DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Frankreich und Deutschland einigen sich auf Schutzmaßnahmen für Autobranche
Frankreich und Deutschland haben eine Vereinbarung zum Schutz der kriselnden europäische Automobilbranche getroffen. Dazu gehören mehr Flexibilität bei det Dekarbonisierung sowie Anreize für Investitionen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, dass sie gleichzeitig entschlossen bleiben, die CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren und Europas Kapazitäten zur Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen zu stärken.
Eurozone rutscht im August in Handelsbilanzdefizit
Der Warenhandel in der Eurozone ist im August in ein Defizit gerutscht, da ein schwächerer Handel mit Maschinen und Fahrzeugen sowie höhere Energieimporte die Bilanz belasteten. Das Handelsbilanzdefizit des 21-Länder-Währungsraums belief sich in diesem Monat auf 16,1 Milliarden Euro (18,07 Milliarden US-Dollar), verglichen mit einem Überschuss von 10,7 Milliarden Euro im Juli und einem Defizit von 1,7 Milliarden Euro im August 2025, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Die bereinigten Exporte sanken im Monatsvergleich um 1,2 Prozent, während die Importe um 2 Prozent anstiegen, hieß es weiter. "Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat war hauptsächlich auf Maschinen und Fahrzeuge zurückzuführen", erklärte Eurostat und fügte hinzu, dass sich auch das Energiedefizit ausgeweitet habe.
IWF legt EZB mehrere Zinserhöhungen nahe
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rät der Europäischen Zentralbank (EZB), ihren Leitzins in diesem Jahr "mindestens noch einmal" zu erhöhen, und hält auch darüber hinaus weitere Schritte für angemessen. "Im Euroraum hat die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik im Juni und September angesichts des zunehmenden Inflationsdrucks angemessen um jeweils 25 Basispunkte gestrafft. Analysen des IWF zeigen, dass im Jahr 2026 mindestens eine weitere Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte erforderlich sein wird, um sicherzustellen, dass die Kerninflation gut eingedämmt bleibt", heißt es im Regional Economic Outlook Update for Europe. Auch wenn sich die Geldpolitik nach 2026 an den eingehenden Daten orientieren sollte, dürfte eine weitere Straffung gerechtfertigt sein, um sicherzustellen, dass die Inflation im Jahr 2028 auf ihren Zielwert zurückkehre.
China schlägt Exportkontrollen für KI-Technologie vor
China erwägt neue Exportkontrollen für Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Peking will die strategisch wichtige Branche angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs schützen. Das Handelsministerium legte am Freitag einen Entwurf vor, nach dem 40 Technologien aus den Sektoren KI, Biomedizin und Photovoltaik auf eine Liste von Technologien gesetzt werden sollen, deren Export verboten oder beschränkt ist. Das Ministerium holt bis zum 15. November öffentliche Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Beschränkungen ein. Die vorgeschlagenen Änderungen umfassen 23 KI-bezogene Technologien wie Large Language Models, KI-Agenten, Chipdesign und Rechencluster. Technologien, die bereits durch veröffentlichte Arbeiten oder Open-Source-Freigaben in die Öffentlichkeit gelangt sind, sind laut dem Entwurf von den Kontrollen ausgenommen.
US-Industrieproduktion steigt im September
Die US-Industrieproduktion ist im vergangenen Monat gestiegen. Dies geht aus Daten hervor, die die US-Notenbank am Freitag veröffentlichte. Die Produktion erhöhte sich im September um 0,7 Prozent, nachdem sie im August nach einer Aufwärtsrevision um 0,1 Prozent zugelegt hatte. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten für den vergangenen Monat mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent gerechnet.
US-Importpreise im September gestiegen
Die US-Importpreise sind im September den zweiten Monat in Folge gestiegen, wie das Bureau of Labor Statistics am Freitag mitteilte. Die Importpreise insgesamt erhöhten sich im September um 1,1 Prozent, nachdem sie im August um 0,5 Prozent gestiegen waren, so das BLS. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Importpreise um 8,1 Prozent höher, teilte das BLS mit.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/hab
(END) Dow Jones Newswires
October 16, 2026 14:18 ET (18:18 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
