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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Der Inflationsdruck in den USA dürfte im September zugenommen haben. Volkswirte rechnen damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen sind und um 3,6 (August: 3,4) Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Treiber dürften erneut die höheren Energiepreise infolge des Kriegs am Golf gewesen sein. Für die Kernverbraucherpreise werden Steigerungsraten von 0,2 und 2,5 (2,4) Prozent prognostiziert. Eine höhere Kerninflationsrate würde die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Fed stützen. Aktuell wird für das Zinstreffen im Dezember zu 85 Prozent eine Zinserhöhung eingepreist, für das Treffen am 28. Oktober nur noch zu knapp 24 Prozent.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:00 US/Blackrock Inc, Ergebnis 3Q

12:45 US/Bank of America Corp, Ergebnis 3Q

13:30 US/Morgan Stanley, Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Realeinkommen September 
 
  14:30 Verbraucherpreise September 
     PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+3,6% gg Vj 
     zuvor:  +0,4% gg Vm/+3,4% gg Vj 
     Verbraucherpreise Kernrate 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,5% gg Vj 
     zuvor:  +0,3% gg Vm/+2,4% gg Vj 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.866,75  +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  30.795,50  +0,0 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.727,90  -0,6 
Topix-500 (Tokio)      4.111,86  +0,0 
Kospi (Seoul)        6.057,65  +0,4 
Shanghai-Composite      3.788,44  -0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.422,56  +0,3 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Wenig verändert zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung im Vorfeld wichtiger Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse. Im Fokus stehen dabei die US-Verbraucherpreise. Der Inflationsdruck in den USA dürfte im September zugenommen haben. Auslöser des Anstiegs dürften erneut höhere Energiepreise infolge des Kriegs am Golf gewesen sein. Eine höhere Kerninflationsrate würde die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank stützen, heißt es. Fed Funds Futures preisen eine Zinserhöhung der Fed im Dezember zu 85 Prozent ein. Aufwärts geht es an der technologielastigen Börse in Seoul, wo der Kospi nach zuletzt fünf Handelstagen mit Abgaben in einer leichten Erholungsbewegung um 0,4 Prozent steigt. Zwischenzeitliche deutlichere Gewinne können allerdings nicht behauptet werden. Hier legen die beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix um 1,7 bzw. 0,1 Prozent zu. Tiger Brokers zufolge spiegelt der jüngste Ausverkauf des Kospi eine breitere Neubewertung der Frage wider, wie viel des künftigen KI-Wachstums bereits in den Aktienbewertungen eingepreist ist, so der Chef-Marktstratege des Unternehmens, James Ooi. Der unmittelbare Auslöser seien die Fortschritte von CXMT bei einer effizienteren DRAM-Architektur gewesen, was die Sorgen über die chinesische Konkurrenz aufs Neue angefacht habe. Dagegen halten sich die Bewegungen an den anderen Handelsplätzen der Region in engen Grenzen. Neue Konjunkturdaten aus China sorgen kaum für Bewegung.

WALL STREET

Index        Schluss +/- % 
Dow-Jones     51.670,10  -0,4 
S&P-500      7.805,45  -0,0 
Nasdaq Composite 27.204,38  -0,2 
 
           Dienstag  Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,17 Mrd  1,02 Mrd 
Gewinner       1.478   1.290 
Verlierer      1.218   1.434 
Unverändert       84     72 
 

Etwas leichter - Nach einem uneinheitlichen Start ging es im Verlauf südwärts. Etwas stützend für den Gesamtmarkt wirkten anfangs wieder gesunkene Ölpreise, die sich im Verlauf dann aber wieder deutlich erholten und wieder bremsten. Entspannungssignale kamen von den Anleihen, die im Verlauf aber ebenso nachließen. Die US-Zehnjahresrendite fiel gegenüber Freitag um 3 Basispunkte auf 5,22 Prozent, im Tief waren es aber auch schon 5,19 Prozent gewesen. Gemieden wurden weiter Halbleiteraktien. Zum einen belastet die Sorge vor zunehmender Konkurrenz aus Asien, nachdem CXMT einen neuen DRAM-Chip angekündigt hatte. Zum anderen wurde als Belastungsfaktor weiter das hohe Zinsniveau gesehen. Micron verloren 3,6 Prozent. Keine klaren Akzente setzten die Quartalszahlen der Banken. JP Morgan verfehlte zwar die Erwartungen, der Ausblick für den Zinsüberschuss fiel aber besser aus als gedacht. Die Aktie verlor 0,9 Prozent. Für Goldman Sachs ging es 0,2 Prozent nach unten. Bei Wells Fargo enttäuschten die Einnahmen. Die Aktie gab 3,1 Prozent nach. Citigroup verloren 5,6 Prozent, obwohl Gewinn und Einnahmen gut ausgefallen waren. Einige Teilnehmer verwiesen aber auf das Kreditkartengeschäft und höhere Kreditausfälle als Schwachpunkte. Johnson & Johnson übertraf zwar die Konsensschätzungen, die Aktie verlor dennoch 5,7 Prozent. Die negative Reaktion könne auf das eher maue Wachstum der Medizintechniksparte zurückgeführt werden, sagten Händler.

USA - ANLEIHEN

Rendite   +/- 
2 Jahre   4,79   +0,002 
10 Jahre  5,22   -0,03 
30 Jahre  5,56   -0,04 
 

Die Entspannung in Form weiter gesunkener Renditen setzte sich fort. Nachdem der Anleihehandel am Vortag wegen des "Columbus Day" pausiert hatte, ging es mit den Renditen zunächst kräftig nach unten - im Zehnjahresbereich bis auf 5,19 Prozent. Hier dürften einige Anleger weiter zugegriffen haben, um sich das hohe Zinsniveau zu sichern, hieß es. Im Verlauf des Handels zogen die Marktzinsen dann aber wieder etwas an. Neue Impulse werden am Mittwoch von US-Inflationsdaten erwartet.

DEVISENMARKT

DEVISEN   zuletzt +/- %   00:00  Di, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD    1,1206  +0,1   1,1198     1,1188  -4,6 
EUR/JPY    177,39  +0,1   177,25     176,97  -3,6 
EUR/GBP    0,8442  -0,1   0,8447     0,8456  -3,1 
USD/JPY    158,27  -0,0   158,29     158,16  +1,0 
USD/KRW   1.337,53  -0,3  1.341,02    1.341,70  -7,2 
USD/CNY    6,6912  -0,0   6,6937     6,6940  -4,3 
USD/CNH    6,6912  -0,0   6,6916     6,6942  -4,1 
USD/HKD    7,8480  0,0   7,8480     7,8475  +0,9 
AUD/USD    0,7002  +0,3   0,6980     0,6966  +5,0 
NZD/USD    0,5623  +0,3   0,5609     0,5600  -2,3 
BTC/USD  83.498,75  +0,2 83.353,32    83.639,34  -4,8 
 

Der Dollar gab die Gewinne vom Vortag wieder her vor dem Hintergrund weiter gesunkener US-Marktzinsen. Der Dollar-Index verlor 0,3 Prozent, der Euro erholte sich im US-Handel um 0,4 Prozent auf 1,1199 Dollar.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.161,48  +0,1    4,73    4.156,75 
Silber     59,17  -0,5   -0,27      59,44 
Platin   1.664,80  +0,1    1,45    1.663,35 
 

Beim Gold tat sich wenig. Der Goldpreis gab zum Settlement um 0,3 Prozent nach auf 4.152,90 Dollar nach.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   94,54  +0,4    0,40      94,14 
Brent/ICE   106,37  +0,6    0,68     105,69 
 

Die Ölpreise gaben zunächst deutlicher nach, nachdem sie an den drei Tagen zuvor gestiegen waren. Russland habe mitgeteilt, dass seine Diesel-Exporte die im Rahmen eines Lieferabkommens mit den USA angekündigten Mengen übersteigen könnten. Das wirke Befürchtungen hinsichtlich der Lieferströme aus dem Golf entgegen, hieß es. Im Verlauf erholten sich die Preise aber wieder deutlich von den Tagestiefs. Zuletzt kostete das Barrel Brent in den USA 105,69 Dollar, 0,9 Prozent weniger als am Vortag.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR

KONJUNKTUR CHINA I

Chinas Exportwachstum hat sich im September beschleunigt. Es übertraf die Markterwartungen und könnte die Handelsspannungen mit wichtigen Partnern weiter verschärfen. Die Exporte stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 36,3 Prozent. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Anstieg von 25,0 Prozent im August. Der Wert übertraf den von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal prognostizierten Anstieg von 25,0 Prozent. Die starke weltweite Nachfrage nach Produkten aus den Bereichen künstliche Intelligenz und grüne Technologien habe die Exporte weiterhin angetrieben, sagte Nguyen Hoang Nam, Ökonom bei Capital Economics. Halbleiter und Computeranlagen hätten mehr als 13 Prozentpunkte zum gesamten Exportwachstum beigetragen. Die Autoexporte seien um 56,3 Prozent gestiegen, angetrieben durch eine starke Nachfrage aus dem Ausland nach Elektrofahrzeugen, sagte er.

KONJUNKTUR CHINA II

Chinas Erzeugerpreise sind im September so schnell wie seit Juni 2022 nicht mehr gestiegen. Dies wurde teilweise durch steigende Energiekosten und eine niedrige Vergleichsbasis im Vorjahr begünstigt, während auch die Verbraucherpreise leicht anzogen. Der Erzeugerpreisindex kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent. Er beschleunigte sich damit gegenüber dem Anstieg von 3,8 Prozent im August. Der Wert übertraf die Median-Prognose von 4,5 Prozent Anstieg aus einer Umfrage des Wall Street Journal unter Ökonomen. Die Erzeugerpreise sind nun nach einem dreijährigen Abschwung den siebten Monat in Folge gestiegen. Der Nahostkonflikt treibt die Ölpreise weiterhin in die Höhe, während eine starke weltweite Nachfrage nach chinesischen Technologieprodukten die Exporte stützt.

GELDPOLITIK USA

Die Präsidentin der Bostoner Fed, Susan Collins, sagte, sie erwarte, dass es angemessen sein werde, die Zinsen vor Ende des Jahres weiter anzuheben. Dies solle eine rechtzeitige und dauerhafte Rückkehr der Inflation zum Ziel der Fed gewährleisten.

Eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank könnte in diesem Jahr angemessen sein, so New Yorker Fed-Präsident John Williams. Weitere Zinsschritte im Jahr 2027 schloss er jedoch nicht aus.

AT&T

hat eine Vereinbarung über den Verkauf von AT&T Mexico an die Grupo Televisa und Fintech Holdings getroffen. Damit zieht sich der Konzern nach etwas mehr als einem Jahrzehnt aus dem mexikanischen Mobilfunkmarkt zurück, um sich auf sein US-Geschäft zu konzentrieren. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung erhält AT&T bei Abschluss der Transaktion 2 Milliarden US-Dollar in bar, vorbehaltlich von Anpassungen, sowie zusätzliche vertragliche und bedingte Leistungen.

BANK OF AMERICA

hat vom US-Finanzministerium eine Geldstrafe von 1,21 Milliarden US-Dollar auferlegt bekommen. Grund seien Verstöße gegen Gesetze zur Verhinderung von Finanzkriminalität wie Geldwäsche. Dies teilte das US-Finanzministerium mit. Dies wird die Ergebnisse für das dritte Quartal belasten, die am Mittwoch veröffentlicht werden.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf/ros

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October 14, 2026 01:38 ET (05:38 GMT)

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