Osnabrück (ots) -
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat sich vor dem EU-Gipfel gegen eine Aussetzung der CO2-Bepreisung gestellt. "Um es noch einmal deutlich zu machen: Die deutsche Industrie steht zu den Klimazielen und zum europäischen Emissionshandel, das ist ein klares Bekenntnis", sagte Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Dienstagsausgabe).
Italien und Tschechien haben vor dem am Donnerstag beginnenden Europäischen Rat eine zeitweise Aufhebung der CO2-Bepreisung ins Spiel gebracht. "Eine vorübergehende Aussetzung des EU-Emissionshandels würde die europäische Industrie unmittelbar von CO2-Kosten entlasten", heißt es in einem gemeinsamen Brief der Regierungschefs Giorgia Meloni und Andrej Babis.
Dazu sagte Gönner: "Rufe nach einer Abschaffung des CO2-Preises bedienen ausschließlich diejenigen, die keine Transformation wollen." Sie bezeichnete den Emissionshandel im Gespräch mit "noz" als "wichtigstes marktwirtschaftliches Instrument im Kampf gegen die Erderwärmung", das schon viele Unternehmen dazu gebracht habe, ihre Produktion klimaneutral umzustellen. Der mit Abstand größte Teil der Unternehmen verorte sich hinter den Vorreitern und halte die Senkung der Treibhausgasemissionen für unabdingbar. Nur eine "kleiner werdende dritte Gruppe" könne oder wolle den Umstieg auf klimaneutrale Produktion bisher nicht vollziehen und würde daher von der Aufhebung des CO2-Preises profitieren.
Neben dem EU-Haushalt für die kommenden Jahre steht eine Reform des Emissionshandels auf der Agenda des EU-Gipfels. Zwei Dinge müsstsen damit erreicht werden, so Gönner: "Die breite Masse muss die Transformation schaffen können. Gleichzeitig dürfen die Unternehmen, die schon große Fortschritte gemacht haben, dafür nicht benachteiligt werden." Wettbewerbsfähigkeit und C02-Reduktion müssten "ausbalanciert werden", sagte die BDI-Funktionärin. "Der CO2-Preis spielt dabei eine tragende Rolle, es sind aber ergänzende Instrumente notwendig."
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Die von Tanja Gönner autorisierten Zitate:
"Der CO2-Preis ist unser wichtigstes marktwirtschaftliches Instrument im Kampf gegen die Erderwärmung. Er hat schon viele Unternehmen dazu gebracht, ihre Produktion klimaneutral umzustellen, das sind die Vorreiter. Der größte Teil der Firmen hat sich auch längst auf den Weg in Richtung Klimaneutralität gemacht, ist aber noch nicht ganz am Ziel. Auch sie brauchen Planungssicherheit. Und dann gibt es eine kleiner werdende dritte Gruppe, die den Umstieg auf klimaneutrale Produktion bisher nicht vollziehen will oder kann.
Rufe nach einer Abschaffung des CO2-Preises bedienen ausschließlich diejenigen, die keine Transformation wollen. Der mit Abstand größte Teil der Unternehmen verortet sich hinter den Vorreitern und hält die Senkung der Treibhausgasemissionen für unabdingbar.
Bei der weiteren Anpassung des Emissionshandels müssen wir zwei Dinge erreichen: Die breite Masse muss die Transformation schaffen können. Gleichzeitig dürfen die Unternehmen, die schon große Fortschritte gemacht haben, dafür nicht benachteiligt werden. Wettbewerbsfähigkeit und C02-Reduktion müssen ausbalanciert werden. Der CO2-Preis spielt dabei eine tragende Rolle, es sind aber ergänzende Instrumente notwendig.
Um es noch einmal deutlich zu machen: Die deutsche Industrie steht zu den Klimazielen und zum europäischen Emissionshandel, das ist ein klares Bekenntnis."
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tob
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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat sich vor dem EU-Gipfel gegen eine Aussetzung der CO2-Bepreisung gestellt. "Um es noch einmal deutlich zu machen: Die deutsche Industrie steht zu den Klimazielen und zum europäischen Emissionshandel, das ist ein klares Bekenntnis", sagte Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Dienstagsausgabe).
Italien und Tschechien haben vor dem am Donnerstag beginnenden Europäischen Rat eine zeitweise Aufhebung der CO2-Bepreisung ins Spiel gebracht. "Eine vorübergehende Aussetzung des EU-Emissionshandels würde die europäische Industrie unmittelbar von CO2-Kosten entlasten", heißt es in einem gemeinsamen Brief der Regierungschefs Giorgia Meloni und Andrej Babis.
Dazu sagte Gönner: "Rufe nach einer Abschaffung des CO2-Preises bedienen ausschließlich diejenigen, die keine Transformation wollen." Sie bezeichnete den Emissionshandel im Gespräch mit "noz" als "wichtigstes marktwirtschaftliches Instrument im Kampf gegen die Erderwärmung", das schon viele Unternehmen dazu gebracht habe, ihre Produktion klimaneutral umzustellen. Der mit Abstand größte Teil der Unternehmen verorte sich hinter den Vorreitern und halte die Senkung der Treibhausgasemissionen für unabdingbar. Nur eine "kleiner werdende dritte Gruppe" könne oder wolle den Umstieg auf klimaneutrale Produktion bisher nicht vollziehen und würde daher von der Aufhebung des CO2-Preises profitieren.
Neben dem EU-Haushalt für die kommenden Jahre steht eine Reform des Emissionshandels auf der Agenda des EU-Gipfels. Zwei Dinge müsstsen damit erreicht werden, so Gönner: "Die breite Masse muss die Transformation schaffen können. Gleichzeitig dürfen die Unternehmen, die schon große Fortschritte gemacht haben, dafür nicht benachteiligt werden." Wettbewerbsfähigkeit und C02-Reduktion müssten "ausbalanciert werden", sagte die BDI-Funktionärin. "Der CO2-Preis spielt dabei eine tragende Rolle, es sind aber ergänzende Instrumente notwendig."
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Die von Tanja Gönner autorisierten Zitate:
"Der CO2-Preis ist unser wichtigstes marktwirtschaftliches Instrument im Kampf gegen die Erderwärmung. Er hat schon viele Unternehmen dazu gebracht, ihre Produktion klimaneutral umzustellen, das sind die Vorreiter. Der größte Teil der Firmen hat sich auch längst auf den Weg in Richtung Klimaneutralität gemacht, ist aber noch nicht ganz am Ziel. Auch sie brauchen Planungssicherheit. Und dann gibt es eine kleiner werdende dritte Gruppe, die den Umstieg auf klimaneutrale Produktion bisher nicht vollziehen will oder kann.
Rufe nach einer Abschaffung des CO2-Preises bedienen ausschließlich diejenigen, die keine Transformation wollen. Der mit Abstand größte Teil der Unternehmen verortet sich hinter den Vorreitern und hält die Senkung der Treibhausgasemissionen für unabdingbar.
Bei der weiteren Anpassung des Emissionshandels müssen wir zwei Dinge erreichen: Die breite Masse muss die Transformation schaffen können. Gleichzeitig dürfen die Unternehmen, die schon große Fortschritte gemacht haben, dafür nicht benachteiligt werden. Wettbewerbsfähigkeit und C02-Reduktion müssen ausbalanciert werden. Der CO2-Preis spielt dabei eine tragende Rolle, es sind aber ergänzende Instrumente notwendig.
Um es noch einmal deutlich zu machen: Die deutsche Industrie steht zu den Klimazielen und zum europäischen Emissionshandel, das ist ein klares Bekenntnis."
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