DJ XETRA-SCHLUSS/Schwacher Börsentag wegen Frankreich-Unruhen
DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat Montag nach einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung schwach geschlossen. Händler unterstrichen jedoch, dass keine abrupten Verkaufswellen beobachtet wurden. "Wir sehen den ganzen Tag über eher regelmäßige kleine Verkäufe, die versuchen, keinen Kursdruck auszulösen", sagte ein Händler: "Das ist ein typisches Verhalten von großen Anlegern, die ihre Portfoliogewichtung herunterfahren". Der DAX verlor 1,2 Prozent auf 25.320 Punkte.
Belastet wurde die Stimmung von den Unruhen in Frankreich. Vor allem nicht-europäische Investoren reduzierten ihre Engagements bei europäischen Aktien. Bei Anleihen schichteten Anleger in deutsche Bundesanleihen um, die Zinsdifferenz gegenüber französischen Staatsanleihen weitete sich aus. Frankreich musste zuletzt 145 Basispunkte mehr für seine 10-jährigen Schulden zahlen als Deutschland, am Freitagmittag waren es nur 134 Bp gewesen.
Bei den Einzelwerten ragten Steyr Motors mit 21,4 Prozent Plus hervor. Das US-Rüstungsunternehmen Red Cat Holdings greift nach dem österreichischen Dieselmotorenhersteller und bietet 39,00 Euro pro Aktie. Händler bezeichneten das Angebot als viel zu gering.
Trotz angehobenem Ausblick gaben DHL im DAX um 0,9 Prozent nach. Der verbesserte Ausblick sei erwartet und mit dem starken Kursanstieg der Vorwoche ausreichend eingepreist worden, hieß es im Handel. Merck KGaA verstärkt sich mit einem Zukauf in Großbritannien im Bereich seltener Erkrankungen. Der Konzern übernimmt die an der Nasdaq notierte Silence Therapeutics - der Kurs schloss knapp im Plus. BASF (-1,1%) erwägt im Zuge der Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit eine Zusammenführung der europäischen Polyamid-6-Geschäfte mit den entsprechenden Aktivitäten der chinesischen Highsun Holding Group. Einbezogen in das Gemeinschaftsunternehmen könnten auch die jeweiligen weltweiten Aktivitäten im Bereich Extrusion außerhalb Nordamerikas werden.
Die Deutsche Telekom (-1,2%) und drei andere europäische Telekommunikationskonzerne wollen gemeinsam für ein Spektrum für mobile Satellitendienste (MSS) in Europa bieten.
Fuchs stiegen nach einem optimistischen Ausblick und überraschend starken Drittquartalszahlen um 0,4 Prozent. Die Aktie des Schmierstoffherstellers kam nach einem Freudensprung rasch zurück und schloss deutlich unter Tageshoch. Gegen den Markt stemmten sich Aumovio mit einem Plus von 2 Prozent nach einer positiven Citi-Studie.
Rüstungswerte standen unter Druck. Sie korrigierten damit zum Teil nur ihre hohen Kursgewinne vom Freitag nach einer positiven Studie. Für zusätzliche Ernüchterung sorgten aber nun Gedankenspiele eines Gipfeltreffens der Präsidenten Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping zur Zukunft der Ukraine - ohne Teilnahme der Ukraine oder Europas. Eine Einigung dürfte zu einem Ende der europäischen Wehrhilfe für das Land führen. Hensoldt, Rheinmetall und Airbus gaben 0,3 bzw. 2,8 und 2,3 Prozent ab.
=== Index zuletzt* +/- % +/- % YTD DAX 25.320 -1,2 3,3 DAX-Future 25.438 -0,7 4,3 XDAX 25.319 -0,6 3,0 MDAX 30.513 -0,5 -0,4 TecDAX 4.011 -0,1 10,7 SDAX 18.210 +0,1 6,1 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 121,16 -46,0 *gerundet ===
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October 19, 2026 11:56 ET (15:56 GMT)
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