Ratingen (ots) -
Die schweren Ausschreitungen beim Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben erneut gezeigt, welche Gefahren entstehen, wenn pyrotechnische Gegenstände gezielt gegen Menschen eingesetzt werden. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind und drei Polizeibeamte. Der VPI verurteilt die Gewalttaten aufs Schärfste und fordert, die Verantwortlichen konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
"Wer pyrotechnische Gegenstände gezielt auf Menschen richtet, ist kein Fan. Er missbraucht Pyrotechnik als Gewaltmittel und gefährdet bewusst andere Menschen", sagt Thomas Schreiber, Vorsitzender des VPI. "Solche Täter haben im Stadion nichts verloren. Stadionverbote sind deshalb ein wichtiges Instrument, um friedliche Zuschauer zu schützen." Nach den Ausschreitungen haben unter anderem NRW-Innenminister Herbert Reul, Gladbach-Präsident Rainer Bonhof und die Deutsche Polizeigewerkschaft NRW deutliche Konsequenzen angemahnt. Der VPI unterstützt die Forderung, die Verantwortlichen zu identifizieren, Sicherheitskontrollen zu verbessern und Straftaten konsequent zu verfolgen.
Gewalt ist kein Problem des Fußballs - und kein Problem von Silvester
Für den VPI reichen die Konsequenzen allerdings über den Fußball hinaus. Bereits bei den Ausschreitungen in Dresden im April und Mannheim im August hatte der Verband auf die Parallelen zur alljährlichen Silvesterdebatte hingewiesen. Denn ob im Fußballstadion, bei Demos oder während der Silvesterfeierlichkeiten: Immer wieder werden pyrotechnische Gegenstände zweckentfremdet und gezielt gegen andere Menschen oder Einsatzkräfte eingesetzt. "Wir brauchen hier dieselben Maßstäbe", fordert Schreiber. "Wer im Stadion mit Pyrotechnik andere Menschen angreift, muss mit einem Stadionverbot rechnen. Und wer sich an Silvester ähnlich verhält, muss bei entsprechender Gefahrenlage auch von besonders gefährdeten öffentlichen Plätzen und Straßen ferngehalten werden können. Entscheidend ist, dass wir die Täter treffen und nicht die Millionen Menschen, die friedlich Fußball schauen oder Silvester feiern wollen."
Aus Sicht des VPI müssen Polizei, Ordnungsbehörden und Veranstalter ihre Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr konsequent ausschöpfen. Dazu gehören eine zuverlässige Identifizierung von Gewalttätern, strafrechtliche Ermittlungen, wirksame Sicherheitskontrollen und - wo die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind - individuelle Stadionverbote, Platzverweise oder zeitlich und örtlich begrenzte Aufenthaltsverbote.
Solche Maßnahmen verfolgen ein klares Ziel: Menschen zu schützen und weitere Gewalttaten zu verhindern.
Der VPI verweist darauf, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen bereits gezielte Eingriffe ermöglichen. So können Polizei und Ordnungsbehörden in NRW Personen den Aufenthalt in einzelnen öffentlichen Bereichen untersagen, wenn von ihnen eine konkrete Gefahr ausgeht. Wir sollten stärker darüber sprechen, wie wir diejenigen stoppen, die andere bewusst gefährden. Wer Gewalt verhindern will, muss bei den Gewalttätern ansetzen."
Pressekontakt:
Klaus Gotzen, Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI), An der Pönt 48, 40885 Ratingen, Telefon: 02102 / 186 200, E-Mail: info@feuerwerk-vpi.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/129041/6372106
Die schweren Ausschreitungen beim Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben erneut gezeigt, welche Gefahren entstehen, wenn pyrotechnische Gegenstände gezielt gegen Menschen eingesetzt werden. Mindestens sechs Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind und drei Polizeibeamte. Der VPI verurteilt die Gewalttaten aufs Schärfste und fordert, die Verantwortlichen konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
"Wer pyrotechnische Gegenstände gezielt auf Menschen richtet, ist kein Fan. Er missbraucht Pyrotechnik als Gewaltmittel und gefährdet bewusst andere Menschen", sagt Thomas Schreiber, Vorsitzender des VPI. "Solche Täter haben im Stadion nichts verloren. Stadionverbote sind deshalb ein wichtiges Instrument, um friedliche Zuschauer zu schützen." Nach den Ausschreitungen haben unter anderem NRW-Innenminister Herbert Reul, Gladbach-Präsident Rainer Bonhof und die Deutsche Polizeigewerkschaft NRW deutliche Konsequenzen angemahnt. Der VPI unterstützt die Forderung, die Verantwortlichen zu identifizieren, Sicherheitskontrollen zu verbessern und Straftaten konsequent zu verfolgen.
Gewalt ist kein Problem des Fußballs - und kein Problem von Silvester
Für den VPI reichen die Konsequenzen allerdings über den Fußball hinaus. Bereits bei den Ausschreitungen in Dresden im April und Mannheim im August hatte der Verband auf die Parallelen zur alljährlichen Silvesterdebatte hingewiesen. Denn ob im Fußballstadion, bei Demos oder während der Silvesterfeierlichkeiten: Immer wieder werden pyrotechnische Gegenstände zweckentfremdet und gezielt gegen andere Menschen oder Einsatzkräfte eingesetzt. "Wir brauchen hier dieselben Maßstäbe", fordert Schreiber. "Wer im Stadion mit Pyrotechnik andere Menschen angreift, muss mit einem Stadionverbot rechnen. Und wer sich an Silvester ähnlich verhält, muss bei entsprechender Gefahrenlage auch von besonders gefährdeten öffentlichen Plätzen und Straßen ferngehalten werden können. Entscheidend ist, dass wir die Täter treffen und nicht die Millionen Menschen, die friedlich Fußball schauen oder Silvester feiern wollen."
Aus Sicht des VPI müssen Polizei, Ordnungsbehörden und Veranstalter ihre Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr konsequent ausschöpfen. Dazu gehören eine zuverlässige Identifizierung von Gewalttätern, strafrechtliche Ermittlungen, wirksame Sicherheitskontrollen und - wo die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind - individuelle Stadionverbote, Platzverweise oder zeitlich und örtlich begrenzte Aufenthaltsverbote.
Solche Maßnahmen verfolgen ein klares Ziel: Menschen zu schützen und weitere Gewalttaten zu verhindern.
Der VPI verweist darauf, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen bereits gezielte Eingriffe ermöglichen. So können Polizei und Ordnungsbehörden in NRW Personen den Aufenthalt in einzelnen öffentlichen Bereichen untersagen, wenn von ihnen eine konkrete Gefahr ausgeht. Wir sollten stärker darüber sprechen, wie wir diejenigen stoppen, die andere bewusst gefährden. Wer Gewalt verhindern will, muss bei den Gewalttätern ansetzen."
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Klaus Gotzen, Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI), An der Pönt 48, 40885 Ratingen, Telefon: 02102 / 186 200, E-Mail: info@feuerwerk-vpi.de
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