Berlin (ots) -
Nachdem der NDR (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/geheime-aufnahmen-missstaende-in-kellinghusener-grossschlachterei,schlachterei-112.html) mittels Bildmaterial von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) gravierende Missstände beim Schlachtkonzern Tönnies aufgedeckt hat, weist das Unternehmen die Vorwürfe zurück. Laut Tönnies handele es sich bei den dokumentierten Verstößen um Einzelfälle (https://www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen-lippe/kreis-guetersloh/toennies-geheime-aufnahmen-tierquaelerei-schlachthof-kellinghusen-100.html). Die verantwortlichen Mitarbeitenden würden sanktioniert. ARIWA widerspricht dieser Darstellung entschieden und erklärt, warum die Aufnahmen systematische Tierquälerei belegen.
Die Aufnahmen dokumentieren an mindestens vier Schlachttagen zahlreiche Verstöße gegen das Tierschutzrecht: Schweine werden ins Gesicht geschlagen und in Toren eingeklemmt. Gehunfähige Tiere werden vorwärtsgetreten oder gewaltsam mit Maschinen geschoben. Drei Schweinen wird bereits vor Eintritt des Todes ein Fuß abgeschnitten. Regelmäßig wird das zulässige Zeitintervall zwischen Betäubung und Entblutung überschritten. Zudem zeigen die Aufnahmen, wie Tiere mit Anzeichen einer Fehlbetäubung entblutet werden.
"All das machen komplett unterschiedliche Mitarbeitende", sagt Anna Schubert, Sprecherin von ARIWA. "Diese Tierquälerei ist ein Systemproblem, keine Ausnahme. Wenn ein Tier nicht laufen will, wird es eben gezwungen. Wenn sich ein Fuß im Förderband verhakt, wird er eben abgeschnitten. Bei dieser Fließbandarbeit darf der Ablauf nicht stillstehen. Die Verantwortung dafür auf die hart arbeitenden Angestellten abzuwälzen, ist schändlich. Es zeigt, wie wenig Verantwortung Tönnies selbst übernehmen will. Das Problem sind nicht einzelne Menschen, sondern ein System der industriellen Ausbeutung."
Tönnies bezeichnet die CO2-Betäubung zudem als die tierschutzgerechteste Methode (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/geheime-aufnahmen-missstaende-in-kellinghusener-grossschlachterei,schlachterei-112.html). Auch dieser Darstellung widerspricht Anna Schubert von ARIWA entschieden:
"Das ist nicht die tierschutzgerechteste Methode, das ist Tierquälerei. Schlimmeres kann man den Schweinen kaum antun. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Schwein und am Ende Ihres Lebens wartet unweigerlich das qualvolle Ersticken auf Sie. Tierschutz ist keine Verhandlungssache. Die CO2-Betäubung muss verboten werden, egal, was das für die Fleischkonzerne bedeutet."
Hintergrund:
Die Aufnahmen stammen aus der R. Thomsen EU-Großschlachterei GmbH in Kellinghusen (Landkreis Steinburg, Schleswig-Holstein). Der Betrieb gehört zum Schlachtkonzern Tönnies, der heute unter dem Namen Premium Food Group firmiert. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen) zählt zu den größten Fleischproduzenten Europas. Da sich der Unternehmenssitz in Nordrhein-Westfalen befindet, hat ARIWA Strafanzeige gegen den Konzern bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund (Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität) in Nordrhein-Westfalen erstattet. Diese Anzeige wurde an die Staatsanwaltschaft in Itzehoe abgegeben.
Weitere Informationen: http://www.ariwa.org/toennies
Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) deckt mit investigativen Recherchen die Zustände in der Tierwirtschaft auf. Mit rund 25 Ortsgruppen bundesweit setzt sich ARIWA für das Ende jeglicher Tierausbeutung ein.
Fotos honorarfrei: https://www.flickr.com/gp/animalrightswatch/8WTFY0T239
Videomaterial zur honorarfreien Verwendung (Quellenangabe: Animal Rights Watch e.V.) erhalten Sie auf Nachfrage.
Pressekontakt:
Anna Schubert
Agrarreferentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01577-6633353
E-Mail: presse@ariwa.org
Web: www.ariwa.org
Fotos zur honorarfreien Verwendung unter Angabe der Quelle "Animal
Rights Watch e.V.":
www.flickr.com/photos/animalrightswatch/albums/
Original-Content von: Animal Rights Watch e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/127463/6374285
Nachdem der NDR (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/geheime-aufnahmen-missstaende-in-kellinghusener-grossschlachterei,schlachterei-112.html) mittels Bildmaterial von Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) gravierende Missstände beim Schlachtkonzern Tönnies aufgedeckt hat, weist das Unternehmen die Vorwürfe zurück. Laut Tönnies handele es sich bei den dokumentierten Verstößen um Einzelfälle (https://www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen-lippe/kreis-guetersloh/toennies-geheime-aufnahmen-tierquaelerei-schlachthof-kellinghusen-100.html). Die verantwortlichen Mitarbeitenden würden sanktioniert. ARIWA widerspricht dieser Darstellung entschieden und erklärt, warum die Aufnahmen systematische Tierquälerei belegen.
Die Aufnahmen dokumentieren an mindestens vier Schlachttagen zahlreiche Verstöße gegen das Tierschutzrecht: Schweine werden ins Gesicht geschlagen und in Toren eingeklemmt. Gehunfähige Tiere werden vorwärtsgetreten oder gewaltsam mit Maschinen geschoben. Drei Schweinen wird bereits vor Eintritt des Todes ein Fuß abgeschnitten. Regelmäßig wird das zulässige Zeitintervall zwischen Betäubung und Entblutung überschritten. Zudem zeigen die Aufnahmen, wie Tiere mit Anzeichen einer Fehlbetäubung entblutet werden.
"All das machen komplett unterschiedliche Mitarbeitende", sagt Anna Schubert, Sprecherin von ARIWA. "Diese Tierquälerei ist ein Systemproblem, keine Ausnahme. Wenn ein Tier nicht laufen will, wird es eben gezwungen. Wenn sich ein Fuß im Förderband verhakt, wird er eben abgeschnitten. Bei dieser Fließbandarbeit darf der Ablauf nicht stillstehen. Die Verantwortung dafür auf die hart arbeitenden Angestellten abzuwälzen, ist schändlich. Es zeigt, wie wenig Verantwortung Tönnies selbst übernehmen will. Das Problem sind nicht einzelne Menschen, sondern ein System der industriellen Ausbeutung."
Tönnies bezeichnet die CO2-Betäubung zudem als die tierschutzgerechteste Methode (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/geheime-aufnahmen-missstaende-in-kellinghusener-grossschlachterei,schlachterei-112.html). Auch dieser Darstellung widerspricht Anna Schubert von ARIWA entschieden:
"Das ist nicht die tierschutzgerechteste Methode, das ist Tierquälerei. Schlimmeres kann man den Schweinen kaum antun. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Schwein und am Ende Ihres Lebens wartet unweigerlich das qualvolle Ersticken auf Sie. Tierschutz ist keine Verhandlungssache. Die CO2-Betäubung muss verboten werden, egal, was das für die Fleischkonzerne bedeutet."
Hintergrund:
Die Aufnahmen stammen aus der R. Thomsen EU-Großschlachterei GmbH in Kellinghusen (Landkreis Steinburg, Schleswig-Holstein). Der Betrieb gehört zum Schlachtkonzern Tönnies, der heute unter dem Namen Premium Food Group firmiert. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen) zählt zu den größten Fleischproduzenten Europas. Da sich der Unternehmenssitz in Nordrhein-Westfalen befindet, hat ARIWA Strafanzeige gegen den Konzern bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Dortmund (Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität) in Nordrhein-Westfalen erstattet. Diese Anzeige wurde an die Staatsanwaltschaft in Itzehoe abgegeben.
Weitere Informationen: http://www.ariwa.org/toennies
Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) deckt mit investigativen Recherchen die Zustände in der Tierwirtschaft auf. Mit rund 25 Ortsgruppen bundesweit setzt sich ARIWA für das Ende jeglicher Tierausbeutung ein.
Fotos honorarfrei: https://www.flickr.com/gp/animalrightswatch/8WTFY0T239
Videomaterial zur honorarfreien Verwendung (Quellenangabe: Animal Rights Watch e.V.) erhalten Sie auf Nachfrage.
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Anna Schubert
Agrarreferentin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01577-6633353
E-Mail: presse@ariwa.org
Web: www.ariwa.org
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Rights Watch e.V.":
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