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MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - Technologiewerte belasten

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - Technologiewerte belasten

DOW JONES--Europas Börsen bleiben am Donnerstagmittag unter Abgabedruck. Neuer Druck kommt aus dem Technologiesektor. Durchwachsen ausgefallene Quartalszahlen von US-Technologieunternehmen können die Bedenken im Hinblick auf die Rentabilität der hohen KI-Investitionen nicht dämpfen. Daneben zieht der Ölpreis wieder kräftig an; Brent kostet wieder mehr als 111 Dollar das Fass. Im Handel wird auf Medienberichte verwiesen, laut denen USA und Israel Pläne an neuen Angriffsplänen auf den Iran nach den Zwischenwahlen arbeiteten. Auch halten die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien an. Zudem ist die Rendite der französischen 10-jährigen Benchmarkanleihen wieder über 5 Prozent gestiegen.

Der DAX sinkt um 0,9 Prozent auf 25.408 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,6 Prozent nach unten. Positiv aus Marktsicht ist der Renditerückgang der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe um 8 Basispunkte auf 5,07 Prozent. An den Devisenmärkten gibt der Euro leicht nach auf 1,1219 Dollar.

Am Kassamarkt springen die 10-jährigen französischen Renditen bei Staatsanleihen über die gefürchtete 5-Prozentmarke auf 5,09 Prozent. Der Rendite-Spread zu deutschen Bundesanleihen legt auf 164 Basispunkten zu. Wie die Deutsche Bank anmerkt, wurde der Rekord-Spread zwischen beiden Anleihen im November 2011 im Rahmen der Eurozonen-Schuldenkrise mit 189 Bp erreicht. Fundamentale Sorgen macht die anstehende Neubewertung des Ratings von Frankreich durch die Agentur Moody's am Freitagabend. Hier könnte eine Abstufung drohen.

Der europäische Technologiesektor verliert 1,6 Prozent. Teilnehmer verweisen auf die negativen Vorgaben aus Asien, wo sich vor allem Halbleiter- und KI-Werte mit kräftigen Verlusten zeigten. Durchwachsen ausgefallene Quartalszahlen von US-Technologieunternehmen nähren zudem neue Sorgen wegen der hohen KI-Investitionen. Während bei Tesla die Investitionsprognose gesenkt wurde, wurde sie bei Meta Platforms angehoben. Der Halbleiterausrüster Lam Research wartete mit einer schwächer als erwartet ausgefallenen Gewinnprognose auf. Die Aktien von Infineon geben um 2,5 Prozent nach, die Papiere von ASML und STMicro fallen bis zu 3,5 Prozent.

Bei den Einzelwerten geht es für die SAP-Aktie um 0,5 Prozent nach unten. Als "sehr ordentlich" werden die Geschäftszahlen des Softwarekonzerns im Handel kommentiert. Im Cloud-Geschäft konnten die Erwartungen leicht übertroffen werden, und der Ausblick wird wieder optimistischer. Die Prognose für die Cloud-Erlöse 2026 wird am oberen Rand der bisher genannten Spanne von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro gesehen. Kritisch sehen die Analysten von Baader hingegen die mangelnde Transparenz bezüglich des konkreten Beitrags von Künstlicher Intelligenz. SAP veröffentliche bislang keine genauen Kennziffern zu KI-generierten Umsätzen oder dem KI-Anteil am Auftragsbestand. Nach Ansicht des Analysehauses muss SAP im kommenden Jahresbericht konkrete Daten liefern, um den Bewertungsabschlag der Aktie abzubauen.

Der schwedische Finanzinvestor EQT greift nach Qiagen: Gemeinsam mit den Staats- und Pensionsfonds ADIA und CPP unterbreiten die Schweden ein freiwilliges Barübernahmeangebot für den Diagnostik- und Laborausrüster. Mit 46,50 Euro je Aktie bietet das Konsortium einen Aufschlag von gut 40 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vom 8. Juli und bewertet Qiagen mit insgesamt 10,8 Milliarden Euro. Die Qiagen-Aktie gewinnt 5,4 Prozent auf 45,14 Euro.

Sartorius hat in den ersten neun Monaten mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und der anhaltend positiven Entwicklung der relevanten Endmärkte bestätigt der Vorstand seine Gesamtjahresprognose für den Konzern und die Sparte Bioprocess Solutions. Die Titel steigen um 1,2 Prozent.

Für Flatexdegiro geht es um 3,1 Prozent nach unten. Die Ergebnisse für das dritte Quartal lägen leicht unter den Erwartungen, heißt es von der Deutschen Bank. Vossloh (+1,4%) ist bei erstmals vollständiger Einbeziehung von VTT Europa in den ersten neun Monaten um 19,6 Prozent gewachsen. Der Bahntechnikkonzern bestätigte die im Sommer gesenkte Jahresprognose. Nach einer Gewinnwarnung verlieren Krones 5 Prozent.

Quartalszahlen gibt es auch aus der Schweiz. Als "überraschend stark" bezeichnen Händler die Geschäftszahlen von Nestle zum dritten Quartal. "Gerade am Derivatemarkt war man deutlich skeptischer und ist stark abgesichert in die Zahlen gegangen", sagt ein Händler. Nestle gewinnen 1,3 Prozent. Roche (-1,3%) zeigt dagegen enttäuschende bereinigte Umsatztrends, und das Update des Schweizer Pharmakonzerns für das dritte Quartal dürfte Fragen zu seinem Wachstumskurs im nächsten Jahr aufwerfen, heißt es bei Jefferies.

Kräftig im Minus mit 7,7 Prozent liegen die Aktien von Hermes. Es zeigt sich weiter keine Erholung in China, entsprechend schwächte sich das Umsatzwachstum ab. Der Erlös legte im dritten Quartal um 4,3 Prozent zu, während Analysten Raten von über 5 Prozent erwartet hatten. Auch für Kering wird dies als schlechtes Omen gesehen. Der Konzern legt am Abend seine Geschäftszahlen vor - der Kurs fällt um 2,8 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.109,89  -1,6   -97,63    6.207,52    5,5 
Stoxx-50        5.361,06  -0,9   -48,54    5.409,60    9,0 
DAX          25.407,68  -0,9  -237,36    25.645,04    3,7 
MDAX          30.206,15  -1,5  -444,64    27.039,42    -1,3 
TecDAX         4.053,48  -0,4   -14,28    3.091,28    11,9 
SDAX          18.303,09  -1,0  -179,96    13.062,07    6,6 
FTSE          10.708,38  -0,4   -44,50    10.752,88    7,8 
CAC           7.815,55  -1,3  -106,13    7.921,68    -4,1 
SMI          14.500,99  -0,4   -51,40    14.552,39    9,3 
ATX           6.402,11  -2,5  -163,59    6.565,70    20,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:31 
EUR/USD          1,1202  -0,3  -0,0030     1,1232   1,1225 
EUR/JPY          175,69  -1,1  -1,9300     177,62  177,4100 
EUR/CHF          0,9201  -0,6  -0,0058     0,9259   0,9259 
EUR/GBP          0,838  -0,1  -0,0004     0,8384   0,8379 
USD/JPY          156,83  -0,8  -1,3000     158,13  158,0400 
GBP/USD          1,3366  -0,2  -0,0028     1,3394   1,3390 
USD/CNY          6,6733  -0,0  -0,0025     6,6758   6,6758 
USD/CNH          6,6729  -0,0  -0,0008     6,6737   6,6749 
AUS/USD          0,7001  -0,4  -0,0026     0,7027   0,7029 
Bitcoin/USD      81.970,49  -3,2 -2.665,48    84.635,97 84.436,63 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         98,86  +1,8    1,71      97,15 
Brent/ICE         111,88  +2,8    3,06     108,82 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.072,58  -1,6   -67,80    4.140,38 
Silber           55,75  -3,8   -2,22      57,97 
Platin         1.584,40  -2,7   -44,01    1.628,41 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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October 22, 2026 07:16 ET (11:16 GMT)

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