DJ EZB: Unternehmen melden Kreditverknappung und höhere Zinsen
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Die Unternehmen des Euroraums leiden nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) unter steigenden Zinsen und einer Verknappung von Krediten. Wie die EZB in ihrem Bericht über den Zugang von Unternehmen zu Finanzmitteln (Safe) für das dritte Quartal mitteilte, meldeten die Unternehmen im Euroraum auf breiter Front einen weiteren Nettoanstieg der Zinsen für Bankkredite (netto 46 Prozent, verglichen mit 42 Prozent im Vorquartal). Großunternehmen meldeten häufiger Anstiege (netto 55 Prozent, nach 41 Prozent) als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) (netto 38 Prozent, nach 43 Prozent).
Gleichzeitig verzeichneten netto 27 Prozent der Unternehmen (nach 31 Prozent im Vorquartal) Erhöhungen bei den sonstigen Finanzierungskosten (d. h. Entgelte, Gebühren und Provisionen) sowie bei den Anforderungen an Sicherheiten (netto 14 Prozent, nach 10 Prozent).
In der Umfragerunde gaben die Unternehmen außerdem an, dass die Verfügbarkeit von Bankkrediten stärker gesunken sei als ihre Nachfrage nach Krediten. Die Unternehmen meldeten einen Rückgang der Verfügbarkeit von Bankkrediten (minus 5 Prozent, verglichen mit netto minus 1 Prozent im zweiten Quartal), wobei sowohl KMU (netto minus 5 Prozent, nach minus 4 Prozent) als auch Großunternehmen (netto minus 6 Prozent, nach zuvor 4 Prozent) eine geringere Verfügbarkeit verzeichneten.
Gleichzeitig meldeten netto 2 Prozent der Unternehmen einen Rückgang ihres Bedarfs an Bankkrediten, während im Vorquartal noch netto 2 Prozent einen Anstieg gemeldet hatten. Mehr Unternehmen als zuvor erwarten demnach auch, dass die Verfügbarkeit von Außenfinanzierung in den kommenden drei Monaten abnehmen wird.
Die EZB weist darauf hin, dass ein Großteil der teilnehmenden Unternehmen erstmals dabei war, was vor allem die numerischen Ergebnisse schwerer interpretierbar mache.
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October 26, 2026 05:00 ET (09:00 GMT)
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