Die Neunmonatszahlen der Mensch und Maschine Software SE sieht laut SMC-Research durchwachsen ausgefallen. Während das Softwaregeschäft kräftig wachse und die Kostensenkungen zunehmend greifen, belaste das schwache Autodesk-Geschäft weiterhin die Konzernzahlen. Analyst Adam Jakubowski hält die mittelfristigen Wachstumsperspektiven dennoch für intakt und sieht ein erhebliches Kurspotenzial.
Nach Darstellung von SMC-Research zeigen die Neunmonatszahlen von Mensch und Maschine ein zweigeteiltes Bild. Auf der positiven Seite stehen ein kräftig wachsendes Softwaregeschäft, dessen Rohertrag um gut 8 Prozent und dessen EBIT um 18 Prozent zugelegt haben, eine spürbar reduzierte Kostenbasis und ein deutlich erholter operativer Cashflow. Demgegenüber habe das schwache Autodesk-Geschäft den Rohertrag im Digitalisierungssegment auch im dritten Quartal merklich belastet. Infolgedessen habe der Konzernrohertrag nach neun Monaten mit 135,0 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert gelegen, während das EBIT mit 36,9 Mio. Euro das Vorjahresniveau ebenfalls knapp verfehlt habe.
Vor diesem Hintergrund bezeichne das Unternehmen die eigene Prognose für 2026 inzwischen selbst als ambitioniert und sehe nur noch die Chance, mit einem starken Schlussquartal operativ die untere Hälfte der Zielspanne zu erreichen. SMC-Research hat seine Schätzungen deswegen leicht gesenkt und liegt nun unter Einbeziehung der Einmalkosten für die Personalreduktion knapp unterhalb des Prognosekorridors.
Dennoch sieht SMC-Research Mensch und Maschine weiterhin auf einem guten Weg und traut dem Unternehmen im vierten Quartal eine sehr deutliche Ergebnissteigerung zu. Dafür sprechen neben der schwachen Vergleichsbasis des Vorjahresquartals auch die laut Unternehmensangaben bereits im dritten Quartal weitgehend abgeklungenen Belastungen aus dem Autodesk-Geschäft sowie die zumindest bei den Sachkosten schon jetzt spürbaren Einsparungen.
Für 2027, wenn zusätzlich die Effekte der Personalreduktion voll zum Tragen kommen, sieht SMC-Research daher gute Voraussetzungen für eine Rückkehr zu dem vom Management angestrebten jährlichen Gewinnwachstum von 11 bis 19 Prozent. Dementsprechend haben die Analysten ihre Schätzungen für 2027 und die Folgejahre kaum verändert und rechnen weiterhin mit einem kontinuierlichen Wachstum und einer schrittweisen Verbesserung der Profitabilität.
Nach der Anpassung der Schätzungen sieht SMC-Research den fairen Wert der Aktie nun bei 63,00 Euro. Gegenüber dem anhaltend schwachen Börsenkurs signalisiere dies weiterhin ein erhebliches Erholungspotenzial von fast 90 Prozent. Hinzu komme eine attraktive Dividendenrendite, die sich auf Basis der Dividendenschätzung für 2026 auf 6,6 Prozent belaufe.
Allerdings zeichne sich inzwischen ab, dass Mensch und Maschine auch in diesem Jahr die eigenen Ziele möglicherweise nicht vollständig erreichen werde. Da es sich dabei um einen Wiederholungsfall handeln würde, sieht SMC-Research die zuvor exzellente Prognosesicherheit mittlerweile etwas eingeschränkt. Aus diesem Grund stuft das Researchhaus die Aktie trotz des unverändert hohen Kurspotenzials von "Strong Buy" auf "Buy" herab.
(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 21.10.2026 um 13:50 Uhr)
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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 21.10.2026 um 13:18 Uhr fertiggestellt und am 21.10.2026 um 13:30 Uhr veröffentlicht.
Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: https://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2026/10/2026-10-21-SMC-Update-MuM_frei.pdf
Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.




