DJ XETRA-SCHLUSS/Späte Erholung dank Öl - Konjunktursorgen gedämpft
DOW JONES--Gut erholt von deutlich tieferen Kursen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel verabschiedet. Dank einer Bodenbildung und am späten Nachmittag gesunkenen Ölpreisen gab der DAX nur 0,1 Prozent auf 25.30 Zähler ab. Übergeordnet richteten sich die Blick bereits auf kommende Woche und die Zinsentscheidungen von EZB und US-Notenbank.
Daneben gab nicht viel Gutes zu berichten, die Entwicklung in Frankreich und Sorgen um die Konjunktur belasteten. In Deutschland erschreckte vor allem die Explosion der Erzeugerpreise, entsprechend sandte auch der ZEW-Konjunkturindex schwache Signale. Der Inflationsdruck in Deutschland hatte sich im September massiv verschärft: Die Erzeugerpreise sprangen allein zum Vormonat um 1,9 Prozent - gegenüber dem Vorjahr wurde der Einkauf um 6,7 Prozent teurer.
Den Druck auf die Konjunktur zeigte daher auch der ZEW-Index, er fiel um 6,6 auf 28,1 Punkte zurück. Vor allem die Aussichten für den privaten Konsum verschlechtern sich weiter. Im Fokus steht nun die Berichtsaison. Nach Börsenschluss berichteten unter anderem von Michelin, Carrefour, Essilor und Deutsche Börse. Am Mittwoch folgt dann SAP.
Weiter nicht rund lief es für KI-verwandten Aktien: "Die Sorgen um die hohen Bewertungen und die Finanzierung des KI-Booms nehmen weiter zu", so CMC. Besonders deutlich zeigten dies die schweizerische ABB, die gut an der Ausrüstung von Datenzentren verdient. Hier reagierte der Markt dennoch mit kräftigen Verkäufen wegen der Gewinnentwicklung, worauf auch Siemens deutliche 2,2 Prozent verloren. Infineon hielten sich mit minus 0,9 Prozent besser.
Die Konjunktursorgen belasteten europaweit Metallwerte. Der Rohstoffsektor stellte zeitweise die schwächste Branche. In Deutschland litt Kupferkonzern Aurubis mit 4,7 Prozent Minus darunter. Ähnlich zurückhaltend war die Reaktion bei Triebwerksbauer MTU (+0,2%). Die Aktie notierte lange mit Verlusten von über 2 Prozent, obwohl ihre US-Vergleichsunternehmen RTX (Pratt & Whitney) und GE Aerospace ihre Jahresprognosen erhöht hatten.
Gewinner waren Versorgerwerte wie Eon - der Kurs gewann 2,9 Prozent. Die Gesellschaft plant laut Manager Magazin ein umfassendes Sparprogramm. Für Merck KGaA ging es dank kräftiger Gewinne im europäischen Gesundheitssektor um 1,4 Prozent höher. Deutsche Börse kletterten vor ihrer Zahlenvorlage um 0,4 Prozent. Anleger hielten eine Erhöhung der Prognose für möglich.
=== Index zuletzt* +/- % +/- % YTD DAX 25.304 -0,1 3,3 DAX-Future 25.463 +0,6 2,9 XDAX 25.342 +0,5 3,1 MDAX 30.392 -0,4 -0,7 TecDAX 4.012 +0,0 10,8 SDAX 18.183 -0,1 5,9 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 121,70 +56,0 *gerundet ===
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October 20, 2026 11:55 ET (15:55 GMT)
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