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MÄRKTE ASIEN/Leichte Erholung - Börse in Indonesien bricht um 10,6% ein

DJ MÄRKTE ASIEN/Leichte Erholung - Börse in Indonesien bricht um 10,6% ein

DOW JONES--Nach dem Kursrutsch am Vortag ist es zum Wochenausklang es an den ostasiatischen Aktienmärkten lediglich zu einer leichten Erholung gekommen. Diese verlor im späten Handel zudem an Schwung. Marktteilnehmer sprachen von einer Gegenbewegung, am übergeordneten Bild habe sich allerdings nur wenig verändert. Dafür sprach auch, dass sich die Renditen weiter auf dem zuletzt niedrigeren Niveau behaupteten. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen notierte bei 5,08 Prozent, nachdem sie nach den höher als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten noch bis auf 5,33 Prozent gestiegen war. Hier wurde auf die anhaltende Flucht in den "sicheren Hafen" Anleihen verwiesen.

Die jüngsten US-Konjunkturdaten haben gezeigt, dass die US-Wirtschaft weiterhin widerstandsfähig ist und die Inflation hoch bleibt. Noch vor einer Woche hätte eine solche Kombination die Renditen steigen lassen, doch die Stimmung hat sich geändert, hieß es. Anleger schienen nun besorgter über die Auswirkungen hoher Zinsen auf die KI-Wachstumserwartungen zu sein. Diese verteuern die Finanzierungen der hohen KI-Investitionen, was eine geringere Rentabilität bedeutet und Investitionen weniger attraktiv macht.

Während der Markt eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober aktuell lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 30 Prozent einpreist, geht er für die Sitzung im Dezember fest von einer Anhebung aus. "Die Renditen haben sich trotz des jüngsten US-Inflationsberichts weiter von ihren Zyklushöchstständen zurückgezogen, was auf 'dovishe' Äußerungen der Fed zurückzuführen ist, die die Wetten auf eine Zinserhöhung im Oktober abgekühlt haben", so Matt Simpson, leitender Marktanalyst bei StoneX.

Etwas deutlicher fiel die Erholung in Seoul aus, wo es für den Kospi um 2,0 Prozent nach oben ging. Allerdings kam der Index im späten Handel wieder von seinem Tageshoch zurück. Am Vortag hatte der Kospi mit einem Einbruch um 7,6 Prozent das größte Tagesminus seit Ende Juli markiert. Auf Wochensicht steht für den Index ein Minus von 14 Prozent zu Buche. Die Kurse der Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix erholten sich nach den starken Rücksetzern am Vortag lediglich um 2,6 bzw. 0,8 Prozent.

In Tokio stieg der Nikkei-225 um 1,4 Prozent, nachdem er am Donnerstag noch den größten Tagesverlust seit März verzeichnet hatte. Der breiter gefasste Topix erhöhte sich um 1,7 Prozent. Hier verbesserten sich Advantest lediglich um 0,6 Prozent, nach einem Kurseinbruch um 15 Prozent am Vortag. Lasertech rückten um 5,1 Prozent vor. An den chinesischen Börsen kam es nur zu einer leichten Erholung. Der Shanghai-Composite schloss 0,2 Prozent im Plus und der Hang-Seng-Index gewann im späten Handel 0,4 Prozent.

In Indonesien knickte der Leitindex dagegen um 10,6 Prozent ein - so stark wie seit 1998 nicht mehr. Der Indexanbieter MSCI will das Land nicht mehr als Schwellenmarkt führen. MSCI begründete den Schritt mit anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Markttransparenz und Corporate Governance. Eine Herabstufung könnte passive Fonds, die MSCI-Schwellenländerindizes abbilden, dazu zwingen, indonesische Aktien in großem Stil abzustoßen, hieß es.

Bei den Einzelwerten verloren die Aktien von Taiwan Semiconductor (TSMC) 0,8 Prozent. Obwohl der Chip-Hersteller im dritten Quartal einen Rekordgewinn und starke Umsätze verzeichnet hatte, belasten die hohen Anlaufkosten für neue Produktionsstätten kurzfristig die Bruttomarge. TSMC ist im KI-Bereich aber weiterhin am besten aufgestellt, so die Analysten von Citi. Eine robuste Nachfrage nach hochentwickelten Chips bis ins nächste Jahr hinein sowie eine langfristige Auftragssichtbarkeit dürften den höheren Investitionszyklus des Unternehmens stützen. Obwohl die Auslandsaktivitäten und der Hochlauf der 2-Nanometer-Produktion die Margen anfangs verwässern dürften, sei das Abwärtsrisiko für die Bruttomarge von TSMC aufgrund der plattformübergreifenden Hebelwirkung und der hohen Auslastung überschaubar, ergänzten die Analysten.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.806,70  +1,0    +1,1      7:00 
Topix 500 (Tokio)     3.175,75  +1,7   +19,4      8:00 
Kospi (Seoul)       5.668,05  +2,1   +34,5      8:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.155,22  +0,4    -5,7      10:00 
Shanghai-Composite     3.716,28  +0,2    -6,4      9:00 
Straits-Times (Singapur)  5.434,83  +0,6   +17,0      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   5.244,44 -10,6   -39,4      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.607,42  -1,0    -4,3      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %    0:00  Do, 9:40 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1246  +0,3   1,1218     1,1217  -4,3 
EUR/JPY           177,52  +0,2   177,23     177,24  -3,5 
EUR/GBP           0,8440  -0,1   0,8449     0,8462  -3,2 
USD/JPY           157,86  -0,1   157,98     157,99  +0,8 
USD/KRW          1.331,63  -0,7  1.341,28    1.342,52  -7,6 
USD/CNY           6,6869  -0,1   6,6909     6,6913  -4,4 
USD/CNH           6,6861  -0,1   6,6894     6,6913  -4,2 
USD/HKD           7,8475  0,0   7,8473     7,8471  +0,8 
AUD/USD           0,6959  +0,6   0,6919     0,6942  +4,3 
NZD/USD           0,5661  +0,8   0,5619     0,5613  -1,7 
BTC/USD          82.136,60  +0,2 81.999,70    81.209,79  -6,3 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           97,33  -0,7   -0,64      97,97 
Brent/ICE          105,25  -0,6   -0,67     105,92 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.187,36  +0,4   17,11    4.170,25 
Silber            57,77  +0,6    0,33      57,44 
Platin           1.641,29  +1,0   15,58    1.625,71 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

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October 16, 2026 03:36 ET (07:36 GMT)

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