WIESBADEN (ots) -
Private Haushalte in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen Industriestaaten. Mit 18,9 % lag die Bruttosparquote im Jahr 2025 deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30./31. Oktober mitteilt. In Frankreich sparten die privaten Haushalte 17,8 % ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den Niederlanden 17,4 %, in Österreich 15,7 % und in Italien 10,8 %. Einen deutlich höheren Wert unter den international mit Deutschland vergleichbaren Staaten wies die Schweiz mit 27,4 % aus, was an der dortigen höheren Bedeutung der privaten Altersvorsorge liegt. Vergleichsweise niedrig war die Bruttosparquote dagegen mit 10,7 % in den Vereinigten Staaten.
Die Bruttosparquote wird üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, aus.
Haushalte in Deutschland neigten auch in den Vorjahren stärker zum Sparen
Auch in einer langfristigen Betrachtung zeigt sich die hohe Sparneigung der Haushalte in Deutschland. In den letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 % ihres Einkommens. In Frankreich war der Anteil mit 16,6 % geringer, ebenso in den Niederlanden (16,3 %), in Österreich (15,3 %), in Italien (12,1 %) und in den Vereinigten Staaten (13,0 %). In der Schweiz war die Bruttosparquote im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 dagegen höher (24,5 %).
Zuletzt ging die Sparquote in Deutschland leicht zurück. Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 %. Im Jahr 2024 hatte sie bei 19,6 % gelegen. Einen Höchststand hatte sie im Jahr 2020 mit 22,9 % erreicht. Während der damals herrschenden Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu einem Anstieg der Sparquote führte.
Methodische Hinweise:
Die in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Sparquote ergibt sich aus dem Sparen aller privaten Haushalte gemessen an ihrem verfügbaren Einkommen insgesamt, einschließlich neu erworbener betrieblicher Versorgungsansprüche. Bewertungsbedingte Änderungen wie Kursgewinne oder -verluste bei Aktien und Wertänderungen bei Immobilien zählen weder zum Sparen noch zum Einkommen. Der durch Abschreibungen ausgedrückte Verzehr von Werten - bei privaten Haushalten sind dies vor allem Abschreibungen auf selbst genutzte und vermietete Wohnungen - ist bei der Bruttosparquote nicht abgezogen. Bei der Bruttosparquote sind die Abschreibungen sowohl im Einkommen als auch im Sparen enthalten. Bei der Nettosparquote sind diese Abschreibungen abgezogen, d.h. sie reduzieren das verfügbare Einkommen privater Haushalte und damit auch deren Sparen. Der Wert für die Nettosparquote liegt daher deutlich unter dem der Bruttosparquote.
Die Daten zu Sparquoten stammen von der EU-Statistikbehörde Eurostat, von der OECD (Vereinigte Staaten) und von nationalen statistischen Ämtern (Deutschland, Frankreich, Schweiz). Insbesondere für das Jahr 2025 und das 1. Halbjahr 2026 sind sie noch vorläufig.
Weitere Informationen:
Weitere Daten zu Sparquoten in der EU gibt es im Webangebot der europäischen Statistikbehörde Eurostat und darüberhinausgehende internationale Daten bei der OECD.
Diese Zahl der Woche ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
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VGR Verteilungsrechnung
Telefon: +49 611 75 2218
www.destatis.de/kontakt
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Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32102/6378402
Private Haushalte in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen Industriestaaten. Mit 18,9 % lag die Bruttosparquote im Jahr 2025 deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltspartag am 30./31. Oktober mitteilt. In Frankreich sparten die privaten Haushalte 17,8 % ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den Niederlanden 17,4 %, in Österreich 15,7 % und in Italien 10,8 %. Einen deutlich höheren Wert unter den international mit Deutschland vergleichbaren Staaten wies die Schweiz mit 27,4 % aus, was an der dortigen höheren Bedeutung der privaten Altersvorsorge liegt. Vergleichsweise niedrig war die Bruttosparquote dagegen mit 10,7 % in den Vereinigten Staaten.
Die Bruttosparquote wird üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, aus.
Haushalte in Deutschland neigten auch in den Vorjahren stärker zum Sparen
Auch in einer langfristigen Betrachtung zeigt sich die hohe Sparneigung der Haushalte in Deutschland. In den letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 % ihres Einkommens. In Frankreich war der Anteil mit 16,6 % geringer, ebenso in den Niederlanden (16,3 %), in Österreich (15,3 %), in Italien (12,1 %) und in den Vereinigten Staaten (13,0 %). In der Schweiz war die Bruttosparquote im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 dagegen höher (24,5 %).
Zuletzt ging die Sparquote in Deutschland leicht zurück. Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 %. Im Jahr 2024 hatte sie bei 19,6 % gelegen. Einen Höchststand hatte sie im Jahr 2020 mit 22,9 % erreicht. Während der damals herrschenden Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu einem Anstieg der Sparquote führte.
Methodische Hinweise:
Die in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Sparquote ergibt sich aus dem Sparen aller privaten Haushalte gemessen an ihrem verfügbaren Einkommen insgesamt, einschließlich neu erworbener betrieblicher Versorgungsansprüche. Bewertungsbedingte Änderungen wie Kursgewinne oder -verluste bei Aktien und Wertänderungen bei Immobilien zählen weder zum Sparen noch zum Einkommen. Der durch Abschreibungen ausgedrückte Verzehr von Werten - bei privaten Haushalten sind dies vor allem Abschreibungen auf selbst genutzte und vermietete Wohnungen - ist bei der Bruttosparquote nicht abgezogen. Bei der Bruttosparquote sind die Abschreibungen sowohl im Einkommen als auch im Sparen enthalten. Bei der Nettosparquote sind diese Abschreibungen abgezogen, d.h. sie reduzieren das verfügbare Einkommen privater Haushalte und damit auch deren Sparen. Der Wert für die Nettosparquote liegt daher deutlich unter dem der Bruttosparquote.
Die Daten zu Sparquoten stammen von der EU-Statistikbehörde Eurostat, von der OECD (Vereinigte Staaten) und von nationalen statistischen Ämtern (Deutschland, Frankreich, Schweiz). Insbesondere für das Jahr 2025 und das 1. Halbjahr 2026 sind sie noch vorläufig.
Weitere Informationen:
Weitere Daten zu Sparquoten in der EU gibt es im Webangebot der europäischen Statistikbehörde Eurostat und darüberhinausgehende internationale Daten bei der OECD.
Diese Zahl der Woche ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
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