BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mit verschiedenen Maßnahmen will die Europäische Kommission Europa besser auf Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten. An diesem Dienstag legt die Brüsseler Behörde eine neue Strategie dazu vor, wie besser mit Herausforderungen wie etwa Hitze umgegangen werden kann.
Im September hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unter anderem angekündigt, mit dem Vorstoß einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz verfolgen zu wollen, bis auf die lokale Ebene. "Es waren die heißesten Sommermonate aller Zeiten - aber vielleicht die kühlsten der kommenden Jahre", sagte sie damals.
Nach Daten vom EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus war der Sommer für Westeuropa der wärmste seit Aufzeichnungsbeginn. Bis zum 2. September sei die in der EU verbrannte Fläche fast doppelt so groß wie im Schnitt der Jahre 2006 bis 2025 gewesen. Nach Schätzung britischer Wissenschaftler kostete die Hitze im Sommer in europäischen Städten etwa 50.000 Menschen das Leben - mehr als je zuvor. In Deutschland starben bis Ende des Sommers nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 16.000 Menschen infolge von Hitze, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren./rdz/DP/jha
