Berlin (ots) -
- United Interim Wirtschaftsreport 2026: Die Veränderungskraft von KI wird unterschätzt
- Umfrage unter 550 Interim Managern stützt Warnung von Digitalminister Karsten Wildberger vor den dramatischen Folgen der KI-Durchdringung in der deutschen Industrie
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird maßgeblich über das Wohl und Wehe Deutschlands entscheiden, lautet eine Schlüsselerkenntnis aus dem Wirtschaftsreport 2026 der Management-Community United Interim (www.unitedinterim.com). Für den Report hatten 15 Experten für Interim Management - Ulvi Aydin, Friedhelm Best, Jan Beutnagel, Ulf Camehn, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Christian Jung, Jane Enny van Lambalgen, Dr. Sven Mues, Ulrich Schmidt, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich, Paul Stricker und Dr. Andreas Vieweg sowie Dr. Harald Schönfeld - 550 Führungskräfte auf Zeit aus allen Branchen nach ihren Einschätzungen zur wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands und der hiesigen Unternehmen befragt. Demnach stufen 81 Prozent Künstliche Intelligenz als die mit Abstand wichtigste Innovation für die Prosperität des Landes ein.
"Alle Welt redet von Künstlicher Intelligenz, aber die Auswirkungen werden in ihrer Dimension völlig unterschätzt", ist sich Eckhart Hilgenstock mit 84 Prozent der für den Report befragten Interim Manager einig. "Maschinelle Intelligenz, Singularität, Humanoide und autonome Fahrzeuge sind dabei, unsere Welt auf den Kopf zu stellen", bringt Ulvi Aydin die fundamentale Umwälzung auf den Punkt. Sein Kollege Klaus-Peter Stöppler stellt fest: "Die Warnung von Digitalminister Karsten Wildberger vor den dramatischen Folgen der KI-Durchdringung in der deutschen Industrie wird von den Erkenntnissen aus der praxisnahen Umfrage unter 550 Interim Managern bestätigt." Ulf Camehn ergänzt: "Es gibt kaum noch ein Einsatzfeld für Interim Manager, auf dem KI nicht eine wesentliche Rolle spielt."
Satte 97 Prozent sind davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz künftig eine Grundlage für wirtschaftliches Wachstum bilden wird; gut zwei Drittel davon messen der KI eine Schlüsselrolle für Prosperität bei. 94 Prozent (Mehrfachnennungen waren erwünscht) erwarten auf Grundlage von Künstlicher Intelligenz neue Geschäftsmodelle; 64 Prozent stufen diesen Aspekt als besonders wichtig ein.
"KI wird sich im Laufe der Zeit in jeder Branche und jeder Abteilung durchsetzen", ist Dr. Andreas Vieweg fest überzeugt. Die Umfrage hat zutage gefördert, innerhalb welches Zeitraums sich diese Entwicklung nach Einschätzung der Interim Manager vollziehen wird. Bereits bis 2027, ist sich ein Viertel sicher. Bis 2030, sagt die Mehrheit von 46 Prozent. Diese quasi flächendeckende Verbreitung wird sich bis 2035 hinziehen, meinen 20 Prozent. Dr. Andreas Vieweg: "Selbst im weitesten Szenario reden wir von weniger als zehn Jahren. Es ist also höchste Zeit, Unternehmensstrategien, Betriebsprozesse und Datenbasis auf die neue KI-Welt einzustellen." Sein Kollege Roland Streibich ergänzt: "Jede Ausrichtung eines Unternehmens auf die Zukunft muss heutzutage eine fundierte KI-Strategie beinhalten."
Wo KI am besten und schnellsten Wirkung entfaltet
Auf welchen Gebieten kann Künstliche Intelligenz am besten und schnellsten Wirkung entfalten, lautete eine der Fragestellungen im Wirtschaftsreport 2026 von United Interim. Den ersten Platz in diesem Wirkungs-Ranking teilen sich Einkauf und Beschaffung einerseits sowie Logistik und Supply Chain Management andererseits mit jeweils 76 Prozent (Mehrfachnennungen waren erwünscht). "Angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten kann ich jedem Unternehmen nur dringend raten, KI gezielt einzusetzen, um Lieferketten resilienter und widerstandsfähiger zu machen", sagt Jane Enny van Lambalgen.
An zweiter Stelle liegen Kundenkommunikation und Customer Service mit 69 Prozent Zustimmung. "KI-basierte Chatbots und Voicebots sowie Service-Automatisierung sind das Gebot der Stunde", nennt Christian Florschütz konkrete Beispiele. Den dritten Platz auf der KI-Wirkungsskala belegen in der Umfrage Vertrieb und Marketing. "Der KI-Einsatz im Vertrieb rechnet sich oft schon binnen weniger Monate", weiß Eckhart Hilgenstock aus der Praxis zu berichten. Einen zügigen Return on Invest verspricht auch der KI-Einsatz in der Geschäftsprozessoptimierung, erklärt Dr. Andreas Vieweg. 63 Prozent der befragten Interim Manager sehen das genauso.
"In der Produktion finden sich besonders viele Einsatzgebiete für KI", ist sich Christian Jung mit 62 Prozent der Befragten einig. Er führt beispielhaft Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung), Qualitätskontrolle (Computer Vision), Produktionsplanung und -steuerung, Digitale Zwillinge, Supply-Chain-Optimierung, Robotik und autonome Systeme auf. Einen anderen Aspekt betont Jan Beutnagel: "Künstliche Intelligenz ist bestens geeignet, um die Innovationskraft von Unternehmen zu stärken." Tatsächlich stufen 63 Prozent den KI-Einsatz in Forschung und Entwicklung als besonders lohnenswert ein.
"Auch im Controlling können KI-Systeme zahlreiche Aufgaben übernehmen, von der automatisierten Datenauswertung über Forecasting und Abweichungsanalysen bis hin zur frühzeitigen Identifikation von Risiken und Kostentreibern", erklärt Ulrich Schmidt. Daher empfehlen 57 Prozent der Befragten den KI-Einsatz für Controlling und Kostenmanagement. Eckhart Hilgenstock sieht aber auch die Grenzen: "Natürlich sollte man KI etwa für fortlaufende Liquiditätsprognosen nutzen. Aber es wäre grob fahrlässig, Fragen, wie Zahlungsverzögerungen bei einem bestimmten Kunden zu interpretieren sind oder ob man bei einem neuen Auftrag ins Risiko gehen sollte, der KI zu überlassen. Letzte Instanz sollte immer die menschliche Entscheidung sein."
"Das gilt insbesondere auch für das Personalwesen", stellt HR-Experte Paul Stricker klar, "weil dort Daten- und Diskriminierungsschutz, Persönlichkeitsrechte, Arbeitsrecht, Mitbestimmung und natürlich die neue EU-KI-Verordnung gleichermaßen berücksichtigt werden müssen." Er verweist darauf, dass KI im Recruiting gemäß EU AI Act als "Hochrisiko-System" einzustufen ist mit strengen Anforderungen an Transparenz, Dokumentation, Risikomanagement und menschliche Kontrolle. "KI in HR ist eine hochkomplexe Compliance-Herausforderung", sagt Paul Stricker aufgrund seiner Projekterfahrungen. 38 Prozent seiner befragten Kollegen halten es dennoch für unabdingbar für Unternehmen, diese Hürde umfassend zu nehmen. Weitere 47 Prozent raten zumindest zum teilweisen KI-Einsatz im Personalwesen.
KI im Management
"In den Unternehmen wird KI die Machtbalance unter den Managern und Beschäftigten deutlich verschieben", sagt Paul Stricker. 85 Prozent der Befragten sehen es genauso. Weitere Umfrageergebnisse: Wer keine KI-Kenntnisse aufweist, muss mit einem Karriereknick rechnen (40 Prozent), wer sich durch KI-Kompetenz auszeichnet, darf mit einem schnelleren und steileren Aufstieg in der Firmenhierarchie rechnen (50 Prozent). Paul Stricker: "Summa summarum sind 95 Prozent der Meinung, dass das Know-how in Sachen Künstlicher Intelligenz Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang haben wird."
Kann die KI Management-Entscheidungen ersetzen? Auf keinen Fall, sagen 42 Prozent der Befragten. Unter Umständen, meinen 41 Prozent. Auf jeden Fall, sind 14 Prozent überzeugt. Über die Hälfte (52 Prozent) vertritt die Auffassung, dass den Führungskräften durch KI mehr und vor allem bessere Entscheidungen abverlangt werden. Eckhart Hilgenstock fasst zusammen: "Wer als Manager Entscheidungen an die KI delegiert, hat seinen Job verfehlt. Gleiches gilt, wenn man KI nicht als Datenbasis für Entscheidungen nutzt."
KI am Kunden im Einsatz
"Der Kunde ist in einem gut funktionierenden Unternehmen das Maß der Dinge", sind sich Christian Florschütz und Eckhart Hilgenstock einig. Der United Interim Wirtschaftsreport 2026 hat auch ermittelt, was die vielversprechendsten Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz im Customer Service sind. Auf den ersten Platz stellen zwei Drittel der befragten Interim Manager die effizientere Online-Kommunikation mit der Kundschaft. Typisches Beispiel sind Recommendation Engines, die während eines Einkaufs immer wieder diejenigen Produkte anbieten, die der Kunde mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als Nächstes kaufen wird.
Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Marketing lassen sich durch KI auf jeden Fall erreichen, stimmen 59 Prozent der befragten Interim Manager überein. Dazu bieten sich beispielsweise Chatbots und Sprachdialogsysteme ("Telefoncomputer") an, meinen 58 Prozent. Christian Florschütz erklärt: "Unternehmen, die heutzutage keinen Chatbot auf ihrer Website als Kommunikationskanal vorweisen können, verschenken bares Geld. Die digitalen Plaudertaschen sind ideal für Interessenten, die sich über die Informationen auf der Website hinausgehend aktuell informieren wollen, aber noch nicht zu einem Gespräch bereit sind. Das ist die unmittelbare Vorstufe zum Vertrieb." 57 Prozent der Befragten empfehlen KI zur Identifizierung potenzieller Neukunden. "In der Kombination aus KI, CRM und Social Media war es noch nie so einfach, ganz gezielt kaufbereite Leads zu finden und anzusprechen", erklärt Eckhart Hilgenstock, der regelmäßig im Rahmen seiner Mandate mit diesem Thema befasst ist. Ebenso gut lässt sich KI nach seinen Erfahrungen für Cross- und Upselling einsetzen, was 47 Prozent seiner Kollegen genauso sehen. Auch bei der Betreuung von Bestandskunden ist der KI-Einsatz äußerst sinnvoll, sagen Eckhart Hilgenstock und 48 Prozent der Befragten. Ein knappes Drittel (31 Prozent) ist zudem fest davon überzeugt, dass sich mit KI-Tools auch die Churn-Rate verbessern lässt, also die Kündigungsquote der Kundschaft gesenkt werden kann. "Die KI erkennt frühzeitig unzufriedene Kunden und kann Vorschläge zur Verbesserung einleiten", sagt Christian Florschütz.
Branchendurchdringung mit KI
Die 15 Experten für Interim Management sind in ihrem Wirtschaftsreport 2026 nicht nur der Frage nachgegangen, welche betrieblichen Funktionen von KI am stärksten betroffen sind, sondern auch welche Branchen. An erster Stelle steht dabei die "Wiege der KI": Informationstechnologie, Telekommunikation und Software. "Bei Software nähern wir uns der technischen Singularität, das heißt Software programmiert sich selbst", sagt Christian Jung. Er klärt auf: "Software kann sich rekursiv schneller verbessern, als jeder menschliche Programmierer das kann. In der Fachwelt spricht man vom explosiven Fortschritt mit unvorhersehbaren und kaum kontrollierbaren Folgen." Sein Kollege Jan Beutnagel macht die Dimension dieser Entwicklung klar: "In praktisch allen Branchen nimmt der Anteil der Software seit Jahren zu, von der Automobilindustrie über Finanzdienstleistungen bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau. Dementsprechend verbreitet sich das Prinzip der Singularität zügig über die IT/TK/Software-Branche hinaus. Infolgedessen sollten sich Führungskräfte aus allen Wirtschaftszweigen intensiv mit den Auswirkungen dieser Entwicklung auf ihren Markt und letztlich ihr Unternehmen auseinandersetzen." Sein Kollege Friedhelm Best ergänzt: "Im KI-Wettbewerb zählt Geschwindigkeit. Asien bringt KI schneller in die Praxis als Deutschland. Wer zu lange erprobt, verliert seine Wettbewerbsfähigkeit." Dr. Sven Mues fügt hinzu: "Schon bei der Verlagerung von Produktionsstätten von Deutschland nach Osteuropa, wie sie derzeit häufig vorkommt, findet in der Regel eine grundlegende Modernisierung der Fertigung in Richtung Smart Production statt."
Massive Veränderungen sagen 70 Prozent der Interim Manager für den Finanzdienstleistungssektor und 68 Prozent für Elektrotechnik/Elektronik und Logistik/Transportwesen und Supply Chain Management voraus. 64 Prozent sehen das Gesundheitswesen mitten im "KI-Sturm". Ebenso fundamentale Umbrüche erwarten die Befragten im Maschinen- und Anlagenbau (62 Prozent), in der Zuliefererindustrie (60 Prozent), bei den Automobilherstellern sowie in der Luft- und Raumfahrt (jeweils 58 Prozent), in der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie (53 Prozent), in der Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie (50 Prozent), bei der Umwelttechnik (49 Prozent), in der Energiewirtschaft (47 Prozent) sowie in der Bau- und Immobilienbranche (27 Prozent). Klaus-Peter Stöppler kommentiert: "Während die Folgen der rein Software-getriebenen KI praktisch überall angekommen sind, werden die Auswirkungen der anstehenden Welle der sogenannten Physischen KI noch weitgehend unterschätzt. Dazu gehören Humanoide und sonstige KI-gesteuerte Roboter und Maschinen, also sozusagen der Sprung der Künstlichen Intelligenz in die reale Welt. Dadurch wird beispielsweise eine Baustelle in zehn Jahren völlig anders aussehen als heute: kaum Menschen, viele autonome Maschinen."
In welchem Umfang vermag der Einsatz Künstlicher Intelligenz die Produktivität zu steigern, lautete eine weitere Fragestellung aus dem Wirtschaftsreport 2026 von United Interim. Um mindestens 20 Prozent, antworteten deutlich mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Führungskräfte auf Zeit. Mindestens 30 Prozent veranschlagen über ein Viertel (28 Prozent). "Künstliche Intelligenz für sich genommen und in Kombination mit Robotik werden die Treiber eines fundamentalen Wandels sein, der über die Wirtschaft und die Arbeitswelt hinausgehend unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren maßgeblich prägen wird. Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik müssen sich darauf einstellen", sagt Studienleiter Dr. Harald Schönfeld.
UNITEDINTERIM ist seit 2017 das erste kuratierte und qualitätsgesicherte digitale Ökosystem für Interim Management in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Immer mehr Unternehmen recherchieren geeignete Interim Manager heute zuerst über KI-gestützte Suchsysteme statt über persönliche Kontakte oder klassische Vermittlungswege. UNITEDINTERIM macht qualitätsgeprüfte Interim Manager genau dort auffindbar und vergleichbar - kostenfrei und provisionsfrei für Unternehmen, wie es sonst kein Anbieter im deutschsprachigen Raum bietet. Interim Manager erhalten mit UNITEDINTERIM eine digitale Vertriebs- und Sichtbarkeitsinfrastruktur, die ein Einzelner allein kaum aufbauen könnte: strukturierte Profile, Case Studies und Fachbeiträge machen ihre Erfahrung für Unternehmen wie für KI-Systeme gleichermaßen auffindbar und vergleichbar. Im aktuellen Marktvergleich des Interim Manager Portals Deutschland (Mai 2026) gilt UNITEDINTERIM als sichtbarster Anbieter im DACH-Interim-Markt und erreicht heute weit über 12.000 Führungskräfte auf Zeit in der DACH-Region. Aus diesem Kreis haben einige der erfahrensten und renommiertesten Interim Manager gemeinsam mit UNITEDINTERIM eine Studie über den Stand und die Zukunft der deutschen Wirtschaft durchgeführt - darunter Ulvi Aydin, Friedhelm Best, Jan Beutnagel, Ulf Camehn, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Christian Jung, Jane Enny van Lambalgen, Dr. Sven Mues, Ulrich Schmidt, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich, Paul Stricker und Dr. Andreas Vieweg. Die Studienleitung liegt bei Dr. Harald Schönfeld und Jürgen Becker, den Gründern und Geschäftsführern von UNITEDINTERIM. An der Befragung haben über 550 ausgewählte Interim Manager teilgenommen - Vertreter der "Königsklasse" im Management, die in mehr Unternehmen mehr Herausforderungen meistern als klassische angestellte Führungskräfte und deshalb über einen besonders breiten Überblick verfügen. Anders als Berater entwickeln Interim Manager nicht nur Konzepte, sondern verantworten in einer definierten Zeit im Unternehmen auch deren Umsetzung.
Weitere Informationen:
UNITEDINTERIM, www.unitedinterim.com
Presseagentur: euromarcom public relations, team@euromarcom.de,
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- United Interim Wirtschaftsreport 2026: Die Veränderungskraft von KI wird unterschätzt
- Umfrage unter 550 Interim Managern stützt Warnung von Digitalminister Karsten Wildberger vor den dramatischen Folgen der KI-Durchdringung in der deutschen Industrie
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) wird maßgeblich über das Wohl und Wehe Deutschlands entscheiden, lautet eine Schlüsselerkenntnis aus dem Wirtschaftsreport 2026 der Management-Community United Interim (www.unitedinterim.com). Für den Report hatten 15 Experten für Interim Management - Ulvi Aydin, Friedhelm Best, Jan Beutnagel, Ulf Camehn, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Christian Jung, Jane Enny van Lambalgen, Dr. Sven Mues, Ulrich Schmidt, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich, Paul Stricker und Dr. Andreas Vieweg sowie Dr. Harald Schönfeld - 550 Führungskräfte auf Zeit aus allen Branchen nach ihren Einschätzungen zur wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands und der hiesigen Unternehmen befragt. Demnach stufen 81 Prozent Künstliche Intelligenz als die mit Abstand wichtigste Innovation für die Prosperität des Landes ein.
"Alle Welt redet von Künstlicher Intelligenz, aber die Auswirkungen werden in ihrer Dimension völlig unterschätzt", ist sich Eckhart Hilgenstock mit 84 Prozent der für den Report befragten Interim Manager einig. "Maschinelle Intelligenz, Singularität, Humanoide und autonome Fahrzeuge sind dabei, unsere Welt auf den Kopf zu stellen", bringt Ulvi Aydin die fundamentale Umwälzung auf den Punkt. Sein Kollege Klaus-Peter Stöppler stellt fest: "Die Warnung von Digitalminister Karsten Wildberger vor den dramatischen Folgen der KI-Durchdringung in der deutschen Industrie wird von den Erkenntnissen aus der praxisnahen Umfrage unter 550 Interim Managern bestätigt." Ulf Camehn ergänzt: "Es gibt kaum noch ein Einsatzfeld für Interim Manager, auf dem KI nicht eine wesentliche Rolle spielt."
Satte 97 Prozent sind davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz künftig eine Grundlage für wirtschaftliches Wachstum bilden wird; gut zwei Drittel davon messen der KI eine Schlüsselrolle für Prosperität bei. 94 Prozent (Mehrfachnennungen waren erwünscht) erwarten auf Grundlage von Künstlicher Intelligenz neue Geschäftsmodelle; 64 Prozent stufen diesen Aspekt als besonders wichtig ein.
"KI wird sich im Laufe der Zeit in jeder Branche und jeder Abteilung durchsetzen", ist Dr. Andreas Vieweg fest überzeugt. Die Umfrage hat zutage gefördert, innerhalb welches Zeitraums sich diese Entwicklung nach Einschätzung der Interim Manager vollziehen wird. Bereits bis 2027, ist sich ein Viertel sicher. Bis 2030, sagt die Mehrheit von 46 Prozent. Diese quasi flächendeckende Verbreitung wird sich bis 2035 hinziehen, meinen 20 Prozent. Dr. Andreas Vieweg: "Selbst im weitesten Szenario reden wir von weniger als zehn Jahren. Es ist also höchste Zeit, Unternehmensstrategien, Betriebsprozesse und Datenbasis auf die neue KI-Welt einzustellen." Sein Kollege Roland Streibich ergänzt: "Jede Ausrichtung eines Unternehmens auf die Zukunft muss heutzutage eine fundierte KI-Strategie beinhalten."
Wo KI am besten und schnellsten Wirkung entfaltet
Auf welchen Gebieten kann Künstliche Intelligenz am besten und schnellsten Wirkung entfalten, lautete eine der Fragestellungen im Wirtschaftsreport 2026 von United Interim. Den ersten Platz in diesem Wirkungs-Ranking teilen sich Einkauf und Beschaffung einerseits sowie Logistik und Supply Chain Management andererseits mit jeweils 76 Prozent (Mehrfachnennungen waren erwünscht). "Angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten kann ich jedem Unternehmen nur dringend raten, KI gezielt einzusetzen, um Lieferketten resilienter und widerstandsfähiger zu machen", sagt Jane Enny van Lambalgen.
An zweiter Stelle liegen Kundenkommunikation und Customer Service mit 69 Prozent Zustimmung. "KI-basierte Chatbots und Voicebots sowie Service-Automatisierung sind das Gebot der Stunde", nennt Christian Florschütz konkrete Beispiele. Den dritten Platz auf der KI-Wirkungsskala belegen in der Umfrage Vertrieb und Marketing. "Der KI-Einsatz im Vertrieb rechnet sich oft schon binnen weniger Monate", weiß Eckhart Hilgenstock aus der Praxis zu berichten. Einen zügigen Return on Invest verspricht auch der KI-Einsatz in der Geschäftsprozessoptimierung, erklärt Dr. Andreas Vieweg. 63 Prozent der befragten Interim Manager sehen das genauso.
"In der Produktion finden sich besonders viele Einsatzgebiete für KI", ist sich Christian Jung mit 62 Prozent der Befragten einig. Er führt beispielhaft Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung), Qualitätskontrolle (Computer Vision), Produktionsplanung und -steuerung, Digitale Zwillinge, Supply-Chain-Optimierung, Robotik und autonome Systeme auf. Einen anderen Aspekt betont Jan Beutnagel: "Künstliche Intelligenz ist bestens geeignet, um die Innovationskraft von Unternehmen zu stärken." Tatsächlich stufen 63 Prozent den KI-Einsatz in Forschung und Entwicklung als besonders lohnenswert ein.
"Auch im Controlling können KI-Systeme zahlreiche Aufgaben übernehmen, von der automatisierten Datenauswertung über Forecasting und Abweichungsanalysen bis hin zur frühzeitigen Identifikation von Risiken und Kostentreibern", erklärt Ulrich Schmidt. Daher empfehlen 57 Prozent der Befragten den KI-Einsatz für Controlling und Kostenmanagement. Eckhart Hilgenstock sieht aber auch die Grenzen: "Natürlich sollte man KI etwa für fortlaufende Liquiditätsprognosen nutzen. Aber es wäre grob fahrlässig, Fragen, wie Zahlungsverzögerungen bei einem bestimmten Kunden zu interpretieren sind oder ob man bei einem neuen Auftrag ins Risiko gehen sollte, der KI zu überlassen. Letzte Instanz sollte immer die menschliche Entscheidung sein."
"Das gilt insbesondere auch für das Personalwesen", stellt HR-Experte Paul Stricker klar, "weil dort Daten- und Diskriminierungsschutz, Persönlichkeitsrechte, Arbeitsrecht, Mitbestimmung und natürlich die neue EU-KI-Verordnung gleichermaßen berücksichtigt werden müssen." Er verweist darauf, dass KI im Recruiting gemäß EU AI Act als "Hochrisiko-System" einzustufen ist mit strengen Anforderungen an Transparenz, Dokumentation, Risikomanagement und menschliche Kontrolle. "KI in HR ist eine hochkomplexe Compliance-Herausforderung", sagt Paul Stricker aufgrund seiner Projekterfahrungen. 38 Prozent seiner befragten Kollegen halten es dennoch für unabdingbar für Unternehmen, diese Hürde umfassend zu nehmen. Weitere 47 Prozent raten zumindest zum teilweisen KI-Einsatz im Personalwesen.
KI im Management
"In den Unternehmen wird KI die Machtbalance unter den Managern und Beschäftigten deutlich verschieben", sagt Paul Stricker. 85 Prozent der Befragten sehen es genauso. Weitere Umfrageergebnisse: Wer keine KI-Kenntnisse aufweist, muss mit einem Karriereknick rechnen (40 Prozent), wer sich durch KI-Kompetenz auszeichnet, darf mit einem schnelleren und steileren Aufstieg in der Firmenhierarchie rechnen (50 Prozent). Paul Stricker: "Summa summarum sind 95 Prozent der Meinung, dass das Know-how in Sachen Künstlicher Intelligenz Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang haben wird."
Kann die KI Management-Entscheidungen ersetzen? Auf keinen Fall, sagen 42 Prozent der Befragten. Unter Umständen, meinen 41 Prozent. Auf jeden Fall, sind 14 Prozent überzeugt. Über die Hälfte (52 Prozent) vertritt die Auffassung, dass den Führungskräften durch KI mehr und vor allem bessere Entscheidungen abverlangt werden. Eckhart Hilgenstock fasst zusammen: "Wer als Manager Entscheidungen an die KI delegiert, hat seinen Job verfehlt. Gleiches gilt, wenn man KI nicht als Datenbasis für Entscheidungen nutzt."
KI am Kunden im Einsatz
"Der Kunde ist in einem gut funktionierenden Unternehmen das Maß der Dinge", sind sich Christian Florschütz und Eckhart Hilgenstock einig. Der United Interim Wirtschaftsreport 2026 hat auch ermittelt, was die vielversprechendsten Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz im Customer Service sind. Auf den ersten Platz stellen zwei Drittel der befragten Interim Manager die effizientere Online-Kommunikation mit der Kundschaft. Typisches Beispiel sind Recommendation Engines, die während eines Einkaufs immer wieder diejenigen Produkte anbieten, die der Kunde mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als Nächstes kaufen wird.
Effizienzsteigerungen in Vertrieb und Marketing lassen sich durch KI auf jeden Fall erreichen, stimmen 59 Prozent der befragten Interim Manager überein. Dazu bieten sich beispielsweise Chatbots und Sprachdialogsysteme ("Telefoncomputer") an, meinen 58 Prozent. Christian Florschütz erklärt: "Unternehmen, die heutzutage keinen Chatbot auf ihrer Website als Kommunikationskanal vorweisen können, verschenken bares Geld. Die digitalen Plaudertaschen sind ideal für Interessenten, die sich über die Informationen auf der Website hinausgehend aktuell informieren wollen, aber noch nicht zu einem Gespräch bereit sind. Das ist die unmittelbare Vorstufe zum Vertrieb." 57 Prozent der Befragten empfehlen KI zur Identifizierung potenzieller Neukunden. "In der Kombination aus KI, CRM und Social Media war es noch nie so einfach, ganz gezielt kaufbereite Leads zu finden und anzusprechen", erklärt Eckhart Hilgenstock, der regelmäßig im Rahmen seiner Mandate mit diesem Thema befasst ist. Ebenso gut lässt sich KI nach seinen Erfahrungen für Cross- und Upselling einsetzen, was 47 Prozent seiner Kollegen genauso sehen. Auch bei der Betreuung von Bestandskunden ist der KI-Einsatz äußerst sinnvoll, sagen Eckhart Hilgenstock und 48 Prozent der Befragten. Ein knappes Drittel (31 Prozent) ist zudem fest davon überzeugt, dass sich mit KI-Tools auch die Churn-Rate verbessern lässt, also die Kündigungsquote der Kundschaft gesenkt werden kann. "Die KI erkennt frühzeitig unzufriedene Kunden und kann Vorschläge zur Verbesserung einleiten", sagt Christian Florschütz.
Branchendurchdringung mit KI
Die 15 Experten für Interim Management sind in ihrem Wirtschaftsreport 2026 nicht nur der Frage nachgegangen, welche betrieblichen Funktionen von KI am stärksten betroffen sind, sondern auch welche Branchen. An erster Stelle steht dabei die "Wiege der KI": Informationstechnologie, Telekommunikation und Software. "Bei Software nähern wir uns der technischen Singularität, das heißt Software programmiert sich selbst", sagt Christian Jung. Er klärt auf: "Software kann sich rekursiv schneller verbessern, als jeder menschliche Programmierer das kann. In der Fachwelt spricht man vom explosiven Fortschritt mit unvorhersehbaren und kaum kontrollierbaren Folgen." Sein Kollege Jan Beutnagel macht die Dimension dieser Entwicklung klar: "In praktisch allen Branchen nimmt der Anteil der Software seit Jahren zu, von der Automobilindustrie über Finanzdienstleistungen bis hin zum Maschinen- und Anlagenbau. Dementsprechend verbreitet sich das Prinzip der Singularität zügig über die IT/TK/Software-Branche hinaus. Infolgedessen sollten sich Führungskräfte aus allen Wirtschaftszweigen intensiv mit den Auswirkungen dieser Entwicklung auf ihren Markt und letztlich ihr Unternehmen auseinandersetzen." Sein Kollege Friedhelm Best ergänzt: "Im KI-Wettbewerb zählt Geschwindigkeit. Asien bringt KI schneller in die Praxis als Deutschland. Wer zu lange erprobt, verliert seine Wettbewerbsfähigkeit." Dr. Sven Mues fügt hinzu: "Schon bei der Verlagerung von Produktionsstätten von Deutschland nach Osteuropa, wie sie derzeit häufig vorkommt, findet in der Regel eine grundlegende Modernisierung der Fertigung in Richtung Smart Production statt."
Massive Veränderungen sagen 70 Prozent der Interim Manager für den Finanzdienstleistungssektor und 68 Prozent für Elektrotechnik/Elektronik und Logistik/Transportwesen und Supply Chain Management voraus. 64 Prozent sehen das Gesundheitswesen mitten im "KI-Sturm". Ebenso fundamentale Umbrüche erwarten die Befragten im Maschinen- und Anlagenbau (62 Prozent), in der Zuliefererindustrie (60 Prozent), bei den Automobilherstellern sowie in der Luft- und Raumfahrt (jeweils 58 Prozent), in der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie (53 Prozent), in der Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie (50 Prozent), bei der Umwelttechnik (49 Prozent), in der Energiewirtschaft (47 Prozent) sowie in der Bau- und Immobilienbranche (27 Prozent). Klaus-Peter Stöppler kommentiert: "Während die Folgen der rein Software-getriebenen KI praktisch überall angekommen sind, werden die Auswirkungen der anstehenden Welle der sogenannten Physischen KI noch weitgehend unterschätzt. Dazu gehören Humanoide und sonstige KI-gesteuerte Roboter und Maschinen, also sozusagen der Sprung der Künstlichen Intelligenz in die reale Welt. Dadurch wird beispielsweise eine Baustelle in zehn Jahren völlig anders aussehen als heute: kaum Menschen, viele autonome Maschinen."
In welchem Umfang vermag der Einsatz Künstlicher Intelligenz die Produktivität zu steigern, lautete eine weitere Fragestellung aus dem Wirtschaftsreport 2026 von United Interim. Um mindestens 20 Prozent, antworteten deutlich mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Führungskräfte auf Zeit. Mindestens 30 Prozent veranschlagen über ein Viertel (28 Prozent). "Künstliche Intelligenz für sich genommen und in Kombination mit Robotik werden die Treiber eines fundamentalen Wandels sein, der über die Wirtschaft und die Arbeitswelt hinausgehend unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren maßgeblich prägen wird. Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik müssen sich darauf einstellen", sagt Studienleiter Dr. Harald Schönfeld.
UNITEDINTERIM ist seit 2017 das erste kuratierte und qualitätsgesicherte digitale Ökosystem für Interim Management in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Immer mehr Unternehmen recherchieren geeignete Interim Manager heute zuerst über KI-gestützte Suchsysteme statt über persönliche Kontakte oder klassische Vermittlungswege. UNITEDINTERIM macht qualitätsgeprüfte Interim Manager genau dort auffindbar und vergleichbar - kostenfrei und provisionsfrei für Unternehmen, wie es sonst kein Anbieter im deutschsprachigen Raum bietet. Interim Manager erhalten mit UNITEDINTERIM eine digitale Vertriebs- und Sichtbarkeitsinfrastruktur, die ein Einzelner allein kaum aufbauen könnte: strukturierte Profile, Case Studies und Fachbeiträge machen ihre Erfahrung für Unternehmen wie für KI-Systeme gleichermaßen auffindbar und vergleichbar. Im aktuellen Marktvergleich des Interim Manager Portals Deutschland (Mai 2026) gilt UNITEDINTERIM als sichtbarster Anbieter im DACH-Interim-Markt und erreicht heute weit über 12.000 Führungskräfte auf Zeit in der DACH-Region. Aus diesem Kreis haben einige der erfahrensten und renommiertesten Interim Manager gemeinsam mit UNITEDINTERIM eine Studie über den Stand und die Zukunft der deutschen Wirtschaft durchgeführt - darunter Ulvi Aydin, Friedhelm Best, Jan Beutnagel, Ulf Camehn, Christian Florschütz, Eckhart Hilgenstock, Christian Jung, Jane Enny van Lambalgen, Dr. Sven Mues, Ulrich Schmidt, Klaus-Peter Stöppler, Roland Streibich, Paul Stricker und Dr. Andreas Vieweg. Die Studienleitung liegt bei Dr. Harald Schönfeld und Jürgen Becker, den Gründern und Geschäftsführern von UNITEDINTERIM. An der Befragung haben über 550 ausgewählte Interim Manager teilgenommen - Vertreter der "Königsklasse" im Management, die in mehr Unternehmen mehr Herausforderungen meistern als klassische angestellte Führungskräfte und deshalb über einen besonders breiten Überblick verfügen. Anders als Berater entwickeln Interim Manager nicht nur Konzepte, sondern verantworten in einer definierten Zeit im Unternehmen auch deren Umsetzung.
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Presseagentur: euromarcom public relations, team@euromarcom.de,
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