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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Rüstungsaktien Tagesgewinner - auch Autowerte fest

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Rüstungsaktien Tagesgewinner - auch Autowerte fest

DOW JONES--Die bereits am Vortag im Handelsverlauf eingesetzte Erholung der Aktien in Europa hat sich am Freitag fortgesetzt. Dabei halfen positive Vorgaben der Wall Street und der asiatischen Börsen, wo sich die Sorgen um die KI-Branche angesichts des hohen Zinsniveaus zwischenzeitlich etwas gelegt hatten. Allerdings tendierten KI-Aktien dann im frühen Wall-Street-Handel am Freitag wieder schwächer, worauf die Indizes in Europa im Späthandel etwas zurückkamen.

Grundsätzlich sorgten die am Vortag deutlich gesunkenen Marktzinsen für Rückenwind. Positiv wirkte laut Marktteilnehmern auch, dass US-Notenbankchef Kevin Warsh in jüngsten Äußerungen zumindest keinen restriktiven Ton angeschlagen habe, ohne sich allerdings konkret zu den Zinsaussichten auszulassen. Am Zinsterminmarkt sank die Erwartung einer Zinserhöhung Ende Oktober nochmals auf unter 13 Prozent.

Der DAX stieg um 0,9 Prozent auf 25.623 Punkte, der Euro-Stoxx-50 kam um 0,6 Prozent voran. Dass der DAX den Sprung über die wichtige charttechnische Hürde bei 25.500/25.522 Punkten geschafft habe, habe für zusätzliche Aufwärtsdynamik gesorgt, sagten Anhänger der Charttechnik. Der Euro setzte seine Erholungsbewegung fort, er wurde zuletzt mit 1,1232 Dollar bewertet.

Tagesgewinner bei den Branchen war der Stoxx-Subindex der Luftfahrt- und Rüstungsaktien mit einem Zugewinn von 1,8 Prozent. Rheinmetall schnellten um 6,3 Prozent nach oben und waren DAX-Tagessieger. Im MDAX legten Hensoldt und Renk je um 6 Prozent zu und TKMS im 4,4 Prozent. In Mailand kamen Leonardo um 4,7 Prozent voran, in Paris Thales um 2,8 Prozent und in London BAE Systems um 2,6 Prozent. Börsianer verwiesen dazu auf eine Studie von Morgan Stanley. Die Analysten rechnen zum Jahresende mit steigenden Aufträgen aus dem Bundeshaushalt für die Rüstungsbranche.

Der Index der Autoaktien verbesserte sich um 1,6 Prozent. Für Kauflaune sorgte, dass sich Frankreich und Deutschland auf eine Aufweichung des Verbrenner-Aus verständigt haben. Sollte dies vom EU-Parlament auch so beschlossen werden, könnten weiter Benzin- und Dieselfahrzeuge verkauft werden, solange die Neuwagenflotten vorgeschriebene Grenzwerte einhalten. Manche Marktteilnehmer verwiesen daneben auch auf die Entspannung auf der Zinsseite, wodurch sich Autofinanzierungen verbilligen. VW verteuerten sich um 2,8, BMW um 3,5 und Mercedes-Benz um 2,9 Prozent. In Paris gewannen Renault 3,3 Prozent, in Mailand Stellantis 2,8 Prozent.

Am Ende bei den Branchen lagen die als defensiv geltenden Aktien aus dem Pharmasektor, die an den Vortagen in den KI-Turbulenzen noch zu den Favoriten gehört hatten. Ihr Stoxx-Subindex verlor 0,3 Prozent und war der einzige, der nachgab.

Die zuletzt schwer gebeutelten Aktien mit KI-Fantasie zeigten sich fragil. Infineon schlossen knapp im Minus, STMicro gaben um 0,6 Prozent nach. ASML stiegen um 0,9 Prozent, nachdem das Unternehmen am Mittwoch bereits das dritte Mal in diesem Jahr den Ausblick erhöht hatte.

Für Aixtron ging es allerdings um 6,2 Prozent nach oben, nachdem der Kurs am Vortag um über 12 Prozent eingebrochen war. Der Hersteller von Anlagen für die Chipindustrie hatte am Donenrstagabend mitgeteilt, im dritten Quartal Auftragseingang und Margen kräftig und deutlicher als erwartet gesteigert zu haben.

Auch der Windanlagenbauer Nordex meldete sich zu Wort mit einem mehr als verdoppelten operativen Gewinn im dritten Quartal und einem erhöhten Ausblick für die Gewinnmarge. Die Aktie machte einen Satz um 12,3 Prozent, nachdem sie jüngst im Sog einer massiven Prognosesenkung des Windparkprojektierers PNE noch unter Druck geraten war. Nun erholten sich PNE im Nordex-Sog um 2,3 Prozent und Energiekontor um 2,8 Prozent. Für Siemens Energy mit der Windanlagentochter Gamesa ging es um 2,0 Prozent nordwärts. Vestas stiegen um 3,2 Prozent.

Die Kurse britischer Banken litten unter Plänen des britischen Schatzkanzlers, die Bankensteuern anzuheben. Lloyds Banking verloren 0,9, NatWest 1,2 Prozent, Barclays schlossen ganz knapp im Plus.

Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.204       +0,6          +6,5 
Stoxx-50        5.404       +0,6          +9,3 
Stoxx-600        645       +0,7          +8,1 
DAX          25.623       +1,0          +3,6 
FTSE-100 London    10.840       +0,4          +9,2 
CAC-40 Paris      7.935       +0,3          -2,6 
AEX Amsterdam     1.133       +0,9         +19,1 
ATHEX-20 Athen     6.603       +1,2         +23,4 
BEL-20 Brüssel     5.592       -0,1         +10,1 
BUX Budapest     144.455       +0,7         +30,1 
OMXH-25 Helsinki    6.306       +1,3         +10,6 
OMXC-20 Kopenhagen   1.547       +0,3          -3,8 
PSI 20 Lissabon    9.374       +1,0         +13,4 
IBEX-35 Madrid    19.178       +0,8         +10,8 
FTSE-MIB Mailand   49.398       +0,9          +9,9 
OBX Oslo        1.994       +1,0         +24,8 
PX Prag        2.650       +0,3          -1,3 
OMXS-30 Stockholm   3.256       +1,3         +12,9 
WIG-20 Warschau   160.222       +1,0         +35,3 
ATX Wien        6.509       +0,8         +22,2 
SMI Zürich      14.350       +0,3          +8,2 
* gerundet 
 
 
DEVISEN      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:50 
EUR/USD      1,1226  +0,1  0,0008     1,1218   1,1205 
EUR/JPY      177,42  +0,1  0,1900     177,23  177,2000 
EUR/CHF      0,9251  -0,3  -0,0023     0,9274   0,9294 
EUR/GBP      0,8425  -0,3  -0,0024     0,8449   0,8453 
USD/JPY      158,04  +0,0  0,0600     157,98  158,1500 
GBP/USD       1,332  +0,4  0,0047     1,3273   1,3251 
USD/CNY      6,6861  -0,1  -0,0048     6,6909   6,6909 
USD/CNH      6,6849  -0,1  -0,0045     6,6894   6,6902 
AUS/USD      0,6945  +0,4  0,0026     0,6919   0,6915 
Bitcoin/USD   81.375,47  -0,8  -624,23    81.999,70 82.400,11 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex      99,27  +1,3   1,30      97,97 
Brent/ICE     107,48  +1,5   1,56     105,92 
 
 
Metalle      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold       4.165,64  -0,1   -4,61    4.170,25 
Silber       57,28  -0,3   -0,16      57,44 
Platin      1.629,20  +0,2   3,49    1.625,71 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 16, 2026 12:22 ET (16:22 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
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