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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA I

Ein überraschend starkes Wachstum bei Cloud-Erlösen und -Aufträgen im dritten Quartal lässt SAP zuversichtlicher für das Gesamtjahr werden. Der Walldorfer Software-Konzern seht das Cloud-Wachstum nun am oberen Ende der Prognosespanne. Der Ausblick für den operativen Gewinn, den SAP vor drei Monaten etwas gedämpft hatte, wurde bestätigt. SAP rechnet für 2026 nun mit Cloud-Erlösen am oberen Ende der Spanne von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von 23 bis 25 Prozent entspräche. Auch für die Cloud- und Softwareerlöse zusammen wird nun das obere Ende der Prognose-Bandbreite angepeilt. SAP will möglichst viele Kunden in die Cloud bringen. Der Umstieg ist von großer Bedeutung, weshalb die Anleger besonders auf Zahlen zum Cloud-Wachstum achten. Eine wichtige Kennzahl ist daher auch der sogenannte Current Cloud Backlog (CCB), der die gesicherten Aufträge auf ein Jahr beziffert. Hier erwartet SAP im Gesamtjahr weiterhin eine leichte Abschwächung gegenüber der Rate von 25 Prozent aus dem Vorjahr. Im dritten Quartal wurde jedoch das Wachstumstempo aus dem Vorquartal von währungsbereinigt 26 Prozent gehalten. Analysten hatten im Konsens von Visible Alpha ein langsameres Wachstum erwartet. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, operative Marge in Prozent, das Unternehmen bilanziert nach IFRS, berichtet aber auch Non-IFRS. Die vorliegenden Prognosen sind auf Basis von Non-IFRS):

.                BERICHTET  PROG  PROG 
3. QUARTAL           3Q26 ggVj  3Q26 ggVj  3Q25 
Operative Marge        29,5  --  29,1  --  28,3 
Umsatzerlöse         10.270 +13% 10.119 +11% 9.076 
Cloud- und Softwareerlöse   9.249 +15%  9.082 +13% 8.016 
Softwarelizenzen        147  -9%   121 -25%  161 
Softwaresupport        2.434  -5%  2.385  -7% 2.565 
Clouderlöse          6.668 +26%  6.594 +25% 5.290 
Operatives Ergebnis      3.030 +18%  2.942 +15% 2.566 
Ergebnis nach Steuern     2.171 +17%  2.069 +12% 1.852 
Ergebnis je Aktie       1,89 +19%  1,80 +13%  1,59 
Current Cloud Backlog (CCB) 24.144 +28% 23.455 +25% 18.839 
Wachstum CCB (währungsber.)  26,0  --  24,56  -- 27,00 
Free Cashflow         1.718 +36%  1.702 +34% 1.266 
 

TAGESTHEMA II

Der schwedische Finanzinvestor EQT greift nach Qiagen: Gemeinsam mit den Staats- und Pensionsfonds ADIA und CPP unterbreiten die Schweden ein freiwilliges Barübernahmeangebot für den Diagnostik- und Laborausrüster. Mit 46,50 Euro je Aktie bietet das Konsortium einen satten Aufschlag von gut 40 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vom 8. Juli und bewertet das deutsch-niederländische Unternehmen mit insgesamt 10,8 Milliarden Euro. Für Qiagen bahnt sich damit ein milliardenschwerer Abschied vom Börsenparkett an, der dem Spezialisten für molekulare Analytik laut Käufer neue Handlungsfreiheit sichern soll. In der Führungsetage stößt die Offerte auf Zustimmung: Vorstand und Aufsichtsrat von Qiagen haben die Übernahme nach eingehender Prüfung strategischer Optionen nach eigenen Angaben einstimmig gutgeheißen und empfehlen den Anteilseignern die Annahme. Das Management verspricht sich unter privater Regie jene strategischen Freiheiten, die für langfristige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben nötig ist. Die schwedischen Investoren signalisieren Verlässlichkeit und sichern zu, den etablierten Markennamen, die Standorte sowie das wissenschaftliche Fundament des Unternehmens unangetastet weiterzuführen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 CH/Galderma Group AG, Zwischenbericht 3Q

07:30 DE/Vossloh AG, Ergebnis 9 Monate

08:00 FR/Hermes International SCA, Ergebnis 3Q

08:00 GB/Barclays plc, Ergebnis 3Q

08:00 GB/London Stock Exchange Group plc (LSE), Trading Statement 3Q

08:00 GB/Relx plc, Ergebnis 9 Monate

09:00 DE/Flatexdegiro AG, Analystenkonferenz zum Ergebnis 3Q

12:00 US/Spotify Technology SA, Ergebnis 3Q

12:30 US/Honeywell International Inc, Ergebnis 3Q

13:00 US/American Airlines Group Inc, Ergebnis 3Q

13:00 US/Procter & Gamble Co, Ergebnis 1Q

13:00 US/Lockheed Martin Corp, Ergebnis 3Q

17:45 FR/Kering SA, Ergebnis 3Q

17:45 FR/Vinci SA, Umsatz 3Q

18:00 FR/L'Oreal SA, Umsatz 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- FR 
  08:45 Geschäftsklimaindex Oktober 
     PROGNOSE: 101 
     zuvor:  101 
- EU 
  16:00 Index Verbrauchervertrauen Eurozone (Vorabschätzung) Oktober 
     PROGNOSE: -17,0 
     zuvor:  -16,5 
- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 200.000 
     zuvor:  199.000 
 
  16:00 Index der Frühindikatoren September 
     PROGNOSE: -0,1% gg Vm 
     zuvor:  -0,1% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.634,00  -0,5 
E-Mini-Future S&P-500   7.741,25  -0,8 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.571,75  -1,4 
Topix (Tokio)       4.002,73  -1,0 
Hang-Seng (Hongk.)    22.979,42  -2,8 
Shanghai-Comp.       3.666,89  -1,2 
 
Mittwoch: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.645,04  +1,4 
DAX-Future    25.766,00  +1,3 
MDAX       30.650,79  +0,9 
TecDAX       4.067,76  +1,4 
SDAX       18.483,05  +1,7 
Euro-Stoxx-50   6.207,52  +1,4 
Stoxx-50      5.409,60  +1,2 
XDAX       25.606,25  -0,2 
Dow-Jones     52.856,09  +0,7 
S&P-500      7.757,17  +0,6 
Nasdaq Composite 26.702,86  +1,1 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit einem nervösen Geschäft rechnen Händler am Donnerstag an Europas Börsen. Die Hoffnungen auf einen Frieden im Nahen Osten sind wieder gedämpft, dafür rücken US-Verhandlungen mit Russland hinter dem Rücken der Ukraine in den Fokus. Die auch in Europa stark anlaufende Berichtssaison sei eine willkomene Abwechslung von den geopolitischen Unruhen, heißt es. Im Fokus stehen dazu Daten aus Frankreich, so das Verbrauchervertrauen. Nach den Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende wird hier mit schwachen Daten gerechnet, besonders nach der Gewinnwarnung der Supermarkt-Kette Carrefour. Sollte dies weitere Kreise ziehen und den breiten Konsum belasten, könnten auch Frankreichs Banken unter Druck geraten, die stärker an Konsumentenkrediten hängen als deutsche Institute. Auch die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen steht im Fokus, sie sprang am Vortag kurz über die 5-Prozent-Marke. Sorgen macht vor allem das Kreditrating Frankreichs: Am Freitagabend wird Moody's bekannt geben, ob eine weitere Abstufung erfolgt. Aktuell wird das Land bereits mit Aa3 und einem negativen Ausblick geführt. Technologie-Werte werden am Donnerstag als Gewinner erwartet, nachdem es hier an der Wall Street wieder kräftig aufwärts ging.

Rückblick: Positiv aufgenommene Geschäftszahlen von SpaceX sorgten für Erleichterung. Dass die Rendite der französischen 10-jährigen Benchmarkanleihen im Tageshoch auf 5 Prozent stieg - das höchste Niveau seit 2022 -, belastete nicht. Technologiewerte waren gesucht. Denn neben SpaceX hellte auch der Ausblick von Super Micro Computer die Stimmung auf. Infineon gewannen 2 Prozent. Suss kletterten um 2,7 Prozent, ASML um 2,6 Prozent, STMicro um 2,5 Prozent und Aixtron 2 Prozent. SAP stellten mit plus 3,5 Prozent den Tagesgewinner im DAX, der Softwarekonzern veröffentlichte nachbörslich Geschäftszahlen. Essilorluxottica haussierten um 15,5 Prozent. Der Brillenhersteller hatte im dritten Quartal von einer starken Nachfrage nach Smartbrillen profitiert. Carrefour brachen dagegen um 13,8 Prozent ein. Der Einzelhändler hat eine Gewinnwarnung wegen Schäden durch die Unruhen in Frankreich abgegeben.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fest - Adidas stachen mit einem Aufschlag on 1,7 Prozent nach starkem Zahlenausweis und angehobenem Ausblick positiv heraus. Deutsche Börse hatte starke Geschäftszahlen vorgelegt. Der Börsenbetreiber erhöhte das Ziel für die Anlagen von Geldbeständen und zur Verwaltung von Sicherheiten. Die Jahresprognose sei dagegen für das operative Geschäft nicht erhöht worden, so Händler kritisch. Die Titel gaben um 0,3 Prozent nach. Druck auf FMC (-2,6%) ging von der Meldung aus, dass das US-Gesundheitsministerium einen Reformplan für den Dialysemarkt vorgestellt hat. Ziel ist mehr Wettbewerb auf dem Markt. Qiagen schlossen praktisch unverändert bei 42,82 Euro. Ein Bericht, wonach EQT mehr als 50 Dollar je Aktie bieten wolle, spielte keine große Rolle. Eine echte Überraschung sei dies nicht, da die Aktie mit solchen Übernahmegerüchten bereits seit Mai im Rally-Modus sei, hieß es. Nach Zahlenausweis und einem erhöhten Ausblick ging es für Jenoptik um 12,1 Prozent nach oben. Grand City beteiligt sich mit 20 Prozent an LEG Immobilien. Grand City legten um 5,6 Prozent zu, LEG Immobilien um 4,5 Prozent. Friedrich Vorwerk stiegen um 8,9 Prozent nach starken Drittquartalszahlen. Im Gefolge zogen MBB um 7,9 Prozent an, die Beteiligungsgesellschaft ist Ankeraktionär bei Vorwerk. CTS Eventim stiegen mit dem Einstieg des aktivistischen Investors Ananym um 4,1 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Aktien von Flatexdegiro stiegen im nachbörslichen Handel am Mittwoch um rund 1,5 Prozent. Das Unternehmen hat im dritten Quartal von der Handelsfreude der Kunden und einem höheren Zinsergebnis profitiert. Die Aktien von Leifheit gaben dagegen um 3,6 Prozent nach mit der gesenkten Jahresprognose.

USA - AKTIEN

Freundlich - Händler sprachen von einer Mischung aus starken Unternehmenszahlen und Optimismus im Vorfeld der Quartalszahlen großer Technologiekonzerne. Tesla, Meta Platforms, Texas Instruments und IBM legten nach Börsenschluss Geschäftszahlen vor. Denn KI blieb das beherrschende Thema. Zur positiven Stimmung im Technologiesektor trugen SpaceX und Tesla bei. Hauptgesellschafter Elon Musk erklärte, seine beiden Unternehmen prüften eine mögliche Megafusion. Darüber hinaus trug SpaceX mit starken Drittquartalszahlen dazu bei, dass sich Sorgen über eine mögliche Verlangsamung des Investitionsbooms bei KI zerstreuten, wie JPM urteilte. SpaceX hoben um 7,8 Prozent ab, Tesla zogen um 3,4 Prozent an. Anteil an der positiven Stimmung hatte auch Super Micro Computer; deren Kurs schoss um 9.6 Prozent nach oben. Die Geschäftszahlen lagen über der eigenen Prognose. Netflix fielen um 5,3 Prozent, nachdem der Streaming-Dienst eine enttäuschende Umsatzprognose abgegeben hatte. Bei AT&T (-6,5%) enttäuschte laut Händlern der Zuwachs an profitablen Mobilfunkvertragskunden.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- 
2 Jahre       4,82 +0,04 
10 Jahre      5,15 +0,03 
 

Die Renditen von Staatsanleihen stiegen leicht, da die Rally in risikoreicheren Bereichen des Aktienmarktes die Attraktivität des Rentenmarktes als sicherer Hafen verringerte, hieß es. Die Auktion 20-jähriger US-Staatsanleihen am Mittwoch hat eine schwächere Nachfrage als erwartet gezeigt.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:31 
EUR/USD     1,1242  +0,1   0,0010     1,1232   1,1225 
EUR/JPY     177,19  -0,2  -0,4300    177,6200  177,4100 
EUR/CHF     0,9245  -0,2  -0,0014     0,9259   0,9259 
EUR/GBP     0,8389  +0,1   0,0005     0,8384   0,8379 
USD/JPY     157,6  -0,3  -0,5300    158,1300  158,0400 
GBP/USD     1,3397  +0,0   0,0003     1,3394   1,3390 
USD/CNY     6,6742  -0,0  -0,0016     6,6758   6,6758 
USD/CNH     6,6735  0,0  -0,0002     6,6737   6,6749 
AUS/USD     0,7016  -0,2  -0,0011     0,7027   0,7029 
Bitcoin/USD 82.871,19  -2,1 -1.764,78    84.635,97 84.436,63 
 

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach oben. Der Euro zeigte sich mit leichten Abgaben, da die Renditen französischer Staatsanleihen Mehrjahreshöchststände erreichten, was Sorgen über die Finanzen der Europäischen Union aufwarf. Im asiatischen Handel am Donnerstag holt die Gemeinschaftswährung die Verluste allerdings wieder auf.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle   zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.088,38  -1,3  -52,00    4.140,38 
Silber    56,19  -3,1   -1,78      57,97 
Platin   1.594,40  -2,1  -34,01    1.628,41 
 

Der Goldpreis zeigte sich mit leichten Gewinnen. Der Preis für die Feinunze kletterte um 0,2 Prozent auf 4.131 Dollar.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   98,90  +1,8   1,75      97,15 
Brent/ICE  111,15  +2,1   2,33     108,82 
 

Brent stagnierte pro Fass bei 108,82 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostete nach den Kapriolen rund um den Verfallstag nun wieder unter 100 Dollar das Barrel. Der Markt bewege sich zwischen Hoffen und Bangen im Hinblick auf eine Verständigung der Kriegsparteien USA und Iran, hieß es. Irans Außenminister Abbas Araghtschi warb in Verhandlungen mit den USA weiter für eine diplomatische Lösung. Die Aussagen drückten die Preise etwas. Da sich die Rohöllagerbestände in den USA in der Vorwoche deutlich stärker als erwartet verringert hatten, kamen die Ölpreise von den Tagestiefs zurück.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

GELDPOLITIK SÜDKOREA

Südkoreas Zentralbank hat ihren Leitzins am Donnerstag nach zwei Erhöhungen in Folge unverändert gelassen. Sie signalisierte jedoch eine weitere Straffung, da das starke Wachstum und die Inflation über dem Zielwert anhalten. Die Bank of Korea beließ ihren siebentägigen Reposatz als Benchmark bei 3,00 Prozent, nachdem sie ihn im Juli und August angehoben hatte. Die einstimmige Entscheidung entsprach den Erwartungen der Ökonomen. Die meisten von ihnen prognostizieren eine weitere Erhöhung im November.

EUROPÄISCHER AUTOMARKT

Der europäische Automarkt hat im September dank einer anhaltend starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ein zweistelliges Prozentwachstum verzeichnet. Wie die europäische Herstellervereinigung Acea mitteilte, stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU, der Freihandelszone Efta und in Großbritannien um 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf rund 1,36 Millionen Fahrzeuge. Für die ersten neun Monate des Jahres (Januar bis September) stand mit insgesamt 10,56 Millionen Autos ein Absatzplus von 6,3 Prozent zu Buche.

SARTORIUS

Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                   BERICHTET  PROG PROG 
3. QUARTAL              3Q26 ggVj  3Q26 ggVj 3Q25 
Umsatz                926 +10%  899  +7%  843 
EBITDA bereinigt           280 +13%  269  +9%  247 
EBITDA-Marge bereinigt        30,2  --  29,9  -- 29,3 
Erg nach Steuern/Dritten bereinigt   88 +17%   84 +12%  75 
Ergebnis je Vorzugsaktie bereinigt  1,27 +18%  1,21 +12% 1,08 
 

FLATEXDEGIRO

hat im dritten Quartal von der Handelsfreude der Kunden und einem höheren Zinsergebnis profitiert. Für das laufende Jahr erwartet Flatexdegiro weiterhin ein Gewinnwachstum von 25 bis 43 Prozent gegenüber Vorjahr auf 200 bis 230 Millionen Euro. Der Umsatz soll um 16 Prozent auf rund 650 Millionen Euro steigen. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten veröffebntlicht (Angaben in Millionen Euro, Bilanzierung nach IFRS):

.          BERICHTET PROG PROG 
3. QUARTAL     3Q26 ggVj 3Q26 ggVj 3Q25 
Umsatz        150 +14%  155 +17%  132 
Provisionserträge   89  +6%  94 +11%  85 
Zinserträge      56 +33%  54 +29%  42 
Betriebsergebnis   71 +23%  72 +26%  58 
Konzernergebnis    50 +29%  52 +32%  39 
 

RENK

verkauft sein Gleitlagergeschäft an das österreichische Industrie- und Technologieunternehmen Miba. Das zivile Geschäft von Marine & Industry bleibt von der Transaktion unberührt, wie das MDAX-Unternehmen mitteilte. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

KUEHNE + NAGEL

hat die Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben. Zuvor waren die Ergebnisse des Konzerns im dritten Quartal auf breiter Front gestiegen. Das Unternehmen teilte mit, dass die Nachfrage von Kunden aus den Bereichen Cloud-Infrastruktur und Halbleiter das Mengenwachstum antreibe. Das Unternehmen meldete einen Sprung des Nettoumsatzes um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 7,39 Milliarden Franken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg unterdessen um 53 Prozent auf 435 Millionen Franken.

NESTLE

hat für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg verbucht. Der Konsumgüterkonzern profitierte von einer Erholung seines Tiernahrungs- und Snackgeschäfts in Amerika. Der Nahrungsmittelkonzern meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 22,76 Milliarden Schweizer Franken, was 27,61 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Umsatz wuchs organisch um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das organische Umsatzwachstum von Nestle übertraf die vom Unternehmen zusammengestellten Analystenerwartungen von 3,4 Prozent für das Quartal. Auch der Gesamtumsatz lag über den Erwartungen von 22,49 Milliarden Franken.

ROCHE

hat für das dritte Quartal einen höheren Umsatz ausgewiesen. Grund hierfür war das Wachstum in den Sparten Pharma und Diagnostik. Der Pharmakonzern arbeitet derzeit daran, die Zulassung für seine neuen Tabletten gegen Brustkrebs und Multiple Sklerose zu erhalten. Wie der Konzern mitteilte, belief sich der Umsatz im dritten Quartal auf 16,13 Milliarden Schweizer Franken (19,57 Milliarden US-Dollar). Im Vorjahreszeitraum hatte dieser bei 14,92 Milliarden Franken gelegen. Von Visible Alpha befragte Analysten hatten für das Quartal einen Umsatz von 15,78 Milliarden Franken prognostiziert. Roche teilte mit, dass der Umsatz ohne Berücksichtigung von Wechselkursveränderungen um 7 Prozent gestiegen sei. Zuwächse seien dabei sowohl in der Pharma- als auch in der Diagnostiksparte verzeichnet worden.

THALES

hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr angehoben, da die Aufträge in den Sparten Verteidigung und Luft- und Raumfahrt in den ersten neun Monaten stark gestiegen sind. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hatte zuvor für das laufende Jahr mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen 6 Prozent und 7 Prozent gerechnet. Diese viel beachtete Kennzahl zeigt die Entwicklung bei konstanten Konsolidierungs- und Wechselkursen. Thales teilte mit, dass das Wachstum nun am oberen Ende dieser Spanne oder potenziell sogar darüber liegen dürfte.

META PLATFORMS

Ein Gericht in New Mexico hat den Konzern zu einer Zahlung von 25 Milliarden US-Dollar an den Bundesstaat verurteilt. Vor einigen Wochen hatte eine Jury das Unternehmen für schuldig befunden, Nutzer über seine Datenschutzpraktiken getäuscht zu haben. Das Unternehmen meldete für das dritte Quartal einen Rekordumsatz und kündigte an, eine neue Gattung stimmrechtsloser Aktien zu schaffen, um das für die Entwicklung und Bereitstellung von KI-Modellen benötigte Kapital zu beschaffen.

TESLA

verzeichnete im dritten Quartal einen stagnierenden Umsatz, aber einen überraschend positiven freien Cashflow trotz seiner hohen Investitionen in KI und Robotik. Der Umsatz stagnierte im Vergleich zum Vorjahr bei 28 Milliarden Dollar, während der bereinigte Nettogewinn um 4 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar sank. Das Segment "Service und Sonstiges" von Tesla war der Wachstumsmotor, da das Kerngeschäft mit Automobilen und Energiespeichern Umsatzrückgänge von 3 Prozent beziehungsweise 16 Prozent verzeichnete.

TEXAS INSTRUMENTS

hat im dritten Quartal dank eines breit abgestützten Wachstums, das von den Bereichen Industrie, Automobil und Rechenzentren angeführt wurde, einen höheren Gewinn und Umsatz erzielt.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

October 22, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

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