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MÄRKTE ASIEN/Verluste vor US-Inflationsdaten - Seoul setzt Abwärtstendenz fort

DJ MÄRKTE ASIEN/Verluste vor US-Inflationsdaten - Seoul setzt Abwärtstendenz fort

DOW JONES--Mehrheitlich mit Abgaben haben die ostasiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte den Handel beendet und anfängliche Gewinne damit wieder eingebüßt. Marktteilnehmer sprachen von erhöhter Zurückhaltung im Vorfeld wichtiger Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse. Im Fokus standen dabei vor allem die US-Verbraucherpreise, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Der Inflationsdruck in den USA dürfte im September zugenommen haben. Ökonomen rechnen damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen sind und um 3,6 (August: 3,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Auslöser des Anstiegs dürften erneut höhere Energiepreise infolge des Kriegs am Golf gewesen sein. Eine höhere Kerninflationsrate würde die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank stützen, hieß es.

Die Börse in Seoul drehte nach anfänglichen Gewinnen erneut ins Minus. Der Kospi verlor 0,4 Prozent und schloss damit bereits den sechsten Handelstag in Folge mit Abgaben. Die Aktien der beiden Index-Schwergewichte büßten ihre zwischenzeitlichen Aufschläge wieder vollständig ein. Während Samsung Electronics unverändert schlossen, verloren SK Hynix 1,7 Prozent. Teilnehmer verwiesen auf südkoreanische Medienberichte, wonach der Konzern Bestellungen für Fertigungsanlagen bis ins nächste Jahr verschoben hat.

Tiger Brokers zufolge spiegelt der jüngste Ausverkauf des Kospi eine breitere Neubewertung der Frage wider, wie viel des künftigen KI-Wachstums bereits in den Aktienbewertungen eingepreist ist, so der Chef-Marktstratege des Unternehmens, James Ooi. Der unmittelbare Auslöser seien die Fortschritte von CXMT bei einer effizienteren DRAM-Architektur gewesen, was die Sorgen über die chinesische Konkurrenz aufs Neue angefacht habe.

Der Nikkei-225 in Tokio verlor 0,1 Prozent, der breiter gefasste Topix reduzierte sich um 0,3 Prozent. In Sydney fiel der S&P/ASX 200 um 0,6 Prozent, belastet von Verlusten bei den Bergbau-Werten. In China rutschte der Shanghai-Composite im späten Handel ins Minus und verlor 0,9 Prozent, der Hang-Seng-Index notierte im späten Handel kaum verändert. Neue Konjunkturdaten aus China sorgten für keine Impulse.

Chinas Erzeugerpreise sind im September so schnell wie seit Juni 2022 nicht mehr gestiegen. Dies wurde teils durch steigende Energiekosten und eine niedrige Vergleichsbasis im Vorjahr begünstigt, während auch die Verbraucherpreise leicht anzogen. Die Erzeugerpreise sind nun nach einem dreijährigen Abschwung den siebten Monat in Folge gestiegen. Der Nahostkonflikt treibt die Ölpreise weiterhin in die Höhe, während eine starke weltweite Nachfrage nach chinesischen Technologieprodukten die Exporte stützt, hieß es.

Die chinesischen Exporte stiegen im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36,3 Prozent, nach einem Plus von 25,0 Prozent im August. Analysten hatten eine Zunahme um 25,0 Prozent erwartet. Chinas Importe legten im September im Jahresvergleich um 31,0 Prozent zu, verglichen mit einem Wachstum von 28,2 Prozent im August und dem prognostizierten Anstieg von 24,8 Prozent.

Bei den Einzelwerten verloren Rio Tinto in Sydney 0,3 Prozent. Die Eisenerzlieferungen des Bergbau-Konzerns lagen im dritten Quartal mit 85,7 Millionen Tonnen um 3 Prozent unter den Schätzungen von JP Morgan. Kupfer habe sich dagegen im Rahmen der Erwartungen entwickelt genauso wie Aluminium. Die Analysten erwarten keine wesentlichen Änderungen der Konsensschätzungen nach den Produktionszahlen. Die Prognose für das laufende Jahr sei unverändert. Im Fahrwasser ging es für die Aktien von BHP um 0,7 Prozent nach unten.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.727,90  -0,6    +0,2      07:00 
Topix 500 (Tokio)     3.199,66  -0,3   +20,3      08:00 
Kospi (Seoul)       6.008,81  -0,4   +42,6      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.352,77  +0,0    -5,0      10:00 
Shanghai-Composite     3.767,23  -0,9    -5,1      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.433,27  +0,1   +17,0      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   5.957,98  +0,5   -31,1      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.627,36  +0,3    -3,1      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Di, 9:30 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1202  +0,0   1,1198     1,1188  -4,6 
EUR/JPY           177,29  +0,0   177,25     176,97  -3,6 
EUR/GBP           0,8447  0,0   0,8447     0,8456  -3,1 
USD/JPY           158,24  -0,0   158,29     158,16  +1,0 
USD/KRW          1.335,61  -0,4  1.341,02    1.341,70  -7,3 
USD/CNY           6,6931  -0,0   6,6937     6,6940  -4,3 
USD/CNH           6,6928  +0,0   6,6916     6,6942  -4,1 
USD/HKD           7,8480  0,0   7,8480     7,8475  +0,9 
AUD/USD           0,7004  +0,3   0,6980     0,6966  +5,0 
NZD/USD           0,5622  +0,2   0,5609     0,5600  -2,3 
BTC/USD          83.422,56  +0,1 83.353,32    83.639,34  -4,9 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           94,55  +0,4    0,41      94,14 
Brent/ICE          106,19  +0,5    0,50     105,69 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.145,15  -0,3   -11,60    4.156,75 
Silber            58,55  -1,5   -0,89      59,44 
Platin           1.659,85  -0,2   -3,50    1.663,35 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

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October 14, 2026 03:28 ET (07:28 GMT)

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