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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Volvo Car brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Volvo Car brechen ein

DOW JONES--Die Notierungen an den europäischen Aktienmärkten geben am Freitag im frühen Geschäft weiter nach. Die Börsen stehen gleich von mehreren Seiten unter Druck. Öl der Sorte Brent notiert bei 114 Dollar das Fass angesichts angeblich neuer US-israealischer Angriffspläne auf den Iran. Zugleich setzen die Huthis der saudischen Energieinfrastruktur weiter zu. Die hohen Energiepreise werden laut QC Partners zum immer größeren Risiko für die globale Konjunktur und damit für die Unternehmensgewinne.

Daneben belasten negative Sektorvorgaben aus dem Technologie- bzw KI-Bereich. Wiedererwachte Sorgen wegen der hohen KI-Investitionspläne drücken auf das Sentiment, an der Wall Street führten Meta die Verliererliste der Hyperscaler an. SK Hynix hat die Pläne für den Börsengang seiner Speicherchip-Sparte in den USA erst einmal auf Eis gelegt. Für Techwerte geht es europaweit um 0,9 Prozent nach unten.

Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 25.224 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,5 Prozent auf 6.056 Punkte nach unten. Der Euro gibt leicht nach zum Dollar und fällt auf 1,1198. Nach den Abgaben vom Vortag zeigt sich Gold stabil erneut mit leichten Verlusten, die Feinunze verliert 0,3 Prozent auf 4.013 Dollar. Mit den höheren Energiepreisen sind Öltitel gesucht: BP gewinnen 1,9 Prozent und Totalenergies 1,7 Prozent. Eni (+3,0%) hat zudem gute Geschäftszahlen vorgelegt.

Mit Blick auf Europa stehen weiter die Turbulenzen am französischen Anleihemarkt im Fokus. Mit 169 Basispunkten liegt die Zinsdifferenz zwischen französischen und deutschen 10-jährigen Benchmarkanleihen auf einem Niveau wie zu Zeiten der Schuldenkrise. Spannend wird vor diesem Hintergrund die Bonitätsüberprüfung Frankreichs durch Moody's am Abend. Kein positives Signal senden die französischen Einkaufsmanagerindex, der im Oktober unter die Expansionsschwelle von 50 gefallen ist.

Zugleich ist die Rendite der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe auf 4,97 Prozent zurückgefallen. Im Prinzip positiv für die Börsen sind die niedrigeren Marktzinsen hier aber vielmehr Ausdruck einer Flucht in den "sicheren" Anleihehafen. Dabei ist das Inflationsgespenst nicht gebannt. Japans Verbraucherinflation hat im September angezogen. Dies stützt die Argumente für die japanische Zentralbank, die Zinssätze bis zum Jahresende erneut anzuheben.

Auch die Unternehmenszahlen überzeugen nicht wirklich. Die Drittquartalszahlen von Kering haben die Erwartungen verfehlt. Ursächlich hierfür ist laut Bernstein die schwache Entwicklung der Kernmarke Gucci. Hier fielen die Umsätze um 6 Prozent, und damit 270 Basispunkte mehr als unter dem öffentlich zugänglichen Bloomberg-Konsens von minus 3,3 Prozent. Kering brechen um 11,6 Prozent, im Gefolge geben LVMH um 1,6 Prozent nach.

Dagegen haben die Umsätze von Vinci (-0,9%) im dritten Quartal laut JP Morgan mit 20,4 Milliarden Euro auf vergleichbarer Basis die Schätzungen um 2,4 Prozent geschlagen. Alle Sparten außer Vinci Immobilier haben die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch Holcim hat überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt. Die Aktie kann hiervon profitieren und steigt um 5,5 Prozent.

Atoss Software hat gute Zahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht, so Jefferies. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um rund 11 Prozent auf 52,6 Millionen Euro gestiegen, was weitgehend dem Visible-Alpha-Konsens von 53,1 Millionen Euro entspreche. Das Unternehmen habe trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin ein robustes Wachstum gezeigt. Für die Aktie geht es dennoch um 3,9 Prozent nach unten.

Die Ergebnisse von Volvo Car für das dritte Quartal sind laut Bernstein sehr schwach. Das sollte aber kaum überraschen, da das Unternehmen die Jahresprognose bereits Anfang des Monats zurückgezogen habe. Dem Mittelabfluss von knapp 9 Milliarden Schwedischen Kronen im Quartal und 24 Milliarden seit Jahresbeginn stehe die frühere Prognose eines positiven freien Cashflows für das Gesamtjahr gegenüber. Die Aktie bricht um fast 30 Prozent ein.

Das bereinigte organische Umsatzswachstum von L'Oreal (+3,4%) im dritten Quartal hat mit 7,7 Prozent laut JP Morgan die Konsenserwartungen von 5,4 Prozent klar übertroffen. Das Quartal habe von vorgezogenen Auslieferungen an den Handel profitiert, was das Management dazu veranlasst habe, für das vierte Quartal eine nur moderate Outperformance in Aussicht zu stellen. Die Analysten haben ihre Wachstums-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 leicht auf 6,5 Prozent angehoben.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.055,51  -0,5   -31,50    6.087,01    4,6 
Stoxx-50        5.317,41  -0,6   -30,70    5.348,11    8,1 
DAX          25.224,27  -0,6  -147,48    25.371,75    3,0 
MDAX          30.012,64  -0,2   -73,23    27.039,42    -2,0 
TecDAX         4.042,39  -0,4   -18,04    3.091,28    11,6 
SDAX          18.144,76  -0,3   -53,84    13.062,07    5,6 
FTSE          10.690,71  -0,3   -34,32    10.725,03    7,6 
CAC           7.751,24  -0,8   -60,02    7.811,26    -4,9 
SMI          14.466,13  -0,6   -81,84    14.547,97    9,0 
ATX           6.270,93  +0,1    6,98    6.263,95    17,7 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:42 
EUR/USD          1,1198  -0,1  -0,0016     1,1214   1,1205 
EUR/JPY          175,82  +0,0   0,0100     175,81  176,0800 
EUR/CHF          0,9215  +0,2   0,0015     0,9200   0,9221 
EUR/GBP          0,8371  +0,0   0,0001      0,837   0,8378 
USD/JPY          156,99  +0,2   0,2300     156,76  157,1300 
GBP/USD          1,3376  -0,2  -0,0023     1,3399   1,3370 
USD/CNY          6,6708  -0,1  -0,0037     6,6745   6,6746 
USD/CNH          6,6708  -0,0  -0,0018     6,6726   6,6740 
AUS/USD          0,702  +0,0   0,0001     0,7019   0,7015 
Bitcoin/USD      81.520,29  +0,4   327,87    81.192,42 81.531,50 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         100,75  +1,3    1,28      99,47 
Brent/ICE          114  +0,7    0,83     113,17 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.013,36  -0,3   -10,62    4.023,98 
Silber           53,87  -1,2   -0,66      54,53 
Platin         1.558,68  -0,7   -11,57    1.570,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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October 23, 2026 04:06 ET (08:06 GMT)

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Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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