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MÄRKTE USA/Nasdaq dreht leicht ins Plus

DJ MÄRKTE USA/Nasdaq dreht leicht ins Plus

DOW JONES--Nach den heftigen Vortagesabgaben im Technologiesektor stabilisiert sich dieser an der Wall Street am Freitag. Am Vortag hatten Händler aggressive Umschichtung von KI-bezogenen Aktien hin zu defensiveren Werten beobachtet. Aktuell sieht es nach einer bescheidenen Erholung im Technologiebereich aus, die grundlegenden Sorgen über die KI-Investitionen bestehen aber weiter. Vereinzelt lassen sich Schnäppchenjäger bei Technologiewerten beobachten, die auf den niedrigen Kursniveaus wieder zugreifen. Ein Trend sei das aber bislang nicht, heißt es im Handel. Gegen Mittag US-Ostküstenzeit sinkt der Dow-Jones-Index um 1,0 Prozent auf 52.357 Punkte, der S&P-500 gibt 0,2 Prozent ab und der technologielastige Nasdaq-Composite dreht 0,2 Prozent ins Plus. Der Dow hatte sich am Vortag deutlich besser geschlagen und steht nun deutlicher unter Druck, auch belastet von Schlusslicht American Express.

Als schlechtes Omen werten Marktteilnehmer die Schlagzeilen um SK Hynix: Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips aus Südkorea stoppte seine Pläne, die Speicherchip-Sparte an die US-Börse zu bringen - und dies unter Verweis auf die Marktbedingungen und die allgemeine Entwicklung der Aktienkurse. Auch wenn der Gesamtmarkt insgesamt noch weit von einem Bärenmarkt entfernt ist, befinden sich viele einzelne zyklische Aktien und solche mittelgroßer Unternehmen bereits in lokalen Bärenmärkten. Laut Factset-Daten notieren rund 40 Prozent der Werte im S&P-500 mindestens 20 Prozent unter ihren 52-Wochenhochs.

Steigende Erdölpreise dämpfen die Kauflust zum Wochenschluss merklich. Die weiterhin hohen Ölpreise entfachen Inflations- und Zinsängste neu und bremsen Konjunkturhoffnungen. Brent ist mittlerweile so teuer wie zuletzt Anfang Mai. Der Iran hat gewarnt, US-Stützpunkte und zivile Infrastruktur im Persischen Golf ins Visier zu nehmen, sollte der Krieg erneut eskalieren. Die Warnung erfolgt, während die USA laut Wall Street Journal eine dritte Flugzeugträger-Kampfgruppe in den Nahen Osten verlegen. Die global gehandelt Ölsorte Brent verteuert sich um weitere 3,3 Prozent auf 116,93 Dollar je Fass.

Für ein leichtes Aufatmen sorgen die Konjunkturdaten. Trotz des massiven Inflationsanstiegs haben sich die Einkaufsmanager-Indizes nicht verschlechtert. Der Service-Index verharrte auf seinem erwarteten Niveau, der Industrie-Index kletterte sogar leicht darüber. Auch bei den Konsumenten sieht es erträglich aus. Der Verbrauchervertrauen fiel etwas geringer als befürchtet.

Am Vortag hatten die Sorgen Anleger massiv in den vermeintlich sicheren Anleihehafen getrieben, die Renditen stürzten ab. Nun erholen sie sich, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um 4 Basispunkte auf 4,99 Prozent und bleibt damit unter der wichtigen 5-Prozentmarke.

Der Dollar erholt sich weiter vom Dreiwochentief des Vortages und folgt den steigenden Renditen nach oben. Der Dollar-Index klettert um 0,2 Prozent. Da die USA Netto-Ölexporteur sind, stützen auch die hohen Ölpreise. Gold steuert auf einen Wochenverlust zu, da die gestiegenen Energiepreise Sorgen über Inflation und Zinserhöhungen schürten. Aktuell liegt der Preis (-0,5%) des Edelmetalls knapp im Minus. "Ein anziehendes Inflationsumfeld in Verbindung mit Verkaufsdruck zur Deckung von Verlusten bei Aktien- oder Anleihepositionen ist kurzfristig eine ungünstige Kombination für Gold (...)", erläutern die MUFG-Analysten.

Am Aktienmarkt erholen sich Moderna nach einem Einbruch um 17,6 Prozent am Vortag leicht um 1,8 Prozent. Details aus einer streng gehüteten Studie zu einem mRNA-basierten Krebsimpfstoff sind in den sozialen Medien geteilt worden. Zwar bewerten Analysten die Studienergebnisse überwiegend positiv, gleichwohl blieben sie hinter den hohen Erwartungen des Marktes zurück. Denn bereits im August hatte sich der Moderna-Kurs mehr als verdoppelt, nachdem der US-Pharmakonzern bekannt gegeben hatte, dass der Impfstoff das Wiederauftreten oder die Ausbreitung von Melanomen verhindert habe. Die neuen Studien sollten eigentlich am Samstag auf einer Konferenz veröffentlicht werden. Merck verlieren 2 Prozent. Der Pharmakonzern kooperiert mit Moderna bei diesem Impfstoff.

SpaceX legen um 2 Prozent zu. Laut einem Bericht will sich das Unternehmen bei seinem Einstieg in den Mobilfunk mindestens 80.000 Mobilfunkstandorte in den USA sichern. Im Sektor fallen AT&T und Verizon um 5,7 bzw. 1,4 Prozent, T-Mobile US um 5,5 Prozent. Western Digital geben 1,1 Prozent ab - trotz guter Quartalszahlen. Anleger hinterfragten zunehmend höhere Bewertungen im KI-Sektor, heißt es.

American Express fallen nach Vorlage von Drittquartalszahlen um 3,6 Prozent und bilden das Schlusslicht im Dow. Das Kreditkartenunternehmen hob die Gewinnprognose dank höherer Kundenausgaben an. Das Wachstum des Kartenabrechnungsvolumens hat die Markterwartungen aber verfehlt und die operativen Kosten sind gestiegen. Zudem kündigte der Konzern an, 3.500 Stellen abzubauen. Mit der Ölpreisrally klettern Chevron um 2,9 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.357,29  -1,0  -510,69    52.867,98 
S&P-500         7.648,78  -0,2   -14,65    7.663,43 
NASDAQ Comp      26.056,28  +0,2   +47,42    26.008,86 
NASDAQ 100       29.087,13  +0,4  +128,44    28.958,69 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,69 +0,06    4,71      4,64 
5 Jahre           4,81 +0,04    4,83      4,76 
10 Jahre          4,99 +0,04    5,00      4,94 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:42 
EUR/USD          1,1195  -0,2  -0,0019     1,1214   1,1205 
EUR/JPY          175,77  -0,0  -0,0400     175,81  176,0800 
EUR/CHF          0,9237  +0,4   0,0037     0,9200   0,9221 
EUR/GBP          0,8374  +0,1   0,0004      0,837   0,8378 
USD/JPY          156,98  +0,1   0,2200     156,76  157,1300 
GBP/USD          1,3368  -0,2  -0,0031     1,3399   1,3370 
USD/CNY          6,6702  -0,1  -0,0043     6,6745   6,6746 
USD/CNH          6,6703  -0,0  -0,0023     6,6726   6,6740 
AUS/USD          0,7032  +0,2   0,0013     0,7019   0,7015 
Bitcoin/USD      81.539,46  +0,4   347,04    81.192,42 81.531,50 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,23  +3,8    3,76      99,47 
Brent/ICE         116,93  +3,3    3,76     113,17 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.002,19  -0,5   -21,79    4.023,98 
Silber           54,09  -0,8   -0,43      54,53 
Platin         1.561,77  -0,5   -8,48    1.570,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 23, 2026 12:48 ET (16:48 GMT)

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