Frankfurt (ots) -
Die Botschaft des neuen Berichts zur Klimaschutzlücke ist hart: Selbst alle bisher vorliegenden nationalen Klimapläne zusammen begrenzen die Erwärmung nur auf 2,6 Grad. Auch die zusätzlichen Netto-Null-Versprechen für den CO2 Ausstoß reichen nicht für 1,5. Und Unep beurteilt die Lage sogar etwas schlechter als im Vorjahr, unter anderem eben wegen des fossilen Kurses der Trump-USA. Der historisch größter Klimaeinheizer verweigert sich seiner Verantwortung.Die neue Aufgabe lautet: die Überschreitung von 1,5 Grad möglichst klein und kurz zu halten und die Temperatur bis 2100 wieder auf diese Marke oder besser noch weiter herunterzubringen. Dafür müssten die Treibhausgasemissionen bis 2035 um 45 Prozent sinken. Zusätzlich wären gigantische Mengen CO2 aus der Luft zu holen und dauerhaft zu speichern. Ob das gelingt, ist unsicher. Die spätere Reparatur ist deshalb kein Freibrief für heutige Untätigkeit.Immerhin: Der Unep Bericht ist auch eine Absage an die Resignation. Es gibt positive Signale. Seit dem Pariser Abkommen von 2015 ist die Ökostrom-Leistung global dreimal so schnell gewachsen wie erwartet, der Solarzubau sogar siebenmal so schnell. Klimapolitik wirkt, der Ausbau sauberer Technik wirkt, CO2 Preise wirken. Es fehlt an Regierungen, die diese Erfolge entschlossen vervielfachen, statt immer neue Schonfristen für das fossile Geschäftsmodell auszuhandeln.
Von Joachim Wille
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/10349/6375666
Die Botschaft des neuen Berichts zur Klimaschutzlücke ist hart: Selbst alle bisher vorliegenden nationalen Klimapläne zusammen begrenzen die Erwärmung nur auf 2,6 Grad. Auch die zusätzlichen Netto-Null-Versprechen für den CO2 Ausstoß reichen nicht für 1,5. Und Unep beurteilt die Lage sogar etwas schlechter als im Vorjahr, unter anderem eben wegen des fossilen Kurses der Trump-USA. Der historisch größter Klimaeinheizer verweigert sich seiner Verantwortung.Die neue Aufgabe lautet: die Überschreitung von 1,5 Grad möglichst klein und kurz zu halten und die Temperatur bis 2100 wieder auf diese Marke oder besser noch weiter herunterzubringen. Dafür müssten die Treibhausgasemissionen bis 2035 um 45 Prozent sinken. Zusätzlich wären gigantische Mengen CO2 aus der Luft zu holen und dauerhaft zu speichern. Ob das gelingt, ist unsicher. Die spätere Reparatur ist deshalb kein Freibrief für heutige Untätigkeit.Immerhin: Der Unep Bericht ist auch eine Absage an die Resignation. Es gibt positive Signale. Seit dem Pariser Abkommen von 2015 ist die Ökostrom-Leistung global dreimal so schnell gewachsen wie erwartet, der Solarzubau sogar siebenmal so schnell. Klimapolitik wirkt, der Ausbau sauberer Technik wirkt, CO2 Preise wirken. Es fehlt an Regierungen, die diese Erfolge entschlossen vervielfachen, statt immer neue Schonfristen für das fossile Geschäftsmodell auszuhandeln.
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