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XETRA-SCHLUSS/Ölpreis-Rally und schwache Zahlen belasten

DJ XETRA-SCHLUSS/Ölpreis-Rally und schwache Zahlen belasten

DOW JONES--Mit kräftigen Kursverlusten hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag aus dem Handel verabschiedet. Die Märkte standen von mehreren Seiten unter Druck: Öl der Sorte Brent stieg ungebremst auf über 116 Dollar das Fass. Eine leichte Entspannung bei den Anleiherenditen wurde eher negativ gewertet als Zeichen für die "Flucht in Sichere Häfen" aus dem Aktienmarkt. Kursgewinner in Europa waren fast nur die Ölwerte, von denen der deutsche Markt nichts hat. Der DAX fiel um 0,7 Prozent auf 25.182 Punkte.

Zudem belastet der französische Anleihemarkt: Die Mit 172 Basispunkten stieg die Zinsdifferenz zwischen französischen und deutschen 10-jährigen Staatsanleihen auf Niveaus aus Zeiten der Schuldenkrise. Sorgen machten sich Börsianer über eine mögliche Abstufung der Bonität Frankreichs durch die Ratingagentur Moody's am Abend nach Börsenschluss.

Dazu litten besonders DAX-Unternehmen unter einer Gemengelage von schlechten Nachrichten. Bei Technologiewerten fielen Infineon um 2,4 Prozent und Siemens Energy um 2,9 Prozent. Wiedererwachte Sorgen wegen der immer schwerer finanzierbaren KI-Investitionen belasteten. So legte die Facebook-Mutter Meta Platforms einen negativen Cashflow offen. Dazu hatte SK Hynix die Pläne für den Börsengang ihrer Speicherchipsparte in den USA auf Eis gelegt.

Im Sektor der Rüstungs- und Raumfahrtaktien belastete der Kurseinbruch von Safran in Paris. Die Geschäftszahlen lagen zwar im Rahmen der Erwartungen, der Bereich Antriebssysteme hatte jedoch die Prognose verfehlt. Dies drückte massiv auf die übrigen Herstelleraktien von Flugzeugtriebwerken: MTU im DAX fielen um 4,8 Prozent.

Deutsche Telekom verloren 3,2 Prozent wegen aufflammender Konkurrenzsorgen bei ihrer US-Tochter. In den USA konkretisierten sich die Pläne von SpaceX, in den Mobilfunksektor einzusteigen. Munich Re erholten sich nach guten Geschäftszahlen und schlossen unverändert. Der Rückversicherer hatte im dritten Quartal die Marktprognose zum Gewinn geschlagen und den Jahresausblick erhöht. Bei Evonik ging es um 2,7 Prozent auf 21,26 Euro nach oben. Ein Bloomberg-Bericht, wonach BASF erwäge, die Übernahmeofferte auf 24 Euro zu erhöhen, stützte. Bislang stand das Gebot bei 22,15 Euro.

=== 
Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.182  -0,7    2,7 
DAX-Future   25.279  -0,9    3,2 
XDAX      25.169  -0,7    2,4 
MDAX      29.876  -0,7    -2,4 
TecDAX      4.024  -0,9    11,0 
SDAX      18.107  -0,5    5,4 
zuletzt         +/- Ticks 
Bund-Future   122,12  -9,0 
*gerundet 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

October 23, 2026 11:52 ET (15:52 GMT)

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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