DJ EZB/Lane: KI-Investitionen straffen Finanzierungsbedingungen
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Europäische Zentralbank (EZB) wird bei ihren geldpolitischen Entscheidungen nach den Worten von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane berücksichtigen, dass der Anstieg der Langfristzinsen infolge der Investition in Künstliche Intelligenz zu einer Straffung der Finanzierungsbedingungen geführt hat. "Es ist wahrscheinlich, dass der weltweite Investitionsboom im Bereich der KI und die Erwartungen eines künftigen, durch KI angetriebenen globalen Produktivitätsschubs auf längere Sicht plausibel zum weltweiten Anstieg der langfristigen Zinsen beitragen", sagte er laut veröffentlichtem Redetext in Dublin.
Insbesondere da das Ausmaß des europäischen KI-Booms nicht in derselben Größenordnung liege wie der globale KI-Boom, bedeute das Übergreifen auf den Anleihemarkt des Euroraums, dass der Anstieg der langfristigen Zinsen eine wesentliche Straffung der Finanzierungsbedingungen für den Euroraum darstelle. "Dies ist ein relevanter Faktor für die EZB bei der Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses", sagte Lane.
Der EZB-Rat trifft seine nächste Leitzinsentscheidung am 29. Oktober. ESTR-Forwards preisen für diesen Termin keine Leitzinserhöhung an, wohl aber für 17. Dezember. Derzeit liegt der Leitzins bei 2,50 Prozent.
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October 13, 2026 14:30 ET (18:30 GMT)
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