Immenstadt (ots) -
Künstliche Intelligenz verändert längst nicht mehr nur einzelne Arbeitsabläufe: Immer leistungsfähigere Systeme übernehmen qualifizierte Aufgaben, verändern wirtschaftliche Abhängigkeiten und stellen gewohnte Führungsprinzipien infrage. Führungsteams müssen dadurch immer häufiger Entscheidungen treffen, deren Folgen sich nicht vollständig absehen lassen. Umso wichtiger wird ihre Fähigkeit, auch unter Unsicherheit gemeinsam handlungsfähig zu bleiben. Doch wie können sie genau das lernen?
Neue KI-Anwendungen, automatisierte Prozesse und datenbasierte Entscheidungen: Viele Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen, um ihre Produktivität zu steigern und den technologischen Wandel erfolgreich zu gestalten. Was dabei häufig unterschätzt wird, sind die Folgen für bestehende Strukturen, Verantwortlichkeiten und zwischenmenschliche Beziehungen. Denn sobald vertraute Abläufe nicht mehr funktionieren, reagieren Führungsteams keineswegs immer rational. Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sichern sie ihre eigenen Bereiche ab, schieben Verantwortung weiter oder verlieren sich in immer neuen Analysen. Gerade wenn Entscheidungen gefragt wären, geraten Organisationen dadurch zunehmend unter Druck. "Gefährlich wird es, wenn Führungskräfte angesichts wachsender Unsicherheit in alte Verhaltensmuster zurückfallen und dadurch als Team an Handlungsfähigkeit verlieren", erklärt Michael Fuchs, Gründer von five4success.
"Führungsteams müssen ihre eigenen Verhaltensmuster unter Druck erst einmal erkennen, bevor sie lernen können, anders mit solchen Situationen umzugehen", betont Michael Fuchs weiter. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich der Executive Coach und Organisationsentwickler mit der Entwicklung von Führungskräften und Organisationen. Seine Arbeit verbindet praktische Erfahrung mit einem wissenschaftlichen Fundament, zu dem unter anderem sein Change-Phases-Modell gehört, das er 2009 auf der 9th Asia-Pacific Complex Systems Conference in Tokyo vorstellte. Gemeinsam mit Jochen Messner entwickelte er das GlobalCommunityGame, eine mehrtägige Live-Simulation, in der Führungsteams Komplexität nicht nur theoretisch betrachten, sondern unter Zeitdruck und gegenseitiger Abhängigkeit unmittelbar erleben. Wie Führungsteams unter solchen Bedingungen tatsächlich reagieren, macht der simulierte KI-Arbeitsmarkt-Schock sichtbar.
Wenn künstliche Intelligenz plötzlich die Spielregeln verändert
Wie Führungsteams auf Unsicherheit reagieren, lässt sich nur bedingt in theoretischen Modellen erkennen. Das GlobalCommunityGame setzt deshalb auf ein Planspiel, in dem die Teilnehmenden unter wechselnden Bedingungen gemeinsam wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die auf Spiral Dynamics basierende Live-Simulation macht dabei erfahrbar, wie Führung, Kooperation und der Umgang mit Stress unter zunehmender Komplexität zusammenwirken. Dafür gestalten vier fiktive Länder zunächst unter wachsender Unsicherheit und gegenseitiger Abhängigkeit eine gemeinsame Werteökonomie. Mit der Ereigniskarte "KI-Arbeitsmarkt-Schock" verändert sich diese Ausgangslage grundlegend: Generative und autonome Systeme übernehmen große Teile qualifizierter Arbeit, die Produktivität steigt, menschliche Arbeit wird verdrängt und wirtschaftliche Vorteile verteilen sich neu. Den Gruppen bleibt nur wenig Zeit, um darauf zu reagieren.
Unter diesem Druck treten Verhaltensweisen auf, die im normalen Arbeitsalltag leicht verborgen bleiben. Manche Gruppen sichern zunächst den eigenen Bereich ab, werden misstrauischer, verschieben die Verantwortung nach außen oder versuchen, sich in Verhandlungen Vorteile zu verschaffen. Andere entwickeln gemeinsam neue Regeln, statt ausschließlich bestehende Interessen und Zuständigkeiten zu verteidigen. Gleichzeitig wirken sich ihre Entscheidungen auf das gesamte System aus. Sichert ein Land beispielsweise seine eigene Wirtschaft auf Kosten eines anderen ab, kann dieses später als wichtiger Handelspartner ausfallen und damit langfristig auch die eigene Position schwächen. "Führungskräfte erleben hier unmittelbar, wie ihre Gruppe tatsächlich reagiert, wenn vertraute Lösungen nicht mehr greifen und Entscheidungen trotzdem getroffen werden müssen", erklärt Michael Fuchs.
Die dabei erkennbaren Verhaltensmuster bilden anschließend die Grundlage für die gemeinsame Reflexion. Nach jeder Spielrunde betrachten die Teilnehmenden, welche Entscheidungen sie getroffen haben, welche Muster dabei erkennbar wurden und welche Auswirkungen ihr Handeln auf die anderen Gruppen und das Gesamtsystem hatte. Genau dieser Ablauf unterscheidet das GlobalCommunityGame von klassischen Führungstrainings: Statt zunächst ein Modell zu erklären und es anschließend einzuüben, steht die konkrete Erfahrung am Anfang. Spiral Dynamics, systemische Reflexion und erfahrungsorientiertes Lernen helfen dabei, das Erlebte einzuordnen und die eigenen Muster auf den Führungsalltag zu übertragen.
Warum gute Entscheidungen mehr als Daten brauchen
Unter Druck liegt es nahe, nach zusätzlicher Sicherheit zu suchen. Führungsteams sammeln weitere Zahlen, fordern neue Analysen an und versuchen, die Situation immer genauer zu verstehen. Doch selbst wenn ausreichend Informationen vorliegen, bleibt die Entscheidung häufig schwierig. Für Michael Fuchs kommt es deshalb vor allem auf menschliche Urteilskraft an: die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, vorhandene Informationen einzuordnen und die Folgen der eigenen Entscheidungen verantworten zu können.
Eng damit verbunden ist die Fähigkeit zum Systemdenken. Entscheidungen wirken schließlich selten nur dort, wo sie getroffen werden. Was einen einzelnen Bereich effizienter macht, kann an anderer Stelle neue Probleme verursachen. Michael Fuchs sieht dieses Risiko besonders bei KI-gestützter Optimierung. Ein Kundendienst kann effizienter werden und gleichzeitig die Beziehung zu den Kunden schwächen. Eine Personalauswahl kann präziser werden und zugleich genau jene Reibung aus einer Organisation entfernen, aus der zuvor neue Ideen entstanden sind. Führung muss deshalb neben der unmittelbaren Wirkung auch mittelbare und langfristige Folgen einer Entscheidung berücksichtigen.
Je leistungsfähiger KI bei Analysen und der Optimierung einzelner Prozesse wird, desto wichtiger wird diese Einordnung. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Führungskräfte nicht nur Aufgaben automatisieren, sondern schleichend auch Urteilskraft und Verantwortung an Systeme delegieren, deren Auswirkungen sich nicht vollständig überblicken lassen. Analytisches Denken bleibt deshalb wichtig, kann die verantwortungsvolle Entscheidung unter Unsicherheit aber nicht ersetzen.
Warum Teams unter Druck anders miteinander umgehen
Unsicherheit stellt Führungskräfte allerdings nicht nur bei ihren Entscheidungen vor Herausforderungen, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen. Gerade wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, kommt es darauf an, im Gespräch zu bleiben, Konflikte konstruktiv auszutragen und die Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten. Beziehungsfähigkeit trägt damit wesentlich dazu bei, dass eine Gruppe auch unter Spannung gemeinsam nach Lösungen suchen kann. "Führung bedeutet in solchen Situationen nicht, jede Unsicherheit sofort aufzulösen, sondern Spannung aushalten zu können, selbst handlungsfähig zu bleiben und damit auch der Gruppe wieder einen arbeitsfähigen Zustand zu ermöglichen", erklärt Michael Fuchs.
Neben dieser Beziehungsfähigkeit braucht es eine klare Orientierung für das weitere Vorgehen. Führungskräfte müssen schwierige Situationen benennen, ohne sie zu beschönigen, und zugleich vermitteln, worauf es jetzt ankommt. Dazu gehört auch, Prioritäten zu setzen, nächste Schritte aufzuzeigen und deutlich zu machen, welche Maßnahmen bewusst nicht ergriffen werden. So entsteht eine gemeinsame Grundlage für das Handeln, auch wenn noch nicht alle Fragen beantwortet sind.
Vom Wissen zur Wisdom-Organisation: Was Führung im KI-Zeitalter leisten muss
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, wie Führungskräfte Entscheidungen treffen, sondern auch, wie Unternehmen arbeiten. KI kann heute bereits Texte erstellen, Daten auswerten und Aufgaben übernehmen, für die bislang Fachkräfte gebraucht wurden. Damit entstehen neue Fragen: Welche Aufgaben sollen Menschen künftig selbst erledigen? Wo kann KI unterstützen? Und wer trägt die Verantwortung, wenn Entscheidungen auf Grundlage ihrer Ergebnisse getroffen werden?
Michael Fuchs spricht in diesem Zusammenhang von einem Wandel hin zu sogenannten "Wisdom-Organisations". Gemeint sind Unternehmen, in denen es nicht mehr allein darauf ankommt, möglichst viel Fachwissen zu besitzen. Entscheidend wird vielmehr, vorhandenes Wissen einzuordnen und daraus Orientierung und verantwortliches Handeln abzuleiten. Denn wenn KI bisher knappe Kompetenzen zunehmend verfügbar macht, verändern sich auch Rollen, Verantwortlichkeiten und die Zusammenarbeit innerhalb einer Organisation.
Wie weitreichend solche Veränderungen sein können, zeigt der "KI-Arbeitsmarkt-Schock" im GlobalCommunityGame. Dort müssen die Teilnehmenden innerhalb kurzer Zeit auf eine Situation reagieren, in der KI große Teile der bisherigen Arbeit übernimmt und sich bisherige Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten verschieben. Die Frage, die sich daraus auch für Unternehmen ergibt: Wie gestalten sie ihre Arbeit und Zusammenarbeit neu, wenn KI immer mehr Aufgaben übernehmen kann?
Was Führungsteams aus dem simulierten Ernstfall mitnehmen
Der besondere Wert des GlobalCommunityGame liegt darin, dass Führungsteams ihre eigenen Reaktionen auf schwierige Situationen beobachten und hinterfragen können, ohne dabei reale wirtschaftliche Folgen zu riskieren. In der anschließenden Reflexion erkennen die Teilnehmenden regelmäßig Parallelen zum eigenen Unternehmen. Sie können nachvollziehen, welche Entscheidungen die Zusammenarbeit erschwert haben, wo sie anders hätten handeln können und welche Erkenntnisse sich daraus auf ihren Führungsalltag übertragen lassen.
Das Planspiel liefert damit keine fertigen Antworten auf die Herausforderungen durch künstliche Intelligenz. Es bietet Führungsteams vielmehr die Gelegenheit, den Umgang mit unvorhergesehenen Veränderungen gemeinsam zu erproben. "Wir können nicht vorhersagen, wie genau KI unsere Arbeitswelt verändern wird. Aber wir können lernen, auch dann gemeinsam handlungsfähig zu bleiben, wenn vertraute Antworten nicht mehr funktionieren", betont Michael Fuchs abschließend.
Möchten Sie herausfinden, wie Ihr Führungsteam unter Unsicherheit reagiert und welche Muster dabei die gemeinsame Handlungsfähigkeit beeinflussen? Dann melden Sie sich jetzt bei Michael Fuchs (https://michaelfuchs.com/) und erfahren Sie, wie das GlobalCommunityGame Führungsteams dabei unterstützen kann, den Umgang mit komplexen Veränderungen praktisch zu erproben!
Pressekontakt:
Michael Fuchs
E-Mail: info@michaelfuchs.com
Website: https://michaelfuchs.com/
Original-Content von: Michael Fuchs, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/181241/6371353
Künstliche Intelligenz verändert längst nicht mehr nur einzelne Arbeitsabläufe: Immer leistungsfähigere Systeme übernehmen qualifizierte Aufgaben, verändern wirtschaftliche Abhängigkeiten und stellen gewohnte Führungsprinzipien infrage. Führungsteams müssen dadurch immer häufiger Entscheidungen treffen, deren Folgen sich nicht vollständig absehen lassen. Umso wichtiger wird ihre Fähigkeit, auch unter Unsicherheit gemeinsam handlungsfähig zu bleiben. Doch wie können sie genau das lernen?
Neue KI-Anwendungen, automatisierte Prozesse und datenbasierte Entscheidungen: Viele Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen, um ihre Produktivität zu steigern und den technologischen Wandel erfolgreich zu gestalten. Was dabei häufig unterschätzt wird, sind die Folgen für bestehende Strukturen, Verantwortlichkeiten und zwischenmenschliche Beziehungen. Denn sobald vertraute Abläufe nicht mehr funktionieren, reagieren Führungsteams keineswegs immer rational. Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sichern sie ihre eigenen Bereiche ab, schieben Verantwortung weiter oder verlieren sich in immer neuen Analysen. Gerade wenn Entscheidungen gefragt wären, geraten Organisationen dadurch zunehmend unter Druck. "Gefährlich wird es, wenn Führungskräfte angesichts wachsender Unsicherheit in alte Verhaltensmuster zurückfallen und dadurch als Team an Handlungsfähigkeit verlieren", erklärt Michael Fuchs, Gründer von five4success.
"Führungsteams müssen ihre eigenen Verhaltensmuster unter Druck erst einmal erkennen, bevor sie lernen können, anders mit solchen Situationen umzugehen", betont Michael Fuchs weiter. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich der Executive Coach und Organisationsentwickler mit der Entwicklung von Führungskräften und Organisationen. Seine Arbeit verbindet praktische Erfahrung mit einem wissenschaftlichen Fundament, zu dem unter anderem sein Change-Phases-Modell gehört, das er 2009 auf der 9th Asia-Pacific Complex Systems Conference in Tokyo vorstellte. Gemeinsam mit Jochen Messner entwickelte er das GlobalCommunityGame, eine mehrtägige Live-Simulation, in der Führungsteams Komplexität nicht nur theoretisch betrachten, sondern unter Zeitdruck und gegenseitiger Abhängigkeit unmittelbar erleben. Wie Führungsteams unter solchen Bedingungen tatsächlich reagieren, macht der simulierte KI-Arbeitsmarkt-Schock sichtbar.
Wenn künstliche Intelligenz plötzlich die Spielregeln verändert
Wie Führungsteams auf Unsicherheit reagieren, lässt sich nur bedingt in theoretischen Modellen erkennen. Das GlobalCommunityGame setzt deshalb auf ein Planspiel, in dem die Teilnehmenden unter wechselnden Bedingungen gemeinsam wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die auf Spiral Dynamics basierende Live-Simulation macht dabei erfahrbar, wie Führung, Kooperation und der Umgang mit Stress unter zunehmender Komplexität zusammenwirken. Dafür gestalten vier fiktive Länder zunächst unter wachsender Unsicherheit und gegenseitiger Abhängigkeit eine gemeinsame Werteökonomie. Mit der Ereigniskarte "KI-Arbeitsmarkt-Schock" verändert sich diese Ausgangslage grundlegend: Generative und autonome Systeme übernehmen große Teile qualifizierter Arbeit, die Produktivität steigt, menschliche Arbeit wird verdrängt und wirtschaftliche Vorteile verteilen sich neu. Den Gruppen bleibt nur wenig Zeit, um darauf zu reagieren.
Unter diesem Druck treten Verhaltensweisen auf, die im normalen Arbeitsalltag leicht verborgen bleiben. Manche Gruppen sichern zunächst den eigenen Bereich ab, werden misstrauischer, verschieben die Verantwortung nach außen oder versuchen, sich in Verhandlungen Vorteile zu verschaffen. Andere entwickeln gemeinsam neue Regeln, statt ausschließlich bestehende Interessen und Zuständigkeiten zu verteidigen. Gleichzeitig wirken sich ihre Entscheidungen auf das gesamte System aus. Sichert ein Land beispielsweise seine eigene Wirtschaft auf Kosten eines anderen ab, kann dieses später als wichtiger Handelspartner ausfallen und damit langfristig auch die eigene Position schwächen. "Führungskräfte erleben hier unmittelbar, wie ihre Gruppe tatsächlich reagiert, wenn vertraute Lösungen nicht mehr greifen und Entscheidungen trotzdem getroffen werden müssen", erklärt Michael Fuchs.
Die dabei erkennbaren Verhaltensmuster bilden anschließend die Grundlage für die gemeinsame Reflexion. Nach jeder Spielrunde betrachten die Teilnehmenden, welche Entscheidungen sie getroffen haben, welche Muster dabei erkennbar wurden und welche Auswirkungen ihr Handeln auf die anderen Gruppen und das Gesamtsystem hatte. Genau dieser Ablauf unterscheidet das GlobalCommunityGame von klassischen Führungstrainings: Statt zunächst ein Modell zu erklären und es anschließend einzuüben, steht die konkrete Erfahrung am Anfang. Spiral Dynamics, systemische Reflexion und erfahrungsorientiertes Lernen helfen dabei, das Erlebte einzuordnen und die eigenen Muster auf den Führungsalltag zu übertragen.
Warum gute Entscheidungen mehr als Daten brauchen
Unter Druck liegt es nahe, nach zusätzlicher Sicherheit zu suchen. Führungsteams sammeln weitere Zahlen, fordern neue Analysen an und versuchen, die Situation immer genauer zu verstehen. Doch selbst wenn ausreichend Informationen vorliegen, bleibt die Entscheidung häufig schwierig. Für Michael Fuchs kommt es deshalb vor allem auf menschliche Urteilskraft an: die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, vorhandene Informationen einzuordnen und die Folgen der eigenen Entscheidungen verantworten zu können.
Eng damit verbunden ist die Fähigkeit zum Systemdenken. Entscheidungen wirken schließlich selten nur dort, wo sie getroffen werden. Was einen einzelnen Bereich effizienter macht, kann an anderer Stelle neue Probleme verursachen. Michael Fuchs sieht dieses Risiko besonders bei KI-gestützter Optimierung. Ein Kundendienst kann effizienter werden und gleichzeitig die Beziehung zu den Kunden schwächen. Eine Personalauswahl kann präziser werden und zugleich genau jene Reibung aus einer Organisation entfernen, aus der zuvor neue Ideen entstanden sind. Führung muss deshalb neben der unmittelbaren Wirkung auch mittelbare und langfristige Folgen einer Entscheidung berücksichtigen.
Je leistungsfähiger KI bei Analysen und der Optimierung einzelner Prozesse wird, desto wichtiger wird diese Einordnung. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Führungskräfte nicht nur Aufgaben automatisieren, sondern schleichend auch Urteilskraft und Verantwortung an Systeme delegieren, deren Auswirkungen sich nicht vollständig überblicken lassen. Analytisches Denken bleibt deshalb wichtig, kann die verantwortungsvolle Entscheidung unter Unsicherheit aber nicht ersetzen.
Warum Teams unter Druck anders miteinander umgehen
Unsicherheit stellt Führungskräfte allerdings nicht nur bei ihren Entscheidungen vor Herausforderungen, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen. Gerade wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, kommt es darauf an, im Gespräch zu bleiben, Konflikte konstruktiv auszutragen und die Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten. Beziehungsfähigkeit trägt damit wesentlich dazu bei, dass eine Gruppe auch unter Spannung gemeinsam nach Lösungen suchen kann. "Führung bedeutet in solchen Situationen nicht, jede Unsicherheit sofort aufzulösen, sondern Spannung aushalten zu können, selbst handlungsfähig zu bleiben und damit auch der Gruppe wieder einen arbeitsfähigen Zustand zu ermöglichen", erklärt Michael Fuchs.
Neben dieser Beziehungsfähigkeit braucht es eine klare Orientierung für das weitere Vorgehen. Führungskräfte müssen schwierige Situationen benennen, ohne sie zu beschönigen, und zugleich vermitteln, worauf es jetzt ankommt. Dazu gehört auch, Prioritäten zu setzen, nächste Schritte aufzuzeigen und deutlich zu machen, welche Maßnahmen bewusst nicht ergriffen werden. So entsteht eine gemeinsame Grundlage für das Handeln, auch wenn noch nicht alle Fragen beantwortet sind.
Vom Wissen zur Wisdom-Organisation: Was Führung im KI-Zeitalter leisten muss
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, wie Führungskräfte Entscheidungen treffen, sondern auch, wie Unternehmen arbeiten. KI kann heute bereits Texte erstellen, Daten auswerten und Aufgaben übernehmen, für die bislang Fachkräfte gebraucht wurden. Damit entstehen neue Fragen: Welche Aufgaben sollen Menschen künftig selbst erledigen? Wo kann KI unterstützen? Und wer trägt die Verantwortung, wenn Entscheidungen auf Grundlage ihrer Ergebnisse getroffen werden?
Michael Fuchs spricht in diesem Zusammenhang von einem Wandel hin zu sogenannten "Wisdom-Organisations". Gemeint sind Unternehmen, in denen es nicht mehr allein darauf ankommt, möglichst viel Fachwissen zu besitzen. Entscheidend wird vielmehr, vorhandenes Wissen einzuordnen und daraus Orientierung und verantwortliches Handeln abzuleiten. Denn wenn KI bisher knappe Kompetenzen zunehmend verfügbar macht, verändern sich auch Rollen, Verantwortlichkeiten und die Zusammenarbeit innerhalb einer Organisation.
Wie weitreichend solche Veränderungen sein können, zeigt der "KI-Arbeitsmarkt-Schock" im GlobalCommunityGame. Dort müssen die Teilnehmenden innerhalb kurzer Zeit auf eine Situation reagieren, in der KI große Teile der bisherigen Arbeit übernimmt und sich bisherige Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten verschieben. Die Frage, die sich daraus auch für Unternehmen ergibt: Wie gestalten sie ihre Arbeit und Zusammenarbeit neu, wenn KI immer mehr Aufgaben übernehmen kann?
Was Führungsteams aus dem simulierten Ernstfall mitnehmen
Der besondere Wert des GlobalCommunityGame liegt darin, dass Führungsteams ihre eigenen Reaktionen auf schwierige Situationen beobachten und hinterfragen können, ohne dabei reale wirtschaftliche Folgen zu riskieren. In der anschließenden Reflexion erkennen die Teilnehmenden regelmäßig Parallelen zum eigenen Unternehmen. Sie können nachvollziehen, welche Entscheidungen die Zusammenarbeit erschwert haben, wo sie anders hätten handeln können und welche Erkenntnisse sich daraus auf ihren Führungsalltag übertragen lassen.
Das Planspiel liefert damit keine fertigen Antworten auf die Herausforderungen durch künstliche Intelligenz. Es bietet Führungsteams vielmehr die Gelegenheit, den Umgang mit unvorhergesehenen Veränderungen gemeinsam zu erproben. "Wir können nicht vorhersagen, wie genau KI unsere Arbeitswelt verändern wird. Aber wir können lernen, auch dann gemeinsam handlungsfähig zu bleiben, wenn vertraute Antworten nicht mehr funktionieren", betont Michael Fuchs abschließend.
Möchten Sie herausfinden, wie Ihr Führungsteam unter Unsicherheit reagiert und welche Muster dabei die gemeinsame Handlungsfähigkeit beeinflussen? Dann melden Sie sich jetzt bei Michael Fuchs (https://michaelfuchs.com/) und erfahren Sie, wie das GlobalCommunityGame Führungsteams dabei unterstützen kann, den Umgang mit komplexen Veränderungen praktisch zu erproben!
Pressekontakt:
Michael Fuchs
E-Mail: info@michaelfuchs.com
Website: https://michaelfuchs.com/
Original-Content von: Michael Fuchs, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/181241/6371353
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