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Die SAP-Aktie ist zurück - und wie! Vom Sommertief bei unter 130 Euro ging es steil nach oben. Jetzt steht der Kurs wieder knapp vor der 200er-Marke, zuletzt war er schon darüber. Doch der eigentliche Moment kommt erst noch, nämlich morgen am 21. Oktober. Dann legt der Konzern Zahlen zum dritten Quartal vor. Alle schauen auf eine einzige Kennzahl, welche das ist, erfahren sie im Artikel. Der Chart sendet starke Signale, aber auch eine leise Warnung. Wo wartet der nächste große Widerstand? Und was passiert, wenn die Aktie unter 190 Euro rutscht? Wer jetzt dabei sein will, sollte unbedingt weiterlesen, denn es könnte sich für Sie lohnen und ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Diese letzte Rally hat Substanz, aber ob sie wirklich weiterläuft, entscheidet sich morgen, bzw. in wenigen Tagen.
Cloud-Boom: Was die Zahlen bringen müssen
SAP hat einen irren Lauf hinter sich. Seit dem Sommertief ist die Aktie um über 50 Prozent gestiegen. Auslöser waren starke Zahlen zum zweiten Quartal. Der Cloud-Auftragsbestand wuchs um 27 Prozent auf knapp 23 Milliarden Euro. Dazu läuft das Aktienrückkaufprogramm. Bis Ende 2027 will SAP bis zu 10 Milliarden Euro investieren. Das gab dem Kurs Schwung und den Anlegern neuen Mut. Auch die Sorgen um KI-Konkurrenz rückten in den Hintergrund. Jetzt wartet der nächste Test, denn morgen, am 21. Oktober nach Börsenschluss öffnet SAP die Bücher fürs dritte Quartal. Analysten rechnen mit rund 10,1 Milliarden Euro Umsatz und 1,82 Euro Gewinn je Aktie. Im Mittelpunkt steht der Cloud-Backlog. Hält er sich nahe 26 Prozent, wäre das ein starkes Signal. Wie sensibel der Markt darauf reagiert, zeigte der Januar, aber auch die Marge steht im Blick. Hier dürfte die Vergleichsbasis diesmal etwas leichter sein.

Charttechnik
Charttechnisch sieht es gut aus, denn nach dem Tief bei etwa 129 Euro brach SAP aus dem Abwärtstrend aus. Die Marken bei 160 und 180 Euro sind geknackt und dienen jetzt als Unterstützung nach unten und Rücksetzer könnten dort zunächst einmal aufgefangen werden. Das Momentum stimmt und zeigt noch nach oben, hat aber schon deutlich an Schwung eingebüßt. Der Anstieg war recht steil und das könnte die Aktie anfälliger für Gewinnmitnahmen machen, wenn etwas nicht ganz so passt, wie es erwartet wird. Auch der RSI liegt bei 72, was ein Wert ist, der den Aufwärtsdrang bremsen könnte, denn wird befinden uns hier im Überkauftbereich. Dazu kommt noch das Kursniveau im allgemeinen charttechnischen Zusammenhang, denn zwischen 200 und 220 Euro wartet massiver Widerstand. Hier dürfte sich entscheiden, wie weit die Reise noch geht. Nichtsdestotrotz kann die Aktie trotzdem noch weiterlaufen. Fällt sie aber nachhaltig unter 190 Euro, droht ein Rücksetzer. Dann wären 150 bis 160 Euro wieder drin. Ein Wochenschluss über 205 Euro hingegen, würde dagegen den Weg Richtung 222 Euro öffnen.
Was tun?
Die Lage bleibt spannend, denn operativ läuft es bei SAP zuletzt gut, da der Cloud-Auftragsbestand zweistellig wächst sowie die Analysten überwiegend positiv sind. Zuletzt hoben unter anderem TD Cowen und Barclays ihre Kursziele an. Auch die KI-Zukäufe zeigen, dass SAP an der eigenen KI-Zukunft baut. Das Management gab sich zuletzt zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen. Die Aktie ist damit mehr als nur eine Erholungsstory, trotzdem bleibt Vorsicht angebracht und klug. Investoren dürften besser die Zahlen am 21. Oktober abwarten. Ein Stopp unter 190 Euro schützt, sofern man schon investiert ist, vor schlimmeren Rückschlägen. Gelingt der Sprung über 205 Euro, sind die Chancen groß, dass die Rally ein wenig weiterläuft. Wichtig bleibt, den Kopf kühl zu halten und die Zahlen abzuwarten.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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