DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Ein teures Werk, ein fehlendes Modell und eine offene Zukunft: Hannover gilt im VW-Kosmos als einer der heikleren Fälle, wenn es darum geht, das nächste Sparprogramm bei Europas größtem Autokonzern umzusetzen. Fast die Hälfte seiner Produktion hat das Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge binnen eines Jahrzehnts bereits verloren. Liefen im Jahr 2017 in der niedersächsischen Landeshauptstadt noch mehr als 200.000 Fahrzeuge vom Band, waren es im vergangenen Jahr nur noch rund 113.500. Nun lotet Volkswagen eine ungewöhnliche Option für den Standort aus: In Hannover könnten künftig Militärlastwagen gebaut werden. Mitte September sprachen der tschechische Rüstungskonzern CSG und das Management von Volkswagen Nutzfahrzeuge über eine mögliche Fertigung. So berichten es mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen dem Handelsblatt. (Handelsblatt)
KONE/TK ELEVATOR - Die Aufzughersteller Kone und TK Elevator bereiten den Verkauf von Vermögenswerten vor, versuchen aber, an ihren Geschäftsbetrieben in Spanien und Portugal festzuhalten. Sie wollen die Genehmigung aus Brüssel für ihre 29 Milliarden Euro schwere Fusion erlangen. Der finnische Konzern Kone hatte im April vereinbart, den deutschen Rivalen TKE zu übernehmen, und plant nun den Verkauf von Vermögenswerten im Wert von 4 bis 5 Milliarden Euro, um die kartellrechtliche Freigabe zu sichern, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Kone plant, das Europageschäft von TKE abzustoßen, um die Genehmigung zur Schaffung des weltgrößten Aufzugherstellers mit Hauptsitz in der Region zu erhalten. Ein kombiniertes Unternehmen käme auf einen Jahresumsatz von rund 21 Milliarden Euro. (Financial Times)
LUFTHANSA - Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat den Sparkurs seines Konzerns an Bord verteidigt und deutlich gemacht, dass er nicht enden wird. Über den Test, bei dem die Lufthansa im März auf rund 20 europäischen Strecken prüfte, wie wenig Reinigung Passagiere in der Economy hinnehmen, sagte Spohr dem Spiegel, man habe "punktuell nachgebessert" und liege "weiter über dem Branchenstandard". Dann fügte er hinzu: "Effizienzsteigerung ist Teil unseres Geschäftsmodells, alles andere wäre unehrlich. Bei 10 Euro Gewinn pro Passagier hört das effizienter Werden nie auf." Den innerdeutschen Luftverkehr hält Spohr für wenig zukunftsfähig. "Es gibt keine Airline mehr, die mit innerdeutschen Verbindungen ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln könnte", sagte er. (Spiegel)
LEAPMOTOR - Für den chinesischen Autobauer Leapmotor ist die in Spanien angelaufene Produktion die erste in Europa - und es soll nicht die letzte sein. "Wir sehen eine wichtige Zukunft in Europa, das für Leapmotor heute mit Abstand die wichtigste Region außerhalb Chinas ist", sagte Leapmotor-International-CEO Danilo Annese dem Handelsblatt. Mitte Oktober liefen die ersten Ausfertigungen des gut verkauften Leapmotor-Modells B10, eines Kompakt-SUV, im spanischen Stellantis-Werk in Saragossa vom Band. Jüngst gab der Hersteller bekannt, ab dem ersten Quartal 2027 in dem Werk auch den Kompaktwagen B05 bauen zu wollen. (Handelsblatt)
HELSING - Das Münchener Startup Helsing, das unter anderem für seine Kampfdrohnen bekannt ist, hat große Pläne im Geschäft mit einem eigenen Luftverteidigungssystem. Zusammen mit zwei ebenfalls von Helsing neu entwickelten Lenkflugkörpern soll das KI-gestützte und autonome System Schutz vor Angriffen mit einer großen Zahl von Drohnen oder Raketen bieten, wie sie derzeit die Ukraine abwehren muss. "Mit der Gefahr ist ganz Europa konfrontiert", sagte Gundbert Scherf, der Co-Vorstandsvorsitzende von Helsing, zur Vorstellung des Luftverteidigungssystems Contra und der Lenkflugkörper AD-1 Inferno und AD-2 Ambush in Berlin. Die ersten Luftverteidigungssysteme will Helsing in der zweiten Jahreshälfte 2027 ausliefern. (FAZ)
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October 27, 2026 01:49 ET (05:49 GMT)
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