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MÄRKTE EUROPA/Börsen legen leicht zu - Technologiewerte legen weiter zu

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen legen leicht zu - Technologiewerte legen weiter zu

DOW JONES--Angeführt von den Technologiewerten haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag fester geschlossen. Im Handel war weiter von einem zurückhaltenden Geschäft die Rede. Mit geldpolitischen Entscheidungen von Bank of Japan, US-Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Geschäftszahlen von Amazon, Alphabet und Microsoft habe die laufende Woche viel zu bieten - im Vorfeld hätten sich die Anleger zurückgehalten. Die Geschäftszahlen der Technologie-Giganten dürften vor allem mit Blick auf die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms an der Börse geprüft werden. Auch die israelischen Parlamentswahlen könnten mit Blick auf die weitere Iran-Politik von Relevanz für die Märkte sein, hieß es weiter.

Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 25.591 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,8 Prozent auf 6.165 Punkte nach oben. Etwas Unterstützung für die Börsen kam vom Makroumfeld. Die Rendite der 10-jährigen Benchmarkanleihe zeigte sich weiter unter der Marke von 5,00 Prozent und die Ölpreise gaben nach.

Angesichts der anhaltend hohen Energiepreise und der wachsenden Inflationsrisiken werden Anleger jedes Wort der Notenbanker auf die Goldwaage legen. "Die entscheidende Frage lautet, wie weit die Währungshüter bei der Inflationsbekämpfung gehen müssen, ohne die ohnehin fragile Konjunktur zusätzlich zu belasten", hieß es bei CMC. Es wird erwartet, dass sowohl die Fed als auch die EZB die Leitzinsen bestätigen werden, im Fokus wird daher der Ausblick stehen.

Im Technologiebereich ging es erneut aufwärts. Der Sektor-Index war mit einem Plus von 2,0 Prozent Tagesgewinner. Siemens Energy stiegen um weitere 4,4 Prozent und Infineon gewannen 4,8 Prozent. ASML legten um 2,8 Prozent zu und STMicro schlossen 7,1 Prozent höher. BE Semiconductor haussierten mit Aufschlägen von 11,4 Prozent. Applied Materials stockt ihre Beteiligung an dem Halbleiterausrüster auf rund 20 Prozent von zuvor 9 Prozent auf.

Dagegen verloren Suss nach einer Gewinnwarnung 4,0 Prozent. Der Anlagenbauer der Halbleiterindustrie rechnet nun für 2026 mit einem Umsatz von 405 bis 425 Millionen Euro sowie einer EBIT-Marge von 5 bis 7 Prozent und bleibt damit klar unter den Markterwartungen.

Das organische Umsatzwachstum bei Beiersdorf hat die Erwartungen im dritten Quartal verfehlt. Die Geschäftszahlen zeigten, wie stark die Konsumzurückhaltung inzwischen auf die Unternehmen durchschlage, so CMC. Der ausbleibende organische Umsatzanstieg sei ein Warnsignal für die gesamte Konsumgüterbranche. Beiersdorf verloren 3,3 Prozent, für das Henkel-Papier ging es im Gefolge um 0,7 Prozent nach unten.

Mercedes-Benz kassierte wegen eines zunehmend schwierigeren Marktumfeldes in China und höherer Kosten im Schlussquartal die Ziele für dieses Jahr. Das EBIT der Mercedes-Benz Group wird nun auf dem Niveau des Vorjahres erwartet - bisher hatten die Stuttgarter einen Wert deutlich über dem Niveau des Vorjahres in Aussicht gestellt. Nach Einschätzung von JP Morgan dürften die Konsenserwartungen um rund 10 Prozent nach unten revidiert werden. Mercedes-Benz waren mit einem Minus von 3,9 Prozent größter DAX-Verlierer.

Die Aktien der Porsche AG gewannen 3,8 Prozent. Der Sportwagenbauer hat laut JP Morgan solide Drittquartalszahlen vorgelegt. Preissetzung und Produktmix untermauerten die Ertragsstärke. Porsche habe die Gesamtjahresprognose in einem herausfordernden Marktumfeld bekräftigt - wobei die Prognose für die Netto-Cashflow-Marge im Segment Automotive nach dem Verkauf der Anteile an Bugatti/Rimac im September angehoben worden sei.

Cancom hat - aus Sicht der Deutschen Bank überraschend - den Mittelwert der Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 um 6 Prozent gesenkt. Dies spiegele im Wesentlichen längere Entscheidungsprozesse der Kunden sowie Projektverzögerungen wider, während die Zielmarken für das EBITDA und EBITA unverändert aufrechterhalten worden seien. Cancom verloren 6,0 Prozent.

Barclays sprach mit Blick auf die Geschäftszahlen der HSBC (-5,4%) von einem durchwachsenen Quartal. Der Fokus dürfte auf den verfehlten Markterwartungen beim Zinsüberschuss im Bankgeschäft und im Wealth-Bereich liegen sowie auf der nur bestätigten Prognose, die eine schwächere Run-Rate für den Zinsüberschuss bis ins Jahr 2027 impliziere.

Die Drittquartalszahlen von Novartis (+1,0%) sind besser als erwartet ausgefallen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag laut JP Morgan mit 2,46 Dollar rund 7 Prozent über der Konsenserwartung, während der Umsatz den Markterwartungen entsprach. Die daraus resultierende Bruttomarge habe mit 83,7 Prozent die Erwartung der Analysten um 70 Basispunkte geschlagen.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.165       +0,8          +5,6 
Stoxx-50        5.371       +0,3          +8,9 
DAX          25.591       +0,7          +3,8 
FTSE-100 London    10.687       -0,8          +8,4 
CAC-40 Paris      7.887       +0,5          -3,7 
AEX Amsterdam     1.140       +0,6         +19,1 
BEL-20 Brüssel     5.802       +0,3         +13,9 
IBEX-35 Madrid    19.161       +0,7         +10,0 
SMI Zürich      14.598       +0,4          +9,6 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:48 
EUR/USD          1,1139  -0,3  -0,0033     1,1172   1,1191 
EUR/JPY          175,87  -0,1  -0,1100     175,98  176,1900 
EUR/CHF          0,9227  -0,2  -0,0018     0,9245   0,9251 
EUR/GBP          0,8363  -0,1  -0,0011     0,8374   0,8379 
USD/JPY          157,89  +0,3  0,3900      157,5  157,4100 
GBP/USD          1,3315  -0,2  -0,0024     1,3339   1,3353 
USD/CNY          6,666  -0,1  -0,0040     6,6700   6,6700 
USD/CNH          6,6637  -0,1  -0,0039     6,6676   6,6675 
AUS/USD          0,7029  +0,2  0,0013     0,7016   0,7022 
Bitcoin/USD      80.508,66  +1,0  762,25    79.746,41 80.077,46 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         100,18  -1,6   -1,58     101,76 
Brent/ICE         113,78  -1,8   -2,03     115,81 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.059,39  +1,1   43,08    4.016,31 
Silber           54,38  +0,8   0,46      53,93 
Platin         1.532,50  +0,4   5,53    1.526,97 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/brb

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October 27, 2026 13:10 ET (17:10 GMT)

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