Remagen (ots) -
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie gewinnt den aktuellen Pressestellentest des prmagazins vor Wolff & Müller. Die Gesamtbilanz fällt allerdings ernüchternd aus. Viele Unternehmen halten sich mit konkreten Auskünften zurück.
Die Testfragen drehten sich darum, wie sich die Auftragsbestände der Bauunternehmen und deren Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen entwickelt haben. Außerdem ging es um die Frage, wo sich das Sondervermögen des Bundes bereits bemerkbar macht und welche Hürden verhindern, dass die angekündigten Milliarden zügig in konkrete Bauprojekte fließen.
Der Test offenbart ein grundlegendes Problem: Zwar sind auf den Websites der meisten Bauunternehmen Ansprechpartner für Journalisten zu finden, und auch der Erstkontakt funktioniert meist. Viele Pressestellen liefern jedoch entweder gar keine oder nur unzureichende Informationen. Vor allem belastbare Zahlen und fundierte Einschätzungen bleiben häufig Mangelware. Das schlägt sich in den besonders hoch gewichteten Kategorien "Umfang" und "Qualität der Auskunft" nieder. Ausgerechnet in einer Phase, in der Milliardeninvestitionen die Zukunft der Branche prägen könnten, hält die Pressearbeit vieler Unternehmen nicht Schritt.
Von den zwölf Testkandidaten erhält nur der Branchenverband die Bestnote "Erstklassig" (183 von 200 gewichteten Punkten). Nach zwei erfolglosen Kontaktversuchen des Testers rief Britta Frischemeyer, Stabsstellenleiterin Presse und Kommunikation, zurück und organisierte ein Hintergrundgespräch mit Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. In einer halben Stunde beantwortete er sämtliche Fragen, lieferte Zahlen, erklärte Zusammenhänge und ordnete die Lage der Branche fundiert ein.
Auch Wolff & Müller (https://www.wolff-mueller.de/) überzeugt mit 178 Punkten und der Note "Sehr gut". Bernard Schüler von der betreuenden Agentur Communication Consultants hielt den prmagazin-Tester auf dem Laufenden, lieferte telefonisch Hintergrundinformationen und kurz vor der Deadline vollständige Antworten mit Zahlen und Einschätzungen. Im Vergleich zum Testsieger hätten die Antworten stellenweise noch stärker in die Tiefe gehen können.
Vinci (151 Punkte) und Implenia (150,5 Punkte) erreichen die Note "Gut". Vinci beantwortete drei der vier Fragen. Konkrete Unternehmenszahlen fehlten. Dafür lieferte die Pressestelle Branchenwerte zur Einordnung und überzeugte bei den Einschätzungsfragen. Implenia wiederum ließ den Tester zunächst lange auf eine Rückmeldung warten, beantwortete schließlich aber sämtliche Fragen kurz und dennoch substanziell.
Ab Rang fünf sinkt das Niveau deutlich. Goldbeck (134,5 Punkte) und Hochtief (129 Punkte) kommen nur noch auf das Prädikat "Akzeptabel". Während Goldbeck immerhin ein Zitat des geschäftsführenden Gesellschafters Jan-Hendrik Goldbeck lieferte, verwies Hochtief weitgehend auf bereits vorhandene Dokumente, ohne diese näher einzuordnen. Strabag erreicht mit 118 Punkten lediglich das Prädikat "Verbesserungswürdig". Die Antworten fielen äußerst dürftig aus.
Die untere Hälfte des Rankings zeigt besonders deutlich, woran es vielen Pressestellen mangelt: an der Bereitschaft, konkrete Auskünfte zu erteilen. Max Bögl (96,5 Punkte) verweigerte eine eigene Stellungnahme und verwies auf den Branchenverband. Porr (95,5 Punkte) beantwortete lediglich zwei der vier Fragen - und das nur mit einem knappen, allgemein gehaltenen Zitat. Beide Unternehmen schneiden mit "Reformbedürftig" ab.
Noch schlechter sieht es am Tabellenende aus. Zech Bau (58,5 Punkte), Eiffage Infra-Bau (31,5 Punkte) und Leonhard Weiss (30,5 Punkte) erhalten das Prädikat "Katastrophal". Bei Zech Bau war der Kommunikationsleiter zunächst telefonisch erreichbar, ließ die anschließende Anfrage aber unbeantwortet. Bei Eiffage Infra-Bau bestätigte die Telefonzentrale die Weiterleitung der Anfrage, doch Antworten auf die Testfragen blieben aus. Leonhard Weiss sagte am letzten Testtag ab, ohne Gründe zu nennen.
Der vollständige Pressestellentest erscheint in der Oktober-Ausgabe 2026 (https://prmagazin.de/oktober-ausgabe-2026/) des prmagazins.
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Über den Pressestellentest
Im Pressestellentest stellt das prmagazin seit dem Jahr 2003 die Pressearbeit von Unternehmen und Organisationen auf die Probe. In die Bewertung fließen - unterschiedlich gewichtet - fünf Kriterien ein: Kontaktservice auf der Homepage, Erreichbarkeit, Antwortgeschwindigkeit sowie Umfang und Qualität der Auskunft. Es handelt sich um ein One-Shot-Verfahren. Details zu den Testkriterien und zur Punktegewichtung finden Sie unter https://prmagazin.de/pressestellentest.
Über das prmagazin
Das prmagazin ist die führende Fachzeitschrift für die Kommunikationsbranche im deutschsprachigen Raum. Es liefert monatlich aktuelle Nachrichten, Analysen, Hintergrundberichte und kommunikationswissenschaftliche Forschungsergebnisse zu PR-Strategien, Kampagnen, Trends und Personalien. Kernzielgruppe sind Kommunikationsprofis in Unternehmen und Organisationen, PR-Agenturen, Wissenschaft & Ausbildung sowie Journalisten. Das prmagazin erscheint im 56. Jahrgang im Medienhaus Rommerskirchen. https://prmagazin.de
Pressekontakt:
Christina Ullrich
Verantwortliche Redakteurin prmagazin
Telefon: +49 2228 931-123
E-Mail: ullrich@rommerskirchen.com
Original-Content von: prmagazin, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/53039/6376702
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie gewinnt den aktuellen Pressestellentest des prmagazins vor Wolff & Müller. Die Gesamtbilanz fällt allerdings ernüchternd aus. Viele Unternehmen halten sich mit konkreten Auskünften zurück.
Die Testfragen drehten sich darum, wie sich die Auftragsbestände der Bauunternehmen und deren Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen entwickelt haben. Außerdem ging es um die Frage, wo sich das Sondervermögen des Bundes bereits bemerkbar macht und welche Hürden verhindern, dass die angekündigten Milliarden zügig in konkrete Bauprojekte fließen.
Der Test offenbart ein grundlegendes Problem: Zwar sind auf den Websites der meisten Bauunternehmen Ansprechpartner für Journalisten zu finden, und auch der Erstkontakt funktioniert meist. Viele Pressestellen liefern jedoch entweder gar keine oder nur unzureichende Informationen. Vor allem belastbare Zahlen und fundierte Einschätzungen bleiben häufig Mangelware. Das schlägt sich in den besonders hoch gewichteten Kategorien "Umfang" und "Qualität der Auskunft" nieder. Ausgerechnet in einer Phase, in der Milliardeninvestitionen die Zukunft der Branche prägen könnten, hält die Pressearbeit vieler Unternehmen nicht Schritt.
Von den zwölf Testkandidaten erhält nur der Branchenverband die Bestnote "Erstklassig" (183 von 200 gewichteten Punkten). Nach zwei erfolglosen Kontaktversuchen des Testers rief Britta Frischemeyer, Stabsstellenleiterin Presse und Kommunikation, zurück und organisierte ein Hintergrundgespräch mit Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. In einer halben Stunde beantwortete er sämtliche Fragen, lieferte Zahlen, erklärte Zusammenhänge und ordnete die Lage der Branche fundiert ein.
Auch Wolff & Müller (https://www.wolff-mueller.de/) überzeugt mit 178 Punkten und der Note "Sehr gut". Bernard Schüler von der betreuenden Agentur Communication Consultants hielt den prmagazin-Tester auf dem Laufenden, lieferte telefonisch Hintergrundinformationen und kurz vor der Deadline vollständige Antworten mit Zahlen und Einschätzungen. Im Vergleich zum Testsieger hätten die Antworten stellenweise noch stärker in die Tiefe gehen können.
Vinci (151 Punkte) und Implenia (150,5 Punkte) erreichen die Note "Gut". Vinci beantwortete drei der vier Fragen. Konkrete Unternehmenszahlen fehlten. Dafür lieferte die Pressestelle Branchenwerte zur Einordnung und überzeugte bei den Einschätzungsfragen. Implenia wiederum ließ den Tester zunächst lange auf eine Rückmeldung warten, beantwortete schließlich aber sämtliche Fragen kurz und dennoch substanziell.
Ab Rang fünf sinkt das Niveau deutlich. Goldbeck (134,5 Punkte) und Hochtief (129 Punkte) kommen nur noch auf das Prädikat "Akzeptabel". Während Goldbeck immerhin ein Zitat des geschäftsführenden Gesellschafters Jan-Hendrik Goldbeck lieferte, verwies Hochtief weitgehend auf bereits vorhandene Dokumente, ohne diese näher einzuordnen. Strabag erreicht mit 118 Punkten lediglich das Prädikat "Verbesserungswürdig". Die Antworten fielen äußerst dürftig aus.
Die untere Hälfte des Rankings zeigt besonders deutlich, woran es vielen Pressestellen mangelt: an der Bereitschaft, konkrete Auskünfte zu erteilen. Max Bögl (96,5 Punkte) verweigerte eine eigene Stellungnahme und verwies auf den Branchenverband. Porr (95,5 Punkte) beantwortete lediglich zwei der vier Fragen - und das nur mit einem knappen, allgemein gehaltenen Zitat. Beide Unternehmen schneiden mit "Reformbedürftig" ab.
Noch schlechter sieht es am Tabellenende aus. Zech Bau (58,5 Punkte), Eiffage Infra-Bau (31,5 Punkte) und Leonhard Weiss (30,5 Punkte) erhalten das Prädikat "Katastrophal". Bei Zech Bau war der Kommunikationsleiter zunächst telefonisch erreichbar, ließ die anschließende Anfrage aber unbeantwortet. Bei Eiffage Infra-Bau bestätigte die Telefonzentrale die Weiterleitung der Anfrage, doch Antworten auf die Testfragen blieben aus. Leonhard Weiss sagte am letzten Testtag ab, ohne Gründe zu nennen.
Der vollständige Pressestellentest erscheint in der Oktober-Ausgabe 2026 (https://prmagazin.de/oktober-ausgabe-2026/) des prmagazins.
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Über den Pressestellentest
Im Pressestellentest stellt das prmagazin seit dem Jahr 2003 die Pressearbeit von Unternehmen und Organisationen auf die Probe. In die Bewertung fließen - unterschiedlich gewichtet - fünf Kriterien ein: Kontaktservice auf der Homepage, Erreichbarkeit, Antwortgeschwindigkeit sowie Umfang und Qualität der Auskunft. Es handelt sich um ein One-Shot-Verfahren. Details zu den Testkriterien und zur Punktegewichtung finden Sie unter https://prmagazin.de/pressestellentest.
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Das prmagazin ist die führende Fachzeitschrift für die Kommunikationsbranche im deutschsprachigen Raum. Es liefert monatlich aktuelle Nachrichten, Analysen, Hintergrundberichte und kommunikationswissenschaftliche Forschungsergebnisse zu PR-Strategien, Kampagnen, Trends und Personalien. Kernzielgruppe sind Kommunikationsprofis in Unternehmen und Organisationen, PR-Agenturen, Wissenschaft & Ausbildung sowie Journalisten. Das prmagazin erscheint im 56. Jahrgang im Medienhaus Rommerskirchen. https://prmagazin.de
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