Düsseldorf (ots) -
Kurzsichtigkeit (Myopie) entwickelt sich meist im Kindesalter und verstärkt sich, während das Auge wächst. Wie Augenoptiker und Optometristen Kinder frühzeitig unterstützen und einer zunehmenden Kurzsichtigkeit entgegenwirken können, regeln jetzt neue fachliche Standards des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA).
Kurzsichtigkeit (Myopie) entsteht meist, wenn der Augapfel während des Wachstums zu stark in die Länge wächst. Dadurch sehen Betroffene in der Nähe scharf, während weiter entfernte Gegenstände unscharf erscheinen. Da Kurzsichtigkeit keine Erkrankung ist und in der Regel keine spürbaren Beschwerden verursacht, bleibt sie gerade bei Kindern häufig zunächst unbemerkt. Dabei kann sich die Fehlsichtigkeit während der Wachstumsphase des Auges bis ins junge Erwachsenenalter weiter verstärken. Je stärker die Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist, desto höher ist das Risiko für spätere Augenerkrankungen, beispielsweise an der Netzhaut. Umso wichtiger ist es, eine beginnende Kurzsichtigkeit bei Kindern frühzeitig zu erkennen und ihr Fortschreiten möglichst zu verlangsamen.
Myopie-Management nach einheitlichen Qualitätsstandards
Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) hat am 10. Oktober im Rahmen seiner Herbsttagung in Berlin die geltenden Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie (AQRL) um ein Kapitel zum Myopie-Management erweitert. Die neuen Richtlinien beschreiben umfassend, wie Augenoptiker und Optometristen das Risiko einer fortschreitenden Kurzsichtigkeit beurteilen, geeignete Maßnahmen auswählen und deren Erfolg kontrollieren können.
Myopie verlangsamen mit der passenden Brille
Für die Myopie-Kontrolle stehen speziell entwickelte Brillengläser und Kontaktlinsen zur Verfügung, die das Fortschreiten der Myopie verlangsamen können. Entscheidend für den Erfolg ist dabei nicht allein die Wahl der Sehhilfe: Nur eine regelmäßige Verlaufskontrolle mit Überprüfung der Augenlänge führt zum Erfolg. Dr. Carolin Truckenbrod, Vorsitzende des Fachwissenschaftlichen Ausschusses beim ZVA, befasst sich seit mehreren Jahren nicht nur in der Theorie intensiv mit dem Thema: "In der Praxis erleben wir, dass Eltern häufig gar nicht wissen, dass man das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit bei Kindern gezielt verlangsamen kann. Entscheidend ist, rechtzeitig hinzuschauen und zu sensibilisieren. Mit den neuen Standards geben wir Augenoptikbetrieben eine klare fachliche Orientierung für eine fundierte Beratung und Versorgung."
Draußen spielen - gut für die Augen
Neben der regelmäßigen Kontrolle und der passenden Brille oder Kontaktlinsen spielt auch der Alltag eine Rolle: Viel Zeit im Freien bei Tageslicht kann das Risiko verringern, kurzsichtig zu werden. Der ZVA empfiehlt, dass Kinder möglichst täglich mindestens zwei Stunden draußen verbringen. Bei längerer Naharbeit, etwa beim Lesen oder an digitalen Geräten, sind regelmäßige Pausen sowie ein ausreichender Abstand sinnvoll. Besonders aufmerksam sollten Eltern sein, wenn sie selbst kurzsichtig sind.
Pressekontakt:
Sarah Köster
Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen
Alexanderstraße 25 a
40210 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 86 32 35-0
Fax: 0211/ 86 32 35-35
E-Mail: presse@zva.de
Web: www.zva.de
Original-Content von: Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen - ZVA, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/51178/6373697
Kurzsichtigkeit (Myopie) entwickelt sich meist im Kindesalter und verstärkt sich, während das Auge wächst. Wie Augenoptiker und Optometristen Kinder frühzeitig unterstützen und einer zunehmenden Kurzsichtigkeit entgegenwirken können, regeln jetzt neue fachliche Standards des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA).
Kurzsichtigkeit (Myopie) entsteht meist, wenn der Augapfel während des Wachstums zu stark in die Länge wächst. Dadurch sehen Betroffene in der Nähe scharf, während weiter entfernte Gegenstände unscharf erscheinen. Da Kurzsichtigkeit keine Erkrankung ist und in der Regel keine spürbaren Beschwerden verursacht, bleibt sie gerade bei Kindern häufig zunächst unbemerkt. Dabei kann sich die Fehlsichtigkeit während der Wachstumsphase des Auges bis ins junge Erwachsenenalter weiter verstärken. Je stärker die Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist, desto höher ist das Risiko für spätere Augenerkrankungen, beispielsweise an der Netzhaut. Umso wichtiger ist es, eine beginnende Kurzsichtigkeit bei Kindern frühzeitig zu erkennen und ihr Fortschreiten möglichst zu verlangsamen.
Myopie-Management nach einheitlichen Qualitätsstandards
Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) hat am 10. Oktober im Rahmen seiner Herbsttagung in Berlin die geltenden Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie (AQRL) um ein Kapitel zum Myopie-Management erweitert. Die neuen Richtlinien beschreiben umfassend, wie Augenoptiker und Optometristen das Risiko einer fortschreitenden Kurzsichtigkeit beurteilen, geeignete Maßnahmen auswählen und deren Erfolg kontrollieren können.
Myopie verlangsamen mit der passenden Brille
Für die Myopie-Kontrolle stehen speziell entwickelte Brillengläser und Kontaktlinsen zur Verfügung, die das Fortschreiten der Myopie verlangsamen können. Entscheidend für den Erfolg ist dabei nicht allein die Wahl der Sehhilfe: Nur eine regelmäßige Verlaufskontrolle mit Überprüfung der Augenlänge führt zum Erfolg. Dr. Carolin Truckenbrod, Vorsitzende des Fachwissenschaftlichen Ausschusses beim ZVA, befasst sich seit mehreren Jahren nicht nur in der Theorie intensiv mit dem Thema: "In der Praxis erleben wir, dass Eltern häufig gar nicht wissen, dass man das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit bei Kindern gezielt verlangsamen kann. Entscheidend ist, rechtzeitig hinzuschauen und zu sensibilisieren. Mit den neuen Standards geben wir Augenoptikbetrieben eine klare fachliche Orientierung für eine fundierte Beratung und Versorgung."
Draußen spielen - gut für die Augen
Neben der regelmäßigen Kontrolle und der passenden Brille oder Kontaktlinsen spielt auch der Alltag eine Rolle: Viel Zeit im Freien bei Tageslicht kann das Risiko verringern, kurzsichtig zu werden. Der ZVA empfiehlt, dass Kinder möglichst täglich mindestens zwei Stunden draußen verbringen. Bei längerer Naharbeit, etwa beim Lesen oder an digitalen Geräten, sind regelmäßige Pausen sowie ein ausreichender Abstand sinnvoll. Besonders aufmerksam sollten Eltern sein, wenn sie selbst kurzsichtig sind.
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