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MÄRKTE USA/Etwas fester - Fed-Entscheidung und Unternehmenszahlen im Blick

DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Fed-Entscheidung und Unternehmenszahlen im Blick

DOW JONES--Mit leichten Gewinnen ist die Wall Street in die neue Handelswoche gestartet. Für den Dow-Jones-Index geht es um 0,4 Prozent auf 52.416 Punkte nach oben. Der breiter gefasste S&P-500 steigt um 0,3 Prozent, und der technologielastige Nasdaq-Composite klettert um 0,2 Prozent. Etwas stützend wirken die fallenden Ölpreise, auch wenn sich weiter keine Lösung im Iran-Krieg abzeichnet. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 1,0 Prozent auf 115,54 Dollar.

Auch die Renditen am US-Anleihemarkt zeigen sich stabil auf dem zuletzt niedrigeren Niveau. Die Flucht in den "sicheren Hafen" Anleihen hatte in der vergangenen Woche für deutlich nachgebende Renditen gesorgt. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 1 Basispunkt auf 4,98 Prozent. Marktteilnehmer verweisen aber darauf, dass die grundlegenden Bedenken über die KI-Investitionen weiter bestehen.

Insgesamt dürfte der Handel in recht ruhigen Bahnen verlaufen. Im Fokus stehen unter anderem die Zinsentscheidungen der US-Notenbank, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan im Wochenverlauf. Bei der US-Notenbank wird zur Wochenmitte unmittelbar vor den Zwischenwahlen in den USA mit keiner Zinserhöhung gerechnet. Daher stehen vor allem die Aussagen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad im Blickpunkt. Dem FedWatch-Tool der CME zufolge erwarten Marktteilnehmer weitgehend, dass die US-Notenbank die Zinssätze in dieser Woche unverändert lässt, sehen jedoch eine Wahrscheinlichkeit von fast 80 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember.

Zudem dominiert weiterhin die Berichtssaison. Etwa 36 Prozent der im S&P-500 gelisteten Unternehmen, darunter Amazon, die Google-Mutter Alphabet und Microsoft, werden im Wochenverlauf ihre Quartalsergebnisse vorlegen.

Der Dollar legt leicht zu, der Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent. Hier werde mit Spannung auf die Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch gewartet, heißt es.

Der Goldpreis erholt sich leicht von den Abgaben am Freitag und klettert wieder über die Marke von 4.000 US-Dollar. Die Feinunze erhöht sich um 0,3 Prozent auf 4.007 Dollar.

Bei den Einzelwerten geht es für die SpaceX-Aktie um 0,6 Prozent nach unten. SpaceX hat sich nach Aussage von Elon Musk eine Fremdkapitalfinanzierung über 40 Milliarden US-Dollar gesichert. Dies werde es SpaceX ermöglichen, Grafikprozessoren (GPUs) - eine Art von KI-Chips - zu erwerben, teilte Musk auf der Plattform X mit. In den vergangenen Wochen waren die Anleger mit Blick auf die Fremdkapitalfinanzierung im KI-Sektor zunehmend nervöser geworden.

Verizon Communications hat den Ausblick für das Gesamtjahr erneut angehoben, da der Mobilfunkkonzern weiterhin neue Kunden für seine Postpaid-Mobilfunkdienste gewinnt. Der Mobilfunkanbieter teilte zudem mit, dass er eine Vereinbarung im Wert von mehr als 2 Milliarden Dollar mit Amazon Web Services unterzeichnet habe. Diese soll die Infrastruktur unterstützen, die für agentische und generative KI-Arbeitslasten erforderlich ist. Bei den Ergebnissen für das dritte Quartal lag der Umsatz leicht unter der Prognose der Analysten, der bereinigte Gewinn je Aktie dagegen darüber. Die Aktie verliert 2,2 Prozent.

Meta Platforms (-1,7%) plant die Beschaffung von bis zu 95 Milliarden US-Dollar durch Aktienemissionen, um damit die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur zu finanzieren, wie die Facebook-Muttergesellschaft mitteilt.

Anthropic hat die Unterlagen für den Börsengang eingereicht. Noch nicht bekannt gegeben wurde die angestrebte Bewertung und die Anzahl der Aktien, die das Unternehmen zu verkaufen plant. Anthropic strebt einen Börsengang in der Woche vom 16. November an, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, wobei sich der Zeitplan noch ändern könnte. Der KI-Konzern hat zudem in der ersten Hälfte 2026 insgesamt 16,3 Milliarden US-Dollar eingenommen, gegenüber 1,1 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Ölaktien geben mit den fallenden Ölpreisen nach. Die Anleger würden auf eine Entspannung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran setzen, heißt es. Chevron rutschten um 0,5 Prozent ab, ConocoPhillips verlieren 0,4 Prozent und ExxonMobil fallen um 0,6 Prozent.

Dem US-Erdgasmarkt steht eine milliardenschwere Fusion ins Haus. EQT hat mit Wettbewerber Range Resources eine Vereinbarung über eine Übernahme in Form eines Aktientauschs im Volumen von knapp 13 Milliarden US-Dollar getroffen. Während EQT um 4,6 Prozent fallen, legen Range Resources um 14 Prozent zu.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.415,53  +0,4  +200,37    52.215,16 
S&P-500         7.645,86  +0,3   +22,18    7.623,68 
NASDAQ Comp      26.017,40  +0,2   +62,06    25.955,34 
NASDAQ 100       29.053,21  +0,3   +95,69    28.957,53 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,70 +0,02    4,72      4,66 
5 Jahre           4,81 +0,00    4,84      4,78 
10 Jahre          4,98 -0,01    5,01      4,96 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:24 
EUR/USD          1,1185  -0,2  -0,0017     1,1202   1,1197 
EUR/JPY          176,12  +0,2   0,4200      175,7  175,5500 
EUR/CHF          0,9239  -0,0  -0,0004     0,9243   0,9236 
EUR/GBP          0,8383  +0,1   0,0008     0,8375   0,8368 
USD/JPY          157,44  +0,4   0,5800     156,86  156,7700 
GBP/USD          1,3338  -0,3  -0,0034     1,3372   1,3378 
USD/CNY          6,668  -0,0  -0,0022     6,6702   6,6702 
USD/CNH          6,6677  -0,0  -0,0013     6,6690   6,6696 
AUS/USD          0,7021  -0,2  -0,0012     0,7033   0,7033 
Bitcoin/USD      79.677,13  -0,9  -738,67    80.415,80 81.497,35 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,56  -1,7   -1,71     103,27 
Brent/ICE         115,54  -1,0   -1,18     116,72 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.006,60  +0,3   11,08    3.995,52 
Silber           53,79  -0,2   -0,11      53,89 
Platin         1.530,67  -1,3   -20,16    1.550,83 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/uxd

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October 26, 2026 09:48 ET (13:48 GMT)

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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