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MÄRKTE EUROPA/Schwach - KI-Aktien wieder unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwach - KI-Aktien wieder unter Druck

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstag mit deutlichen Abgaben gestartet und knüpfen somit an die Vortagesverluste an. Das geopolitische Umfeld bleibt schwierig. Es reicht von anhaltenden Angriffen der Huthis auf die saudische Infrastruktur, die jüngste Annäherung von Washington an Moskau, die Sorge vor neuen Militärschlägen rund um die Straße von Hormus bis hin zu den Krawallen in Frankreich, die Zweifel an der Handlungsfähigkeit der dortigen Regierung aufkommen lassen.

Der DAX verliert 1,0 Prozent auf 25.079 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt ebenfalls um 1,0 Prozent nach auf 6.084 Punkte. Brent zieht weiter an und notiert nun knapp unter der Marke von 111 Dollar das Fass. Die Rendite der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe liegt mit 5,12 Prozent für die Börsen auf einem vergleichsweise entspannten Niveau. Für den Euro geht es leicht auf 1,1226 Dollar nach oben.

Laut CMC stehen die Börsen vor einer Bewährungsprobe. Solange die Unternehmensgewinne überzeugten und die Inflation nicht erneut außer Kontrolle gerate, bleibe das Marktgefüge einigermaßen stabil. "Sollte jedoch eine dieser beiden Stützen wegbrechen, könnte aus der aktuellen Nervosität schnell eine deutlich umfassendere Korrektur werden. Die größte Gefahr für die Aktienmärkte ist derzeit nicht ein einzelner Krisenherd, sondern das gleichzeitige Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren", heißt es.

Der Inflationsdruck in Deutschland hat im September auf der Produzentenstufe deutlicher als erwartet zugenommen. Die Erzeugerpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent und lagen um 6,7 über dem Vorjahr. Die Erwartungen lagen bei 1,8 und 6,3 Prozent. Im Handel heißt es, wenngleich nicht unmittelbar marktrelevant, so unterstreiche die Lesung doch die nach oben gerichteten Inflationsrisiken. Die Erzeugerpreise haben häufig Vorlaufcharakter für die wichtigeren Verbraucherpreise.

Am Vormittag folgt noch die Veröffentlichung des ZEW-Index für Oktober. Nachbörslich legt die Deutsche Börse (-0,1%) Zahlen für das dritte Quartal vor. Diese dürften solide ausgefallen sein, eine Erhöhung der Guidance für das laufende Jahr wäre keine Überraschung.

Angesichts schwacher Sektorvorgaben aus Asien geht es für KI-nahe Werte wieder nach unten, vor allem die Chipaktien sind betroffen. "Die Sorgen um die hohen Bewertungen und die Finanzierung des KI-Booms nehmen weiter zu", so CMC. Infineon verlieren 3,2 Prozent, Siemens Energy 2,5 Prozent, Suss 4,1 Prozent, Aixtron 4,4 Prozent, ASML 3,0 Prozent oder STMicroelectronics 3,5 Prozent. Der europäische Technologie-Sektor büßt 1,8 Prozent ein.

Trotz eines sehr starken Auftragseingangs verlieren ABB mit fast 6 Prozent deutlich. Der Gewinn je Aktie hat die Erwartungen deutlich verfehlt. Auch dürfte das Papier als "KI-Aktie" verkauft werden. Schneider Electric geben ebenfalls klar um 3,1 Prozent nach, Siemens verlieren 3,4 Prozent und führen die Verliererliste im DAX an.

Als leicht positiv für das Sentiment stuft ein Händler die angeblichen Sparpläne von Eon ein. Der Versorger soll laut Manager Magazin mit Verweis auf Kreise an einem "umfassenden Spar- und Steuerungsprogramm" arbeiten. Das unter dem Namen Polaris firmierende Vorhaben solle zu Kosteneinsparungen von 20 bis 25 Prozent führen, etwa durch den Abbau von Doppelfunktionen insbesondere im Management. Eon gewinnen 1,0 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.084,07  -1,0   -60,74    6.144,81    5,1 
Stoxx-50        5.321,82  -0,7   -38,92    5.360,74    8,2 
DAX          25.078,77  -1,0  -241,00    25.319,77    2,4 
MDAX          30.152,18  -1,2  -361,08    27.039,42    -1,5 
TecDAX         3.974,84  -0,9   -36,06    3.091,28    9,7 
SDAX          17.986,96  -1,2  -223,26    13.062,07    4,7 
FTSE          10.708,39  -0,5   -56,30    10.764,69    7,8 
CAC           7.825,84  -0,5   -42,21    7.868,05    -4,0 
SMI          14.338,35  -0,2   -30,43    14.368,78    8,1 
ATX           6.422,45  -1,3   -84,09    6.506,54    20,6 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:04 
EUR/USD          1,1226  +0,1   0,0016     1,1210   1,1204 
EUR/JPY          177,52  -0,1  -0,1900     177,71  177,6100 
EUR/CHF          0,9259  -0,1  -0,0009     0,9268   0,9264 
EUR/GBP          0,8409  -0,2  -0,0017     0,8426   0,8423 
USD/JPY          158,12  -0,2  -0,3600     158,48  158,5100 
GBP/USD          1,3344  +0,3   0,0042     1,3302   1,3300 
USD/CNY          6,6787  -0,0  -0,0019     6,6806   6,6806 
USD/CNH          6,6772  -0,1  -0,0047     6,6819   6,6832 
AUS/USD          0,6994  +0,2   0,0016     0,6978   0,6975 
Bitcoin/USD      81.314,63  -0,8  -621,39    81.936,02 81.699,41 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         104,89  +1,2    1,23     103,66 
Brent/ICE         110,74  +1,1    1,19     109,55 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.120,73  -0,5   -18,94    4.139,67 
Silber           57,22  +0,2    0,14      57,09 
Platin         1.641,94  +0,1    1,69    1.640,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 20, 2026 04:18 ET (08:18 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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