DJ MÄRKTE USA/Wall Street freundlich - Erholung im KI-Sektor
DOW JONES--Nach den Verlusten zum Wochenschluss vor allem bei Titeln mit KI-Fantasie erholen sich die US-Börsen am Montag. Positiv für das Marktumfeld sind zunächst gesunkene Anleiherenditen und auch leicht nachgebende Erdölpreise, wenngleich sich diese auf hohem Niveau halten. Am Wochenende hatte die Ukraine Ölinfrastruktur im russischen St. Petersburg angegriffen. Der von US-Präsident Donald Trump zuvor ausgerufene Energie-Waffenstillstand zwischen den beiden Kriegsparteien verpufft offenbar, zumal Russland diesen bereits zuvor gebrochen hatte. Dämpfend auf den Ölpreis wirkt, dass Trump die Umsetzung der meisten Russland-Sanktionen durch den US-Kongress gestoppt hat.
Gegen Mittag US-Ostküstenzeit stagniert der Dow-Jones-Index bei 52.000 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite klettern dagegen um 0,6 bzw. 1,5 Prozent. Nach dem jüngsten Ausverkauf im KI-Sektor scheint sich die Lage etwas zu beruhigen, wenngleich die Sorgen über hohe Kreditkosten zur Finanzierung des KI-Booms nicht ausgeräumt sind. "Was Investoren wirklich brauchen, ist eine stärkere Monetarisierung - ein Beweis dafür, dass die mit KI erzielten Einnahmen mit den Ausgaben für KI-Tools Schritt halten können", heißt es bei Swissquote. Doch angesichts des niedrigeren Kursniveau greifen Anleger wieder zu. AMD ziehen um 3,5 Prozent an, Intel um 4,5 und Marvell um 7 Prozent. Nvidia klettern um 2 Prozent, Micron Technology um 3,9 Prozent. Die zuletzt arg gebeutelte Coreweave legt nach einen Hochstufung auf "Kaufen" durch Goldman Sachs um 1,6 Prozent zu.
Silence Therapeutics haussieren um 125,6 Prozent. Die deutsche Merck KGaA übernimmt die Gesellschaft. Der Vorstand der Buuu Group hat einen Aktiensplit im Verhältnis 10 zu 1 genehmigt. Der Kurs legt um 1 Prozent zu. Red Cat Holdings klettern um 0,3 Prozent. Das Rüstungsunternehmen will den österreichischen Motorenhersteller Steyr Motors übernehmen.
Am Anleihemarkt drehen die Renditen ins Plus. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen steigt um 5 Basispunkte auf 5,15 Prozent nach einem Tagestief unter 5,08. "Das Muster aus Erhöhung, Unterbrechen und Erhöhung impliziert, dass es auch im Januar ein falkenhaftes Unterbrechen geben wird", urteilen Analysten mit Blick auf das Vorgehen der US-Notenbank zu Zinserhöhungen.
Mit den im Tagesverlauf wieder moderat anziehenden Renditen steigt der Dollar-Index um 0,1 Prozent. Wegen der Unruhen in Frankreich zeigt sich der Euro schwächer zum Greenback und auch zu anderen Währungen. Die Eskalation in Frankreich trübt die fiskalischen Aussichten des Landes weiter ein. "Der Druck auf die Gemeinschaftswährung stützt den Greenback etwas (...)", stellt Analyst Konstantinos Chrysikos von Kudo fest.
Die von Trump gestoppten Russland-Sanktionen des US-Kongresses, die auch die Ölwirtschaft betroffen hätten, drückten den Brent-Preis pro Fass um 0,4 Prozent auf 109,48 Dollar. Der Gold wird von höheren Renditen gedrückt.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 51.999,82 0,0 -2,59 52.002,41 S&P-500 7.707,80 +0,6 +48,36 7.659,44 NASDAQ Comp 26.519,48 +1,5 +379,44 26.140,03 NASDAQ 100 29.664,87 +1,6 +477,32 29.187,55 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,78 +0,04 4,78 4,70 5 Jahre 4,95 +0,05 4,95 4,86 10 Jahre 5,15 +0,05 5,15 5,05 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:11 EUR/USD 1,1208 -0,3 -0,0031 1,1239 1,1225 EUR/JPY 177,65 +0,1 0,1000 177,55 177,4300 EUR/CHF 0,9259 -0,0 -0,0001 0,9260 0,9251 EUR/GBP 0,8423 -0,1 -0,0006 0,8429 0,8425 USD/JPY 158,51 +0,3 0,5200 157,99 158,0600 GBP/USD 1,3303 -0,2 -0,0025 1,3328 1,3320 USD/CNY 6,6806 -0,1 -0,0055 6,6861 6,6861 USD/CNH 6,6827 -0,0 -0,0023 6,6850 6,6856 AUS/USD 0,6977 +0,5 0,0033 0,6944 0,6943 Bitcoin/USD 81.899,31 +1,2 999,52 80.899,79 81.363,95 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 101,97 +0,6 0,56 101,41 Brent/ICE 109,48 -0,4 -0,38 109,86 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.142,03 -0,6 -22,98 4.165,01 Silber 57,22 +0,4 0,21 57,01 Platin 1.642,45 +0,7 12,09 1.630,36 (Angaben ohne Gewähr) ===
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