DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Warsh vermeidet Signal zu Zinsentscheidung im Oktober
Der Vorsitzende der Federal Reserve hat jüngste Signale seiner Kollegen, wonach es die US-Notenbank nicht eilig hat, die Zinsen in diesem Monat anzuheben, weder bestätigt noch zurückgewiesen. Kevin Warsh sagte, die Zentralbank sei nicht länger in dem Geschäft tätig, ihre Entscheidungen vorab anzukündigen. "Ich greife Sitzungen nicht vor. Ich halte nichts davon, jetzt zu sagen, was ich bei unseren anstehenden Sitzungen tun könnte", sagte Warsh. "Es ist ein neues Kapitel bei der Fed, und wir sind in diesem Geschäft nicht mehr tätig."
BoJ/Ueda: Zugrunde liegende Inflation könnte auf über 2% steigen
BoJ-Gouverneur Kazuo Udea hat die Bereitschaft der Bank of Japan (BoJ) zu weiteren Zinsanhebungen angedeutet. In einer von Uedas Stellvertreter Shinichi Uchida in seinem Namen verlesenen Rede heißt es, er sehe das Risiko, dass die "zugrunde liegende Inflation" auf über 2 Prozent steigen könnte. Die Finanzierungsbedingungen seien auch nach der jüngsten Zinserhöhung locker und der Einfluss höherer Kosten beginne sich in den Verbraucherpreisen zu zeigen. Die BoJ werde ihre Zinsen in Abhängigkeit von der Wirtschaft, den Preisen und den Finanzierungsbedingungen anheben.
EZB erlaubt Unicredit Kontrollübernahme bei Commerzbank
Die Unicredit hat für die Übernahme der Commerzbank eine wichtige Hürde genommen. Wie die italienische Bank mitteilte, hat sie die Genehmigung von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten, die Beteiligungsschwelle von 30 Prozent zu überschreiten und den Anteil weiter zu erhöhen. Die Unicredit hat sich zuletzt knapp die Hälfte der Anteile an der Commerzbank gesichert. Die noch ausstehenden regulatorischen Prozesse und Konditionen, um das Angebot für die Commerzbank abzuschließen, werden laut Unicredit bis Jahresende erwartet. Dann werde sie knapp 50 Prozent der Stimmrechte vereinnahmen und in der Lage sein, die Kontrolle zu übernehmen.
Ifo: Stimmung im Wohnungsbau weniger zuversichtlich
Das Geschäftsklima im Wohnungsbau in Deutschland hat sich im September etwas eingetrübt. Der vom Ifo-Institut für diesen Sektor erhobene Geschäftsklimaindex sank von minus 22,5 im August auf minus 25,1 Punkte. Vor allem in Bezug auf das Geschäft für die kommenden Monate seien die Unternehmen skeptischer, ihre aktuelle Lage bewerteten sie weitgehend gleich, heißt es in einer Mitteilung. "Die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte die Zuversicht im Wohnungsbau gedämpft haben", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Die Aussicht auf wieder höhere Finanzierungskosten belastet die Branche."
Zahl der Wohnbaugenehmigungen in Deutschland August +6,8% gg Vj
In Deutschland sind im August 20.600 Genehmigungen für den Bau von Wohnungen erteilt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das 6,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg um 4,2 Prozent auf 16.500 und die von Wohnungen in umzubauenden Gebäuden um 18,2 Prozent auf 4.200. Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Baugenehmigungen häufig nicht in den Berichtsmonat ihrer Erteilung, sondern durch Nachmeldungen der Baubehörden erst später in die Statistik einfließen.
Georgieva: Weltwirtschaft kann sich keinen KI-Fehltritt leisten
Die Investitionen in Künstliche Intelligenze (KI) werden wahrscheinlich die enormen Summen übersteigen, die für den Bau von Eisenbahnen, dem Stromnetz und dem Internet aufgewendet wurden. Sollte sich dies in erheblichen Produktivitätsgewinnen niederschlagen, könnte das globale Wachstum im nächsten Jahrzehnt jährlich um einen halben Prozentpunkt steigen, so die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds. Dieses potenzielle Aufwärtspotenzial berge jedoch auch gewaltige Risiken, die den Arbeitsmarkt und die Finanzsysteme massiv stören könnten, sagte Kristalina Georgieva am Freitag. Der Ansturm auf den Ausbau der KI-Kapazitäten hat das Wachstum in Volkswirtschaften wie den USA bereits beflügelt.
Malaysias Wirtschaft verzeichnet im dritten Quartal solides Wachstum
Malaysias Wirtschaft ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent gewachsen, was vor allem durch den Dienstleistungssektor angetrieben wurde. Dies zeigten vorläufige Schätzungen am Freitag. Obwohl sich das Wachstum im Zeitraum von Juli bis September gegenüber den 6,0 Prozent im zweiten Quartal verlangsamte, übertraf der Wert die Prognose von 5,0 Prozent aus einer Umfrage von The Wall Street Journal unter Ökonomen. Der Dienstleistungssektor, der rund 59 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, wuchs um 5,4 Prozent, während die verarbeitende Industrie, die 23 Prozent beiträgt, um 7,5 Prozent expandierte.
Schweden Sep Arbeitslosenquote 8,1%
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October 16, 2026 03:03 ET (07:03 GMT)
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