Für die Entwicklung der deutschen Mid- und Small Caps in diesem Jahr gibt es eine naheliegende Erklärung. Sie klingt plausibel, greift aber zu kurz. Ein Blick hinter die Indexstände fördert Erstaunliches zutage. (function(d,u,ac){var s=d.createElement('script');s.type='text/javascript';s.src='https://a.omappapi.com/app/js/api.min.js';s.async=true;s.dataset.user=u;s.dataset.campaign=ac;d.getElementsByTagName('head')[0].appendChild(s);})(document,386410,'q8tyuini4sqwefdhodq9'); Die deutschen Aktienindizes entwickeln sich in diesem Jahr unterschiedlich gut. Während der DAX aktuell mit gut 3% im Plus liegt, kommt der SDAX als Top-Performer auf einen Wertzuwachs von 5%. Auffällig ist die Schwäche des MDAX, der bei einem Kursrückgang von 2% seit Jahresbeginn als einziges der drei Kursbarometer eine negative Bilanz ausweist. Die Erklärung liegt scheinbar auf der Hand: zu zyklisch, zu heimatlastig, zu abhängig von Industrie, Energiepreisen und einer Binnenkonjunktur, die nicht in Gang kommt. So steht es regelmäßig in vielen Marktkommentaren und das aktuell beste Modell einer bekannten Künstlichen Intelligenz liefert auf Nachfrage ebenfalls genau diese Begründung. Das klingt auch alles schlüssig, hält dem Blick in die Daten aber nur zum Teil stand. Ausgerechnet die energieintensive Chemie und Grundstoffbranche ist seit Jahresbeginn der stärkste Bereich im MDAX. Die Verluste kamen aus Immobilien, Autowerten, Software und Logistik sowie vor allem von einzelnen Ausreißern wie Kion (vgl. unsere Analyse nach der Ad-hoc Meldung vom 15.10.) oder Bilfinger, die 2026 fast die Hälfte ihres Werts verloren haben. Eine einheitliche Konjunkturgeschichte sieht anders aus. Was in solchen Erklärungen regelmäßig fehlt, sind die Indexwechsel. Hochtief etwa hat bis Juni gut 50% zugelegt und war damit eine der wichtigsten ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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