WIESBADEN (ots) -
- Mengenmäßig nahmen die Rohölimporte um 0,6 % ab, wertmäßig um 21,7 % zu
- Durchschnittswert je Tonne Rohöl im August 2026 betrug 607 Euro
- Vereinigte Staaten wichtigster Rohöllieferant vor Norwegen und Kasachstan
Im Zeitraum Januar bis August 2026 wurden 49,1 Millionen Tonnen Rohöl im Wert von 30,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vorjahreszeitraum 2025 betrug der Import von Rohöl 49,4 Millionen Tonnen im Wert von 24,6 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm der Import damit mengenmäßig um 0,6 % ab, während er wertmäßig um 21,7 % stieg. Grund dafür waren die Preissteigerungen bei Rohöl im Zuge der Konflikte im Nahen Osten.
Durchschnittswert je Tonne Rohöl im August 2026 betrug 607 Euro
Im August 2026 betrug der Durchschnittwert je importierter Tonne Rohöl 607 Euro. Im März 2026, dem Monat nach dem Beginn des Iran-Kriegs, stieg der Durchschnittswert für eine Tonne Rohöl von 460 Euro im Februar auf 616 Euro. Im April 2026 - nach Schließung der Straße von Hormus - stieg der Durchschnittswert je Tonne weiter auf 757 Euro. Der bisherige Höchststand im Jahr 2026 wurde im Mai mit 768 Euro verzeichnet. Damit lag der Wert je importierter Tonne aber noch unter dem Allzeithoch vom Juni 2022 in Höhe von 798 Euro. In den Monaten Juni und Juli 2026 gingen die Durchschnittswerte auf 657 beziehungsweise 578 Euro je Tonne Rohöl zurück.
Im Zeitraum Januar bis August 2026 mussten durchschnittlich 610 Euro je Tonne Rohöl gezahlt werden. Damit lagen die Preise für eine Tonne Rohöl noch weit unter den durchschnittlichen Preisen des Jahres 2022. Damals kostete eine Tonne Rohöl im Jahresdurchschnitt 686 Euro. Bereits in den Jahren 2012 und 2013 während der damaligen Spannungen um das iranische Atomprogramm hatten die Durchschnittswerte je Tonne mit 644 und 613 Euro höher als im laufenden Jahr 2026 gelegen.
Vereinigte Staaten wichtigster Rohöllieferant in den ersten acht Monaten 2026
Wichtigste Lieferländer deutscher Rohölimporte waren im Zeitraum Januar bis August 2026 die Vereinigten Staaten, Norwegen und Kasachstan. Mengenmäßig kamen 52,2 % aller deutschen Rohölimporte in den ersten acht Monaten 2026 aus diesen Ländern. Aus den Vereinigten Staaten wurden 10,8 Millionen Tonnen Rohöl importiert, gefolgt von Norwegen (8,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,8 Millionen Tonnen). Auch im Gesamtjahr 2025 waren die Vereinigten Staaten mit 12,4 Millionen Tonnen das wichtigste Lieferland für Rohöl gewesen. Knapp dahinter lagen Norwegen mit ebenfalls rund 12,4 Millionen Tonnen und Kasachstan mit 10,3 Millionen Tonnen. In den Jahren 2024 und 2023 war noch Norwegen wichtigstes Lieferland von Rohöl gewesen, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Kasachstan. Vor Inkrafttreten der Sanktionen gegen die Russische Föderation im Jahr 2022 kam das meiste importierte Rohöl aus Russland. Mit einer Importmenge von 22,8 Millionen Tonnen war im Jahr 2022 fast doppelt so viel Rohöl aus Russland nach Deutschland importiert worden als aus den nächstwichtigen Lieferländern Norwegen und den Vereinigten Staaten (12,2 und 12,1 Millionen Tonnen). Im Jahr 2023 kamen nur noch 0,1 Millionen Tonnen Rohöl aus Russland und im Jahr 2024 nur noch 0,02 Millionen Tonnen. Hierbei handelte es sich um Rohöl, das bereits vor dem Angriffskrieg gegen die Ukraine in die EU importiert wurde und nun über andere EU-Staaten nach Deutschland geliefert wurde. Seit dem Jahr 2025 wurden keine Importe von Rohöl aus Russland nach Deutschland mehr nachgewiesen.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Für den Import von Rohöl wurde die Warenummer 27090090 des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik ausgewertet.
Weitere Informationen:
Eine Übersicht der jährlichen und monatlichen Importe von Rohöl ist auf der Themenseite "Außenhandel" unter "Tabellen - Handelswaren" zu.
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats August 2026 bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000). Ausgewählte Tabellen zur Außenhandelsstatistik bietet auch die Themenseite "Außenhandel" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-deutschland.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Daten zum Krieg im Nahen Osten und den Folgen bietet die Sonderseite www.destatis.de/nahost im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Sie enthält unter anderem Informationen zur Energieversorgung und Entwicklung der Energiepreise, zum Flug- und Seeverkehr sowie zum Außenhandel mit der Region.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Außenhandel
Telefon: +49 611 75 2481
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32102/6374282
- Mengenmäßig nahmen die Rohölimporte um 0,6 % ab, wertmäßig um 21,7 % zu
- Durchschnittswert je Tonne Rohöl im August 2026 betrug 607 Euro
- Vereinigte Staaten wichtigster Rohöllieferant vor Norwegen und Kasachstan
Im Zeitraum Januar bis August 2026 wurden 49,1 Millionen Tonnen Rohöl im Wert von 30,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vorjahreszeitraum 2025 betrug der Import von Rohöl 49,4 Millionen Tonnen im Wert von 24,6 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm der Import damit mengenmäßig um 0,6 % ab, während er wertmäßig um 21,7 % stieg. Grund dafür waren die Preissteigerungen bei Rohöl im Zuge der Konflikte im Nahen Osten.
Durchschnittswert je Tonne Rohöl im August 2026 betrug 607 Euro
Im August 2026 betrug der Durchschnittwert je importierter Tonne Rohöl 607 Euro. Im März 2026, dem Monat nach dem Beginn des Iran-Kriegs, stieg der Durchschnittswert für eine Tonne Rohöl von 460 Euro im Februar auf 616 Euro. Im April 2026 - nach Schließung der Straße von Hormus - stieg der Durchschnittswert je Tonne weiter auf 757 Euro. Der bisherige Höchststand im Jahr 2026 wurde im Mai mit 768 Euro verzeichnet. Damit lag der Wert je importierter Tonne aber noch unter dem Allzeithoch vom Juni 2022 in Höhe von 798 Euro. In den Monaten Juni und Juli 2026 gingen die Durchschnittswerte auf 657 beziehungsweise 578 Euro je Tonne Rohöl zurück.
Im Zeitraum Januar bis August 2026 mussten durchschnittlich 610 Euro je Tonne Rohöl gezahlt werden. Damit lagen die Preise für eine Tonne Rohöl noch weit unter den durchschnittlichen Preisen des Jahres 2022. Damals kostete eine Tonne Rohöl im Jahresdurchschnitt 686 Euro. Bereits in den Jahren 2012 und 2013 während der damaligen Spannungen um das iranische Atomprogramm hatten die Durchschnittswerte je Tonne mit 644 und 613 Euro höher als im laufenden Jahr 2026 gelegen.
Vereinigte Staaten wichtigster Rohöllieferant in den ersten acht Monaten 2026
Wichtigste Lieferländer deutscher Rohölimporte waren im Zeitraum Januar bis August 2026 die Vereinigten Staaten, Norwegen und Kasachstan. Mengenmäßig kamen 52,2 % aller deutschen Rohölimporte in den ersten acht Monaten 2026 aus diesen Ländern. Aus den Vereinigten Staaten wurden 10,8 Millionen Tonnen Rohöl importiert, gefolgt von Norwegen (8,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (6,8 Millionen Tonnen). Auch im Gesamtjahr 2025 waren die Vereinigten Staaten mit 12,4 Millionen Tonnen das wichtigste Lieferland für Rohöl gewesen. Knapp dahinter lagen Norwegen mit ebenfalls rund 12,4 Millionen Tonnen und Kasachstan mit 10,3 Millionen Tonnen. In den Jahren 2024 und 2023 war noch Norwegen wichtigstes Lieferland von Rohöl gewesen, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Kasachstan. Vor Inkrafttreten der Sanktionen gegen die Russische Föderation im Jahr 2022 kam das meiste importierte Rohöl aus Russland. Mit einer Importmenge von 22,8 Millionen Tonnen war im Jahr 2022 fast doppelt so viel Rohöl aus Russland nach Deutschland importiert worden als aus den nächstwichtigen Lieferländern Norwegen und den Vereinigten Staaten (12,2 und 12,1 Millionen Tonnen). Im Jahr 2023 kamen nur noch 0,1 Millionen Tonnen Rohöl aus Russland und im Jahr 2024 nur noch 0,02 Millionen Tonnen. Hierbei handelte es sich um Rohöl, das bereits vor dem Angriffskrieg gegen die Ukraine in die EU importiert wurde und nun über andere EU-Staaten nach Deutschland geliefert wurde. Seit dem Jahr 2025 wurden keine Importe von Rohöl aus Russland nach Deutschland mehr nachgewiesen.
Methodische Hinweise:
Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Für den Import von Rohöl wurde die Warenummer 27090090 des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik ausgewertet.
Weitere Informationen:
Eine Übersicht der jährlichen und monatlichen Importe von Rohöl ist auf der Themenseite "Außenhandel" unter "Tabellen - Handelswaren" zu.
Alle detaillierten Ergebnisse zum Außenhandel des Berichtsmonats August 2026 bietet die Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 51000). Ausgewählte Tabellen zur Außenhandelsstatistik bietet auch die Themenseite "Außenhandel" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Ergebnisse zum Außenhandel sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-deutschland.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Daten zum Krieg im Nahen Osten und den Folgen bietet die Sonderseite www.destatis.de/nahost im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Sie enthält unter anderem Informationen zur Energieversorgung und Entwicklung der Energiepreise, zum Flug- und Seeverkehr sowie zum Außenhandel mit der Region.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
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Telefon: +49 611 75 2481
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