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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Moody's stützt - Ibex und PSI nach Brasilien-Wahl unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Moody's stützt - Ibex und PSI nach Brasilien-Wahl unter Druck

DOW JONES--Die europäischen Börsen sind mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Für etwas Erleichterung sorgt die Bestätigung der Bonitätseinstufung Frankreichs mit "Aa3" durch die Ratingagentur Moody's - trotz des stetigen Anstiegs der Verschuldung und der politischen Zersplitterung, welche die Eindämmung der Kreditaufnahme erschwert. Moody's begründete dies mit der diversifizierten Wirtschaft des Landes und den starken öffentlichen Institutionen. Die Entscheidung sorgt für etwas Entspannung an den französischen Anleihemärkten. Die Rendite der 10-jährigen Benchmarkanleihe fällt unter 5 Prozent.

Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 25.369 Punkte, der Euro-Stoxx-50 hinkt etwas hinterher mit einem Plus von 0,4 Prozent. Hier belasten Verluste an der spanischen Börse nach dem Wahlausgang in Brasilien. Der spanische Ibex verliert 0,8 Prozent, der portugiesische PSI 0,6 Prozent. Der französische CAC-40 legt dagegen um 0,8 Prozent zu. Die 10-jährige US-Benchmarkanleihe zeigt sich mit 4,99 Prozent wenig verändert. Brent-Öl verbilligt sich leicht auf unter 115 Dollar das Fass, bleibt damit aber auf einem sehr hohen Niveau.

Santander und andere spanische Aktien stehen an der Madrider Börse unter Druck. Santander stürzen um 4,6 Prozent ab, Telefonica um 7 Prozent. Galp Energia rutschen in Lissabon um 10 Prozent ab. Belastend wirkt der überraschende Sieg von Luiz Inácio Lula da Silva über den konservativen Herausforderer Flavio Bolsonaro in der Stichwahl bei den brasilianischen Präsidentschaftswahlen. Bolsonaro hatte die erste Rund noch gewonnen. Die brasilianische Börse dürfte einbrechen. Santander und Telefonica sind auf dem brasilianischen Markt stark engagiert - ebenso das portugiesische Energie-Unternehmen Galp.

Im Technologiesektor richtet sich der Blick zunehmend auf die Wirtschaftlichkeit des KI-Booms. "Anleger zweifeln nicht mehr grundsätzlich am Potenzial künstlicher Intelligenz, sondern fragen immer lauter nach der Rendite der gewaltigen Infrastrukturinvestitionen", so CMC. Antworten darauf könnte die neue Berichtswoche liefern. Mit Amazon, Alphabet und Microsoft öffneten gleich mehrere Schwergewichte ihre Bücher. Ihre Geschäftszahlen und vor allem die Ausblicke auf die weiteren Investitionsausgaben dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob die zuletzt dominierenden Gewinnmitnahmen anhielten oder Anleger wieder Vertrauen in die hohen Bewertungen fassten.

Neben der Berichtssaison stehen in der laufenden Woche vor allem die Zentralbanken im Blick. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über die Geldpolitik, am Donnerstag folgt die EZB. In beiden Fällen wird mit einer Bestätigung des aktuellen Leitzinsniveaus gerechnet, im Dezember könnte es dann aber so weit sein mit Erhöhungen. Mit Blick auf die EZB dürfte sich Präsidentin Christine Lagarde auch Fragen zur Lage in Frankreich ausgesetzt sehen. Die meisten Beobachter sehen hohe Hürden für eine EZB-Intervention an den Anleihemärkten, eine Destabilisierung der Eurozone dürfte sie aber nicht zulassen.

Für die Bayer-Aktie geht es nach der Vorstellung der Zwischenergebnisse der DASL-HiCaP-Studie zu Nubeqa bei Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom und sehr hohem Rezidivrisiko um 2,5 Prozent nach oben. Nubeqa in Kombination mit Strahlentherapie und Androgendeprivationstherapie habe eine Verbesserung des metastasenfreien Überlebens um 58 Prozent im Vergleich zu alleiniger Strahlentherapie und Androgendeprivationstherapie gezeigt, schreibt JP Morgan. Nach Einschätzung der Analysten sind die Konsensschätzungen für Nubeqa zu niedrig.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.089,20  +0,4   20,98    6.068,22    5,1 
Stoxx-50        5.332,41  +0,2   11,94    5.320,47    8,4 
DAX          25.369,21  +0,7   187,56    25.181,65    3,6 
MDAX          30.060,65  +0,6   184,34    27.039,42    -1,8 
TecDAX         4.037,40  +0,3   13,10    3.091,28    11,4 
SDAX          18.302,13  +1,1   195,55    13.062,07    6,6 
FTSE          10.742,72  +0,5   52,36    10.690,36    8,2 
CAC           7.840,12  +0,7   57,30    7.782,82    -3,8 
SMI          14.514,35  +0,4   51,99    14.462,36    9,4 
ATX           6.270,26  +0,1    6,31    6.263,95    17,7 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:24 
EUR/USD          1,1207  +0,0   0,0005     1,1202   1,1197 
EUR/JPY          176,25  +0,3   0,5500      175,7  175,5500 
EUR/CHF          0,9255  +0,1   0,0012     0,9243   0,9236 
EUR/GBP          0,8394  +0,2   0,0019     0,8375   0,8368 
USD/JPY          157,27  +0,3   0,4100     156,86  156,7700 
GBP/USD          1,3348  -0,2  -0,0024     1,3372   1,3378 
USD/CNY          6,6677  -0,0  -0,0025     6,6702   6,6702 
USD/CNH          6,6671  -0,0  -0,0019     6,6690   6,6696 
AUS/USD          0,7032  -0,0  -0,0001     0,7033   0,7033 
Bitcoin/USD      80.122,33  -0,4  -293,47    80.415,80 81.497,35 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         100,87  -2,3   -2,40     103,27 
Brent/ICE         114,34  -2,0   -2,38     116,72 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.017,66  +0,6   22,14    3.995,52 
Silber           54,08  +0,3    0,19      53,89 
Platin         1.545,03  -0,4   -5,80    1.550,83 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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October 26, 2026 05:06 ET (09:06 GMT)

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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