DJ Deutsche Erzeugerpreise steigen im September stärker als erwartet
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der Inflationsdruck in Deutschland hat im September auf der Produzentenstufe deutlicher als erwartet zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent und lagen um 6,7 (August: 4,6) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von 1,8 und 6,3 Prozent prognostiziert.
Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat war vor allem auf gestiegene Energiepreise (plus 14,9 Prozent) zurückzuführen. Die Preise von Vorleistungsgütern (plus 6,4 Prozent) stiegen ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch Investitionsgüter (plus 2,4 Prozent) und Gebrauchsgüter (plus 2,2 Prozent) waren im September teurer als ein Jahr zuvor.
Günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter (minus 1,8 Prozent). Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im September gegenüber September 2025 um 3,2 Prozent, gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,1 Prozent.
Energie war um 14,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber August stiegen die Energiepreise um 5,8 Prozent. Bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten lagen die Preise für Mineralölerzeugnisse 51,3 Prozent über denen von September 2025, gegenüber August 2026 stiegen sie um 8,2 Prozent.
Bei dieser Statistik werden die Preise ab Fabrik erhoben, also bevor die Produkte und Rohstoffe in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation geben. In der Regel schlagen veränderte Erzeugerpreise früher oder später auf den Handel und damit auf die Verbraucher durch.
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October 20, 2026 02:23 ET (06:23 GMT)
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