
© Foto: Symbolbild mit KI erstellt
Lange ging es nur bergab, doch jetzt knistert es wieder und die Spannung auf einen Rebound kehrt zurück! Novo Nordisk kauft eigene Aktien zurück, holt neue Zulassungen und liefert starke Studiendaten. Dazu steht der Chart vor einer spannenden Weichenstellung. Knackt die Aktie die entscheidenden Marken, könnte es schnell nach oben gehen. Doch wo genau liegen die Hürden? Und was passiert, wenn der Boden doch nicht hält? Am 4. November kommen die nächsten Zahlen. Wer jetzt genau hinschaut, sollte unbedingt weiterlesen.
Frische Signale vom Abnehm-Riesen
Novo Nordisk liefert gerade Nachrichten quasi am Fließband. Seit Februar hat der Konzern rund 39 Millionen B-Aktien zurückgekauft. Dafür flossen knapp 10,9 Milliarden Kronen und damit ist die Botschaft an die Anleger klar: Das Management traut der eigenen Aktie etwas zu und sagt, der Kurs ist zu günstig und das Programm läuft einfach weiter. Dazu kommt die FDA-Zulassung für Awiqli bei Kindern ab 10 Jahren. Es ist das erste Insulin für diese Gruppe, das nur einmal pro Woche gespritzt wird. Auch CagriSema macht Mut. Bei 2.309 Frauen purzelten im Schnitt 25 Prozent des Gewichts. Die Auswertung kam zwar nachträglich und gilt als explorativ, doch die FDA-Entscheidung im vierten Quartal rückt näher. Auch der Blick nach vorn macht Hoffnung, denn schon auf dem Kapitalmarkttag im September nannte Novo klare Ziele bis 2030, wie z. B. einen Umsatz im mittleren einstelligen Bereich sowie stabile Margen. Die Wegovy-Tablette soll der große Treiber werden. Morningstar sieht deren Umsatz bis 2030 von 2,5 auf 12 Milliarden Dollar steigen. Im Schnitt peilen Analysten rund 39 Euro an. Das ist zwar nicht viel Luft nach oben, aber immerhin gut 10 Prozent.
Charttechnik
Die Aktie kostet derzeit rund 35 Euro. In den letzten Wochen hat sie sich gefangen und baut einen Boden. Über 38,50 Euro wären beide wichtigen gleitenden Durchschnitte zurückerobert. Das wäre ein starkes Signal an den Markt und die Investoren. Die Käufer hätten dann wieder das Heft in der Hand und viele Trader, die an der Seitenlinie ausharren, warten genau auf diesen Moment. Danach lauern die nächsten Hürden bei 40 und bei 43 Euro, fallen sie, ist der Weg frei. Dann rücken 55 bis 60 Euro in Reichweite. Nach unten gibt es eine klare Linie. Die Marke bei 30,25 Euro sollte halten. Rutscht die Aktie darunter, droht ein Abgleiten Richtung 25 Euro.

Was tun?
Die Zutaten für eine Erholung sind da. Der Kurs liegt gut 20 Prozent unter dem Stand von vor einem Jahr. Das KGV auf Vorjahresbasis beträgt rund 14. Der Analystenkonsens ist höher als der aktuelle Kurs, auch wenn diese das Potenzial aktuell nach oben eher für begrenzt halten. Morningstar rechnet bis 2030 mit etwa sechs Prozent Umsatzplus pro Jahr. Die Wegovy-Tablette gilt dabei als wichtiger Treiber, allerdings bröckeln die Marktanteile in den USA. Unser Eindruck ist, dass Anleger auf eine Wende setzen könnten, sollten aber Schritt für Schritt vorgehen. Eine erste Position passt schon jetzt. Aufstocken lohnt sich eher, wenn die Aktie über 38,50 Euro schließt und die Zahlen am 4. November überzeugen. Ein Stopp unter 30,25 Euro begrenzt das Risiko.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
Haftungsausschluss/Disclaimer
Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und - je nach Art des Investments - sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Finanznachrichten.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Finanznachrichten.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Finanznachrichten.de und/oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.




