CO2-Anreicherungstechnologie soll die Kreislaufführung von Kohlenstoff in Müllverbrennungsanlagen ermöglichen
Die Kanadevia Corporation (TOKYO:7004) entwickelt seit dem Geschäftsjahr 2024 eine neue Technologie zur Müllverbrennung mit erhöhter CO2-Konzentration im Rauchgas. Ziel ist es, das bei der Müllverbrennung entstehende Kohlendioxid (CO2) aus dem Rauchgas abzutrennen und aufzufangen. Im November 2026 wird Kanadevia in der Müllverbrennungsanlage Shinagawa in Tokio erstmals weltweit den Einsatz dieser Technologie im Bereich der energetischen Abfallverwertung demonstrieren.
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Conceptual Diagram of the Technology
Mit dem Demonstrationsprojekt will Kanadevia eine innovative Technologie zur effizienten CO2-Abscheidung aus den Rauchgasen der Müllverbrennung zur Marktreife bringen. Die Pilotanlage besteht aus einer Verbrennungseinheit, die täglich zwei Tonnen Abfall verarbeiten kann, sowie einem System zur CO2-Abscheidung und -Rückgewinnung. Dabei wird die Verbrennungsluft durch Sauerstoff und zurückgeführtes Rauchgas ersetzt, sodass die CO2-Konzentration im Rauchgas auf ein Mehrfaches des bei herkömmlichen Müllverbrennungsanlagen üblichen Werts steigt. Das Projekt soll bis zum Geschäftsjahr 2030 fortgeführt werden. Die Demonstrationsanlage wurde auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage Shinagawa errichtet.
Derzeit wird CO2 in Müllverbrennungsanlagen mit energetischer Abfallverwertung (Waste-to-Energy, WtE) nicht aus dem Rauchgas abgeschieden und zurückgewonnen. Bei herkömmlichen Verfahren liegt die CO2-Konzentration im Rauchgas in der Regel bei lediglich 8 bis 15 Prozent. Die neue Technologie erhöht diesen Anteil auf 30 bis 60 Prozent und soll damit die Effizienz der CO2-Abscheidung und -Rückgewinnung unabhängig vom eingesetzten Verfahren verbessern. Das abgeschiedene CO2 kann anschließend verflüssigt oder als Ausgangsstoff für die Methanisierung genutzt werden. Auf diese Weise lässt sich der Kohlenstoff in den Kreislauf zurückführen, sodass WtE-Anlagen künftig CO2-neutral betrieben werden können. Im Vergleich zur konventionellen Abfallverbrennung kann die neue Technologie das den Systemen zur CO2-Abscheidung und -Rückgewinnung zugeführte Rauchgasvolumen auf einen Bruchteil reduzieren. Dadurch dürfte sich auch der Platzbedarf für die CO2-Abscheidung verringern im Vergleich zur Nachrüstung einer herkömmlichen WtE-Anlage mit einem entsprechenden System.
Tests im Labormaßstab haben bereits gezeigt, dass sich mehr als 90 Prozent des CO2 mit einer Reinheit von über 95 Prozent zurückgewinnen lassen. Letztlich soll das Projekt eine dauerhaft stabile CO2-Abscheiderate von mehr als 90 Prozent aus Rauchgas mit erhöhter CO2-Konzentration erreichen.
Nach der Markteinführung soll die Technologie dazu beitragen, Kohlenstoffkreisläufe in WtE-Anlagen zu ermöglichen. Neben der Stromerzeugung aus der bei der Müllverbrennung entstehenden Wärme könnten die Anlagen künftig auch CO2 abscheiden und als Rohstoff oder zur Herstellung von Kraftstoffen nutzen.
Das Demonstrationsprojekt im Überblick
Standort:: Müllverbrennungsanlage Shinagawa, Clean Authority of TOKYO (Shinagawa, Tokio)
Anlagenkapazität: Verbrennungsanlage: 2 Tonnen Abfall pro Tag
Demonstrationszeitraum: November 2026 bis März 2028
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Kanadevia Corporation
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E-Mail: kouhou@kanadevia.com




