Osnabrück (ots) -
Die Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann (CDU), stellt sich gegen die Pläne der Bundesregierung, eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden einzuführen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Connemann: "Ohne Frage: Extremwetter nimmt zu. Naturgewalten können Existenzen vernichten. Wegsehen ist keine Option. Aber eine Pflichtversicherung ist keine Antwort. Eine Pflichtversicherung verhindert keinen einzigen Schaden. Sie verteilt nur die Kosten."
Ein Eckpunktepapier von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), das dem "Spiegel" vorliegt, sieht vor, dass neu abgeschlossene Wohngebäudeversicherungen auch weitere Naturgefahren - sogenannte Elementarschäden - abdecken müssen, was bisher nicht der Standard ist. Bereits bestehende Versicherungen sollen um den Versicherungsschutz erweitert werden. Die Kosten richten sich dann nach dem Wert der Immobilie und der Risikolage.
Connemann kritisierte weiter, das Vorhaben werde Wirtschaften und Wohnen für alle noch teurer machen. "Eigentümer brauchen Versicherungsschutz nach Maß statt Zwang von der Stange. Ob Hochwasser, Starkregen oder Erdrutsch: Hausbesitzer benötigen bezahlbare Angebote, echte Wahlfreiheit und mehr Vorsorge." Bund, Länder und Kommunen müssten mehr tun, "damit Schäden gar nicht erst entstehen - mit besseren Deichen, kluger Bauplanung und wirksamem Hochwasserschutz". Für extreme Naturkatastrophen brauche es außerdem eine staatliche Rückversicherung. Dabei übernimmt der Staat in extremen Krisenfällen einen Teil des finanziellen Risikos, damit die Versicherungsgesellschaften die Tarife für die Bürger bezahlbar halten können.
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rl
Das autorisierte Zitat von Gitta Connemann im Wortlaut:
"Ohne Frage: Extremwetter nimmt zu. Naturgewalten können Existenzen vernichten. Wegsehen ist keine Option. Aber eine neue Pflichtversicherung ist keine Antwort. Eine Pflichtversicherung verhindert keinen einzigen Schaden. Sie verteilt nur die Kosten. Macht Wirtschaften und Wohnen für alle noch teurer. Das Ziel muss sein: Schäden vermeiden, Eigentümer schützen, Versicherung bezahlbar halten - auch noch in 20 Jahren. Eigentümer brauchen Versicherungsschutz nach Maß statt Zwang von der Stange. Ob Hochwasser, Starkregen oder Erdrutsch: Hausbesitzer benötigen bezahlbare Angebote, echte Wahlfreiheit und mehr Vorsorge. Dabei steht auch der Staat in der Pflicht - Bund, Länder und Kommunen. Er muss mehr tun, damit Schäden gar nicht erst entstehen - mit besseren Deichen, kluger Bauplanung und wirksamem Hochwasserschutz. Für extreme Naturkatastrophen braucht es eine staatlichen Rückversicherung. So steht es auch im Koalitionsvertrag."
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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6377005
Die Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann (CDU), stellt sich gegen die Pläne der Bundesregierung, eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden einzuführen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte Connemann: "Ohne Frage: Extremwetter nimmt zu. Naturgewalten können Existenzen vernichten. Wegsehen ist keine Option. Aber eine Pflichtversicherung ist keine Antwort. Eine Pflichtversicherung verhindert keinen einzigen Schaden. Sie verteilt nur die Kosten."
Ein Eckpunktepapier von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), das dem "Spiegel" vorliegt, sieht vor, dass neu abgeschlossene Wohngebäudeversicherungen auch weitere Naturgefahren - sogenannte Elementarschäden - abdecken müssen, was bisher nicht der Standard ist. Bereits bestehende Versicherungen sollen um den Versicherungsschutz erweitert werden. Die Kosten richten sich dann nach dem Wert der Immobilie und der Risikolage.
Connemann kritisierte weiter, das Vorhaben werde Wirtschaften und Wohnen für alle noch teurer machen. "Eigentümer brauchen Versicherungsschutz nach Maß statt Zwang von der Stange. Ob Hochwasser, Starkregen oder Erdrutsch: Hausbesitzer benötigen bezahlbare Angebote, echte Wahlfreiheit und mehr Vorsorge." Bund, Länder und Kommunen müssten mehr tun, "damit Schäden gar nicht erst entstehen - mit besseren Deichen, kluger Bauplanung und wirksamem Hochwasserschutz". Für extreme Naturkatastrophen brauche es außerdem eine staatliche Rückversicherung. Dabei übernimmt der Staat in extremen Krisenfällen einen Teil des finanziellen Risikos, damit die Versicherungsgesellschaften die Tarife für die Bürger bezahlbar halten können.
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Das autorisierte Zitat von Gitta Connemann im Wortlaut:
"Ohne Frage: Extremwetter nimmt zu. Naturgewalten können Existenzen vernichten. Wegsehen ist keine Option. Aber eine neue Pflichtversicherung ist keine Antwort. Eine Pflichtversicherung verhindert keinen einzigen Schaden. Sie verteilt nur die Kosten. Macht Wirtschaften und Wohnen für alle noch teurer. Das Ziel muss sein: Schäden vermeiden, Eigentümer schützen, Versicherung bezahlbar halten - auch noch in 20 Jahren. Eigentümer brauchen Versicherungsschutz nach Maß statt Zwang von der Stange. Ob Hochwasser, Starkregen oder Erdrutsch: Hausbesitzer benötigen bezahlbare Angebote, echte Wahlfreiheit und mehr Vorsorge. Dabei steht auch der Staat in der Pflicht - Bund, Länder und Kommunen. Er muss mehr tun, damit Schäden gar nicht erst entstehen - mit besseren Deichen, kluger Bauplanung und wirksamem Hochwasserschutz. Für extreme Naturkatastrophen braucht es eine staatlichen Rückversicherung. So steht es auch im Koalitionsvertrag."
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