf die Geschäftszahlen so wichtiger Branchenunternehmen wie ASML am Mittwoch und TSMC am Donnerstag. Im DAX geht es für Infineon um 2,5 Prozent nach unten. Aixtron verlieren 2,7 und Siemens Energy 1,3 Prozent. In Paris geben STMicroelectronics um 3,1 Prozent nach, in Amsterdam ASML um 2,2 und BE Semiconductor um 2,3 Prozent.

Der Subindex der Banktitel verteidigt sein Plus von 0,8 Prozent, nachdem die Geschäftszahlen von JP Morgan in den USA die Erwartungen verfehlt haben, die von Goldman Sachs aber besser ausgefallen sind als geschätzt. Bei Wells Fargo wiederum fiel der Gewinn höher als erwartet aus, die Einnahmen dafür niedriger.

Aufwärts geht es für Immobilienaktien. Ihr Subindex steigt um 1,3 Prozent, weil die sinkenden Marktzinsen ein günstigeres Umfeld für die Branche bedeuten.

Der Luxuskonzern LVMH erzielte im dritten Quartal ein organisches Umsatzplus von 1 Prozent, was der Erwartung der Analysten entspricht. Die Modesparte verbuchte jedoch einen Umsatzrückgang von 5 Prozent und blieb hinter den Prognosen zurück. Die Aktie gibt um 1,2 Prozent nach. Im Gefolge verlieren Kering 2,1, Hermes 2,1 und Richemont 0,8 Prozent.

Schaeffler hat im dritten Quartal bei stabilen Umsätzen eine leicht verschlechterte Gewinnmarge erzielt, aber den Freien Cashflow verbessert. Der Auto- und Industriezulieferer sieht sich auf Kurs, die Ziele im Gesamtjahr und die Mittelfristziele 2028 zu erreichen. Die Aktie gibt um 1,3 Prozent nach.

Um 2,0 Prozent geht es für die Aktie der Porsche AG nach unten. Der sogenannte Pre-Close-Call des Sportwagenbauers habe keine neuen Erkenntnisse gebracht, so Analysten. Das zweite Halbjahr verlaufe schwach.

Givaudan machen einen Satz um 8,5 Prozent. Der Schweizer Hersteller von Riechstoffen und Aromen übertraf mit seinen Umsatzzahlen für das dritte Quartal die Erwartungen. Im Sog zieht der Kurs des deutschen Wettbewerbers Symrise im DAX um 3,3 Prozent an.

Bei Publicis hat das organische Wachstum mit 5,0 Prozent die Konsensschätzung von 4,8 Prozent geschlagen. Die Aktie des Werbeunternehmens verteuert sich um 2,1 Prozent. Im Sog geht es für WPP um 2,7 Prozent aufwärts.

Index        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50    6.196,45  -0,1   -4,76    6.201,21    7,0 
Stoxx-50      5.355,48  +0,3   15,44    5.340,04    8,9 
DAX        25.351,95  +0,3   74,27    25.277,68    3,5 
MDAX        30.077,48  -0,1   -26,85    27.039,42    -1,8 
TecDAX       3.984,37  -0,2   -8,79    3.091,28    10,0 
SDAX        18.026,31  -0,1   -22,88    13.062,07    5,0 
FTSE        10.726,26  +0,7   69,98    10.656,28    8,0 
CAC         7.842,67  +0,1    9,79    7.832,88    -3,8 
SMI        14.020,70  +1,0   142,86    13.877,84    5,7 
ATX         6.631,27  +0,3   21,51    6.609,76    24,5 
 
 
DEVISEN       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:00 
EUR/USD        1,1188  +0,3   0,0035     1,1153   1,1158 
EUR/JPY        176,83  -0,1  -0,1100     176,94  177,0800 
EUR/CHF        0,9312  +0,0   0,0002     0,9310   0,9313 
EUR/GBP        0,8447  +0,0   0,0003     0,8444   0,8449 
USD/JPY        158,02  -0,4  -0,5900     158,61  158,6900 
GBP/USD        1,3242  +0,3   0,0036     1,3206   1,3204 
USD/CNY        6,6937  +0,0   0,0012     6,6925   6,6925 
USD/CNH        6,6921  -0,0  -0,0026     6,6947   6,6951 
AUS/USD        0,6972  +0,2   0,0013     0,6959   0,6958 
Bitcoin/USD    83.215,48  +0,2   195,47    83.020,01 82.798,18 
 
 
ROHOEL        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex       91,86  -2,0   -1,88      93,74 
Brent/ICE       104,63  -1,9   -2,02     106,65 
 
 
Metalle       zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold        4.185,07  +0,3   13,97    4.171,10 
Silber         60,34  +0,0    0,02      60,32 
Platin       1.698,20  +0,8   12,67    1.685,53 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 13, 2026 07:53 ET (11:53 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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