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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Geschäftszahlen von SpaceX lindern KI-Ängste

DJ MÄRKTE EUROPA/Geschäftszahlen von SpaceX lindern KI-Ängste

DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat am Mittwoch mit kräftigen Aufschlägen geschlossen. Positiv aufgenommene Geschäftszahlen von SpaceX sorgten für Erleichterung. SpaceX dürfte mit ihren Ergebnissen für das dritte Quartal dazu beitragen, die Sorgen der Anleger über eine mögliche Verlangsamung des Investitionsbooms im Bereich der künstlichen Intelligenz zu zerstreuen, hieß es bei JP Morgan. Aber nicht nur SpaceX überzeugte, auch aus anderen Sektoren legten Unternehmen überzeugende Geschäftszahlen vor. Dass die Rendite der französischen 10-jährigen Benchmarkanleihen im Tageshoch auf 5 Prozent stieg - das höchste Niveau seit 2022 -, belastete nicht.

Der DAX gewann 1,3 Prozent auf 25.645 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,4 Prozent nach oben. Der Ölpreis zeigte sich volatil, zu Börsenschluss lag der Preis für ein Barrel der Sorte Brent unverändert bei 108,84 Dollar. Im Nahostkonflikt zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Der Euro gab leicht nach auf 1,1218 Dollar.

Technologiewerte waren gesucht. Neben SpaceX hellte der Ausblick des US-Unternehmens Super Micro Computer die Stimmung der Anleger auf und drängte die Bedenken über Bewertungen, Finanzierungsbedarf und die Rendite hoher Infrastrukturinvestitionen vorerst in den Hintergrund. Super Micro Computer lieferte mit einem über den Erwartungen liegenden Umsatzausblick neue Hinweise auf eine starke Nachfrage nach KI-Computing-Infrastruktur. Die Aktien von Infineon gewannen 2 Prozent. Suss kletterten um 2,7 Prozent, ASML um 2,6 Prozent, STMicro um 2,5 Prozent, während Aixtron 2 Prozent fester schlossen. SAP stellten mit plus 3,5 Prozent den Tagesgewinner im DAX, der Softwarekonzern veröffentlichtr nachbörslich Geschäftszahlen. Nach Zahlenausweis und einem erhöhten Ausblick ging es für Jenoptik um 12,1 Prozent nach oben.

Die Papiere von Essilorluxottica haussierten mit Aufschlägen von 15,5 Prozent. Der Brillenhersteller hatte im dritten Quartal ein Umsatzwachstum verzeichnet. Getragen wurde die Entwicklung dabei von einer starken Nachfrage nach Smartbrillen, die das Unternehmen in Partnerschaft mit Meta Platforms herstellt. Hier kam es zu einem Nachfragesprung von 20 Prozent. Laut den Analysten der UBS ist der derzeitige Abschlag der Aktie gegenüber dem fairen Wert des Kerngeschäfts unberechtigt. Das margenstarke Segment für Smart Glasses und Wearables biete zusätzlich erhebliches Steigerungspotenzial. Die Aktien von Carrefour brachen dagegen um 13,8 Prozent ein. Der Einzelhändler hat eine Gewinnwarnung wegen Schäden durch die Unruhen in Frankreich abgegeben.

Adidas stachen mit einem Aufschlag on 1,7 Prozent nach starkem Zahlenausweis und angehobenem Ausblick positiv heraus. Eine überraschend starke Entwicklung im dritten Quartal hebt Adidas nach Einschätzung der DZ Bank deutlich von den Wettbewerbern ab. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum habe zwar genau den Markterwartungen entsprochen, das um Zollrückerstattungen bereinigte EBIT habe den Konsens jedoch um rund 9 Prozent übertroffen. In der Folge habe der Sportartikelkonzern auch sein Jahresziel für das EBIT heraufgesetzt.

Die Deutsche Börse hat auch für das dritte Quartal starke Geschäftszahlen vorgelegt. Das Wachstum wurde durch anhaltende strukturelle Trends getragen, aber auch durch das zyklische Marktumfeld unterstützt. Der Börsenbetreiber erhöhte das Ziel für die Anlagen von Geldbeständen und zur Verwaltung von Sicherheiten. Die Jahresprognose sei dagegen für das operative Geschäft nicht erhöht worden, so Händler kritisch. Die Titel gaben um 0,3 Prozent nach.

Druck auf Fresenius Medical Care (FMC) ging von der Meldung aus, dass das US-Gesundheitsministerium einen Reformplan für den Dialysemarkt vorgestellt hat. Ziel ist mehr Wettbewerb auf dem Markt, der stark von Davita und FMC dominiert wird. FMC fielen um 2,6 Prozent.

Qiagen schlossen praktisch unverändert bei 42,82 Euro. Ein Bloomberg-Bericht, wonach EQT mehr als 50 Dollar je Aktie bieten wolle, spielte keine große Rolle. Eine echte Überraschung sei dies nicht, da die Aktie mit solchen Übernahmegerüchten bereits seit Mai im Rally-Modus sei, hieß es im Handel.

Für Überraschung im Immobiliensektor sorgte indes die Beteiligung von Grand City mit 20 Prozent an LEG Immobilien. "Das Thema war bislang noch nicht im Markt präsent", sagte ein Händler. Die Beteiligung führe vor Augen, dass die Aktien der Branche aufgrund der globalen Zinssorgen und der Berliner Enteignungspläne mittlerweile stark unterbewertet sein könnten. Grand City legten um 5,6 Prozent zu, LEG Immobilien um 4,5 Prozent.

Die Aktien von Friedrich Vorwerk stiegen um 8,9 Prozent nach besseren Drittquartalszahlen. Der Umsatz habe sich im Jahresvergleich um 13 Prozent erhöht und damit den Erwartungen entsprochen, während das EBITDA im Jahresvergleich um 57,7 Prozent geklettert sei und damit die Schätzungen der Analysten um fast 20 Prozent übertroffen habe, hieß es bei MWB. Im Gefolge zogen MBB um 7,9 Prozent an, die Beteiligungsgesellschaft ist Ankeraktionär bei Friedrich Vorwerk. CTS Eventim stiegen mit dem Einstieg des aktivistischen Investors Ananym Capital Management um 4,1 Prozent.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.208       +1,4          +5,7 
Stoxx-50        5.410       +1,2          +8,7 
Stoxx-600        644       +0,9          +7,8 
DAX          25.645       +1,3          +3,3 
FTSE-100 London    10.733       +0,2          +8,1 
CAC-40 Paris      7.838       +1,1          -3,8 
AEX Amsterdam     1.134       +0,8         +19,2 
ATHEX-20 Athen     6.678       +1,4         +24,8 
BEL-20 Brüssel     5.620       +0,1         +10,7 
BUX Budapest     143.456       -0,1         +29,2 
OMXH-25 Helsinki    6.251       +0,6          +9,6 
OMXC-20 Kopenhagen   1.548       +1,6          -3,7 
PSI 20 Lissabon    9.331       +0,5         +12,9 
IBEX-35 Madrid    19.092       +1,2         +10,3 
FTSE-MIB Mailand   49.071       +1,2          +9,2 
OBX Oslo        2.002       +1,0         +25,3 
PX Prag        2.649       +0,5          -1,4 
OMXS-30 Stockholm   3.239       +0,2         +12,3 
WIG-20 Warschau   160.446       +1,4         +35,0 
ATX Wien        6.453       +1,8         +21,2 
SMI Zürich      14.478       +0,5          +9,1 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:19 
EUR/USD          1,1220  -0,1  -0,0016     1,1236   1,1237 
EUR/JPY          177,45  -0,2  -0,2600     177,71  177,6700 
EUR/CHF          0,9259  -0,1  -0,0007     0,9266   0,9272 
EUR/GBP          0,8381  -0,2  -0,0014     0,8395   0,8398 
USD/JPY          158,15  -0,0  -0,0100     158,16  158,1200 
GBP/USD          1,3386  +0,1  0,0008     1,3378   1,3376 
USD/CNY          6,6758  -0,0  -0,0021     6,6779   6,6779 
USD/CNH          6,6744  0,0  -0,0001     6,6745   6,6755 
AUS/USD          0,7025  +0,3  0,0023     0,7002   0,7002 
Bitcoin/USD      84.510,45  +2,1 1.739,45    82.771,00 82.506,54 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         97,15  -0,7   -0,67      97,82 
Brent/ICE         108,36  -0,4   -0,43     108,79 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.130,42  +0,1   6,08    4.124,34 
Silber           57,46  -0,9   -0,52      57,98 
Platin         1.627,05  -1,3  -21,70    1.648,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
==== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 21, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)

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