Osnabrück (ots) -
Im Streit um die Rentenreform hat Juso-Chef Philipp Türmer einen Neustart der schwarz-roten Koalition gefordert und Vorschläge für neue Finanzierungsmöglichkeiten der Sozialsysteme gemacht. "Wir brauchen einen Neustart innerhalb dieser Koalition. Was den Bürgern als Reform verkauft wird, sind häufig nur Kürzungen", sagte Türmer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Wir müssen endlich echte Verbesserungen liefern."
Als konkrete Schritte forderte der Juso-Chef, Kapitalerträge an der Finanzierung der Sozialsysteme zu beteiligen, Beamte, Selbstständige und Politiker in die Rentenversicherung einzubeziehen und Schritte zu einer Bürgerversicherung für alle Menschen zu gehen. "Das wären echte Reformen", so Türmer zu noz.
Einen Bruch der Koalition lehnt Türmer trotz des Konflikts mit der Union derzeit ab: "Nur weil es in einer Koalition anstrengend wird, muss man sich nicht gleich trennen." Und weiter: "Am Ende braucht es einen Kompromiss, aber dafür muss man zunächst eine klare Haltung haben. Daran hat es uns als SPD in den vergangenen Monaten und Jahren häufig gefehlt."
Auch die Union müsse ein Interesse an einem Kurswechsel haben, so Türmer. "Sie verliert aus meiner Sicht nicht an Zustimmung, weil sie ihre Reformen zu wenig konsequent durchsetzt, sondern weil die Menschen ihren Kurs als unausgewogen und ungerecht empfinden."
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mage
Die von Philipp Türmer autorisierten Zitate:
Wenn es nicht zu einer Einigung bei der Rente kommt: Wäre es besser für die SPD, die Koalition zu verlassen?
Wir brauchen einen Neustart innerhalb dieser Koalition. Was den Bürgern als Reform verkauft wird, sind häufig nur Kürzungen. Wir müssen endlich echte Verbesserungen liefern: Kapitalerträge an der Finanzierung unserer Sozialsysteme beteiligen, eine Rentenversicherung schaffen, in die auch Beamte, Selbstständige und Politiker einzahlen, und Schritte zu einer Bürgerversicherung für alle Menschen gehen. Das wären echte Reformen.
Und wenn die Union das nicht mitmacht: Sollte die SPD nachgeben oder die Regierung platzen lassen?
Nur weil es in einer Koalition anstrengend wird, muss man sich nicht gleich trennen. Am Ende braucht es einen Kompromiss, aber dafür muss man zunächst eine klare Haltung haben. Daran hat es uns als SPD in den vergangenen Monaten und Jahren häufig gefehlt. Auch die Union sollte ein Interesse an einem Kurswechsel haben: Sie verliert aus meiner Sicht nicht an Zustimmung, weil sie ihre Reformen zu wenig konsequent durchsetzt, sondern weil die Menschen ihren Kurs als unausgewogen und ungerecht empfinden.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6377003
Im Streit um die Rentenreform hat Juso-Chef Philipp Türmer einen Neustart der schwarz-roten Koalition gefordert und Vorschläge für neue Finanzierungsmöglichkeiten der Sozialsysteme gemacht. "Wir brauchen einen Neustart innerhalb dieser Koalition. Was den Bürgern als Reform verkauft wird, sind häufig nur Kürzungen", sagte Türmer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Wir müssen endlich echte Verbesserungen liefern."
Als konkrete Schritte forderte der Juso-Chef, Kapitalerträge an der Finanzierung der Sozialsysteme zu beteiligen, Beamte, Selbstständige und Politiker in die Rentenversicherung einzubeziehen und Schritte zu einer Bürgerversicherung für alle Menschen zu gehen. "Das wären echte Reformen", so Türmer zu noz.
Einen Bruch der Koalition lehnt Türmer trotz des Konflikts mit der Union derzeit ab: "Nur weil es in einer Koalition anstrengend wird, muss man sich nicht gleich trennen." Und weiter: "Am Ende braucht es einen Kompromiss, aber dafür muss man zunächst eine klare Haltung haben. Daran hat es uns als SPD in den vergangenen Monaten und Jahren häufig gefehlt."
Auch die Union müsse ein Interesse an einem Kurswechsel haben, so Türmer. "Sie verliert aus meiner Sicht nicht an Zustimmung, weil sie ihre Reformen zu wenig konsequent durchsetzt, sondern weil die Menschen ihren Kurs als unausgewogen und ungerecht empfinden."
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Wenn es nicht zu einer Einigung bei der Rente kommt: Wäre es besser für die SPD, die Koalition zu verlassen?
Wir brauchen einen Neustart innerhalb dieser Koalition. Was den Bürgern als Reform verkauft wird, sind häufig nur Kürzungen. Wir müssen endlich echte Verbesserungen liefern: Kapitalerträge an der Finanzierung unserer Sozialsysteme beteiligen, eine Rentenversicherung schaffen, in die auch Beamte, Selbstständige und Politiker einzahlen, und Schritte zu einer Bürgerversicherung für alle Menschen gehen. Das wären echte Reformen.
Und wenn die Union das nicht mitmacht: Sollte die SPD nachgeben oder die Regierung platzen lassen?
Nur weil es in einer Koalition anstrengend wird, muss man sich nicht gleich trennen. Am Ende braucht es einen Kompromiss, aber dafür muss man zunächst eine klare Haltung haben. Daran hat es uns als SPD in den vergangenen Monaten und Jahren häufig gefehlt. Auch die Union sollte ein Interesse an einem Kurswechsel haben: Sie verliert aus meiner Sicht nicht an Zustimmung, weil sie ihre Reformen zu wenig konsequent durchsetzt, sondern weil die Menschen ihren Kurs als unausgewogen und ungerecht empfinden.
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