DJ Ifo: Stimmung im Wohnungsbau weniger zuversichtlich
DOW JONES--Das Geschäftsklima im Wohnungsbau in Deutschland hat sich im September etwas eingetrübt. Der vom Ifo-Institut für diesen Sektor erhobene Geschäftsklimaindex sank von minus 22,5 im August auf minus 25,1 Punkte. Vor allem in Bezug auf das Geschäft für die kommenden Monate seien die Unternehmen skeptischer, ihre aktuelle Lage bewerteten sie weitgehend gleich, heißt es in einer Mitteilung. "Die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte die Zuversicht im Wohnungsbau gedämpft haben", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Die Aussicht auf wieder höhere Finanzierungskosten belastet die Branche."
In den Auftragsbüchern ist nach Ifo-Angaben eine Belebung weiterhin nicht zu erkennen. Der Anteil der Unternehmen mit Auftragsmangel blieb im September unverändert bei 41,3 Prozent. Gleichzeitig wurden wieder etwas mehr Projekte storniert: 14,1 Prozent der Unternehmen berichteten von abgesagten Aufträgen, nach 13,4 Prozent im August. Materialengpässe spielen im Wohnungsbau kaum eine Rolle. Zwar stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 2,9 auf 4,2 Prozent, blieb im Vergleich zu anderen Branchen aber auf niedrigem Niveau. "Die entscheidende Herausforderung bleibt die schwache Auftragslage. Für eine nachhaltige Erholung müssen mehr Bauvorhaben tatsächlich umgesetzt werden", sagt Wohlrabe.
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