Bonn (ots) -
Vision Zero Monitor zeigt Entwicklung bei der Verkehrssicherheit im Detail - Deutschland entwickelt sich schlechter als EU-Schnitt - positive Tendenz bei Schwerverletzten - kleinere Städte kommen häufig besser voran als größere
Von 2020 bis 2030 sollen die Zahlen der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr um jeweils 50 Prozent sinken, so die EU-Vision-Zero-Ziele. Doch zur Halbzeit auf dem Weg zu diesem Ziel bleibt noch viel zu tun. Das zeigt der Vision Zero Monitor (www.visionzero.org), der von der Initiative für sichere Straßen aus Bonn entwickelt wurde und vom TÜV-Verband unterstützt wird. Von den 707 auf der Plattform ausgewerteten deutschen Städten über 20.000 Einwohner erreicht aktuell nur knapp ein Viertel beide Jahresziele für das Jahr 2025, nämlich 160 Städte. Weitere 347 Städte erreichen immerhin eines der beiden Ziele, 200 Städte verfehlen hingegen beide Vorgaben.
Die Auswertung zeigt dabei Unterschiede zwischen den Kommunen: Kleinere Städte kommen bei der Erreichung der Vision-Zero-Ziele tendenziell schneller voran als größere und erreichen häufiger die Zwischenziele. Details zur Zielerreichung, analysiert in Relation zur Zahl der Einwohner und geclustert nach Städtegrößen, lassen sich unter https://www.visionzero.org/ranking/ abrufen.
Schlechter als EU-Schnitt
Während in der Europäischen Union die Zahl der Verkehrstoten im Jahresvergleich 2024 zu 2025 leicht sank (-3%) musste Deutschland im gleichen Zeitraum einen leichten Anstieg (+2%) verzeichnen.
Positivere Tendenz bei Schwerverletzten
Betrachtet man ausschließlich die Schwerverletzten, fällt die Bilanz etwas besser aus: In rund 48 Prozent der Städte wird das entsprechende Jahresziel erreicht oder sogar übertroffen. Die Bilanz bei den Schwerverletzten im Gegensatz zu den Getöteten kann ein etwas besserer Indikator für Trends und Entwicklungen sein, da hier größere Fallzahlen analysiert werden können. Bei den Getöteten dagegen können einzelne schwere Unfälle die Jahreswerte einer Stadt stark beeinflussen.
Was der Vision Zero Monitor zeigt
Der Vision Zero Monitor macht sichtbar, ob Städte bei der Verringerung der Unfallopfer auf dem richtigen Weg sind. Die Analyse der Initiative für sichere Straßen basiert auf Daten einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zu Verkehrsunfallopfern in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern. Die Unfallzahlen werden den Zielen der Europäischen Union gegenübergestellt, ausgehend vom Jahr 2020 bis zum Jahr 2030 die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu halbieren. Als Ausgangsbasis dient - entsprechend dem EU-Ansatz - der Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Damit werden pandemiebedingte Verzerrungen des Jahres 2020 vermieden.
"Keine Verkehrstoten sind keine Utopie"
"Auf dem Weg zu Null Verkehrstoten bleibt noch viel zu tun", erklärt Arno Wolter, Mitgründer der Initiative für sichere Straßen aus Bonn. "Die Reduzierung schwerer Unfallfolgen bleibt eine zentrale Herausforderung. Dass die Vision Zero aber keine Vision sein bleiben muss, beweisen verschiedene Städte: In Helsinki mit 700.000 Einwohnern wurde dieses Ziel bspw. schon erreicht", berichtet Wolter. Auch einzelnen Kommunen in Deutschland sei dies bereits gelungen.
Unterstützung für Kommunen
Der Vision Zero Monitor hilft Städten und Kommunen dabei, ihre Fortschritte auf dem Weg zu null Verkehrstoten zu bewerten und bestehenden Handlungsbedarf frühzeitig zu identifizieren. Die Initiative für sichere Straßen, die das Portal ins Leben gerufen hat und betreibt, bietet Städten und Kommunen auf Anfrage noch weitergehende Einblicke in die Detail-Daten.
Unterstützt wird das Portal vom TÜV-Verband als Partner für sichere Mobilität und Vision Zero.
Details zur Auswertung und den Hintergründen der Zahlen finden sich unter https://www.visionzero.org/was-ist-der-vision-zero-monitor/
Pressekontakt:
Jörn Wolter
Initiative für sichere Straßen GmbH
Matthias-Grünewald-Str. 1-3
53175 Bonn
Telefon: 0228-76 38 69 00
E-Mail: presse@sichere-strassen.org
Original-Content von: Initiative für sichere Straßen GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/149946/6377821
Vision Zero Monitor zeigt Entwicklung bei der Verkehrssicherheit im Detail - Deutschland entwickelt sich schlechter als EU-Schnitt - positive Tendenz bei Schwerverletzten - kleinere Städte kommen häufig besser voran als größere
Von 2020 bis 2030 sollen die Zahlen der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr um jeweils 50 Prozent sinken, so die EU-Vision-Zero-Ziele. Doch zur Halbzeit auf dem Weg zu diesem Ziel bleibt noch viel zu tun. Das zeigt der Vision Zero Monitor (www.visionzero.org), der von der Initiative für sichere Straßen aus Bonn entwickelt wurde und vom TÜV-Verband unterstützt wird. Von den 707 auf der Plattform ausgewerteten deutschen Städten über 20.000 Einwohner erreicht aktuell nur knapp ein Viertel beide Jahresziele für das Jahr 2025, nämlich 160 Städte. Weitere 347 Städte erreichen immerhin eines der beiden Ziele, 200 Städte verfehlen hingegen beide Vorgaben.
Die Auswertung zeigt dabei Unterschiede zwischen den Kommunen: Kleinere Städte kommen bei der Erreichung der Vision-Zero-Ziele tendenziell schneller voran als größere und erreichen häufiger die Zwischenziele. Details zur Zielerreichung, analysiert in Relation zur Zahl der Einwohner und geclustert nach Städtegrößen, lassen sich unter https://www.visionzero.org/ranking/ abrufen.
Schlechter als EU-Schnitt
Während in der Europäischen Union die Zahl der Verkehrstoten im Jahresvergleich 2024 zu 2025 leicht sank (-3%) musste Deutschland im gleichen Zeitraum einen leichten Anstieg (+2%) verzeichnen.
Positivere Tendenz bei Schwerverletzten
Betrachtet man ausschließlich die Schwerverletzten, fällt die Bilanz etwas besser aus: In rund 48 Prozent der Städte wird das entsprechende Jahresziel erreicht oder sogar übertroffen. Die Bilanz bei den Schwerverletzten im Gegensatz zu den Getöteten kann ein etwas besserer Indikator für Trends und Entwicklungen sein, da hier größere Fallzahlen analysiert werden können. Bei den Getöteten dagegen können einzelne schwere Unfälle die Jahreswerte einer Stadt stark beeinflussen.
Was der Vision Zero Monitor zeigt
Der Vision Zero Monitor macht sichtbar, ob Städte bei der Verringerung der Unfallopfer auf dem richtigen Weg sind. Die Analyse der Initiative für sichere Straßen basiert auf Daten einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zu Verkehrsunfallopfern in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern. Die Unfallzahlen werden den Zielen der Europäischen Union gegenübergestellt, ausgehend vom Jahr 2020 bis zum Jahr 2030 die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu halbieren. Als Ausgangsbasis dient - entsprechend dem EU-Ansatz - der Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019. Damit werden pandemiebedingte Verzerrungen des Jahres 2020 vermieden.
"Keine Verkehrstoten sind keine Utopie"
"Auf dem Weg zu Null Verkehrstoten bleibt noch viel zu tun", erklärt Arno Wolter, Mitgründer der Initiative für sichere Straßen aus Bonn. "Die Reduzierung schwerer Unfallfolgen bleibt eine zentrale Herausforderung. Dass die Vision Zero aber keine Vision sein bleiben muss, beweisen verschiedene Städte: In Helsinki mit 700.000 Einwohnern wurde dieses Ziel bspw. schon erreicht", berichtet Wolter. Auch einzelnen Kommunen in Deutschland sei dies bereits gelungen.
Unterstützung für Kommunen
Der Vision Zero Monitor hilft Städten und Kommunen dabei, ihre Fortschritte auf dem Weg zu null Verkehrstoten zu bewerten und bestehenden Handlungsbedarf frühzeitig zu identifizieren. Die Initiative für sichere Straßen, die das Portal ins Leben gerufen hat und betreibt, bietet Städten und Kommunen auf Anfrage noch weitergehende Einblicke in die Detail-Daten.
Unterstützt wird das Portal vom TÜV-Verband als Partner für sichere Mobilität und Vision Zero.
Details zur Auswertung und den Hintergründen der Zahlen finden sich unter https://www.visionzero.org/was-ist-der-vision-zero-monitor/
Pressekontakt:
Jörn Wolter
Initiative für sichere Straßen GmbH
Matthias-Grünewald-Str. 1-3
53175 Bonn
Telefon: 0228-76 38 69 00
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