WIESBADEN (ots) -
- Zahl der Patientinnen und Patienten steigt im Vorjahresvergleich um 203 000 auf 17,7 Millionen, Bettenauslastung nimmt um 0,6 Prozentpunkte auf 72,6 % zu
- Ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt dauert mit 7 Tagen nur noch halb so lange wie im Jahr 1991
- Ein Viertel mehr Beschäftigte in Krankenhäusern als im Jahr 2015
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 17,7 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär im Krankenhaus behandelt, das waren 1,2 % oder 203 000 mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, blieb die Zahl der Behandlungsfälle aber weiterhin deutlich niedriger als vor der Corona-Pandemie: Im Zeitraum von 2014 bis 2019 waren jedes Jahr mehr als 19 Millionen Menschen in Krankenhäusern behandelt worden. Im Vergleich zum Jahr 2019 (19,4 Millionen) war die Zahl der Patientinnen und Patienten im Jahr 2025 um 9,4 % niedriger.
Die meisten stationären Krankenhausbehandlungen fanden im Jahr 2025 in der Fachabteilung Innere Medizin mit 5,0 Millionen Fällen und damit gut einem Viertel (28,1 %) aller Behandlungsfälle statt. Darauf folgte die Allgemeine Chirurgie mit 2,7 Millionen Behandlungen beziehungsweise 15,3 % aller Fälle.
Zahl der Betten sinkt, durchschnittliche Bettenauslastung steigt
Insgesamt waren in den deutschlandweit 1 807 Krankenhäusern im Jahresdurchschnitt 468 803 Betten aufgestellt, das waren 0,9 % weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg um 0,6 Prozentpunkte von 72,0 % im Jahr 2024 auf 72,6 % im Jahr 2025. Dabei wiesen große Krankenhäuser im Durchschnitt eine höhere Bettenauslastung auf: Krankenhäuser mit mehr als 800 Betten hatten eine Bettenauslastung von 75,3 %. Die niedrigsten Auslastungsraten hatten Krankenhäuser mit weniger als 100 Betten (1 bis 49 Betten: 55,2 %, 50 bis 99 Betten: 68,2 %).
Der größte Anteil der Betten im Jahr 2025 war in Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft aufgestellt. Sie stellten mit ihren 529 Einrichtungen 47,4 % der Krankenhausbetten. Die 549 Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft stellten 31,6 % der Betten. Mit 729 Einrichtungen befanden sich die meisten Krankenhäuser in privater Trägerschaft. Diese stellten jedoch lediglich 21,0 % der aufgestellten Betten und waren somit gemessen an der Bettenzahl im Durchschnitt deutlich kleiner als Krankenhäuser öffentlicher oder freigemeinnütziger Träger.
Durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts sinkt weiter
Ein stationärer Krankenhausaufenthalt dauerte im Jahr 2025 durchschnittlich 7,0 Tage und war damit um 0,1 Tage kürzer als im Vorjahr. Damit setzt sich der langfristige Trend von kürzeren Verweildauern fort. Zu Beginn der Krankenhausstatistik im Jahr 1991 dauerte ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt noch 14,0 Tage und war damit doppelt so lang wie im Jahr 2025.
Die Dauer des Aufenthalts variierte auch im Jahr 2025 in den unterschiedlichen Fachabteilungen. So lag die durchschnittliche Verweildauer in den Fachabteilungen Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie 2025 bei nur 5,0 beziehungsweise 4,8 Tagen.
Die höchsten Verweildauern wiesen demgegenüber die psychiatrischen Fachabteilungen und die Geriatrie auf. Hier lagen die Verweildauern in den psychiatrischen Fachabteilungen zwischen 24,3 und 47,0 Tagen und in der Geriatrie bei 14,8 Tagen.
Personalanstieg setzt sich fort: 25 % mehr Krankenhausbeschäftigte als 2015
Zum Jahresende 2025 waren in den Krankenhäusern 221 800 Personen im ärztlichen Dienst und 1 271 700 Personen im nichtärztlichen Dienst (einschließlich Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende) direkt bei den Einrichtungen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Personen im ärztlichen Dienst um 1,9 % und im nichtärztlichen Dienst um 2,5 %. Im Vergleich mit dem Jahr 2015 ergibt sich ein Anstieg der Beschäftigtenzahl von 27,1 % im ärztlichen Dienst und 24,9 % im nichtärztlichen Dienst.
Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte (Vollkräfte im Jahresdurchschnitt 2025) waren 1 038 000 in Krankenhäusern beschäftigt. Von diesen entfielen 184 100 auf den ärztlichen Dienst und 854 000 auf den nichtärztlichen Dienst. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich daraus eine Steigerung von 2,0 % im ärztlichen Dienst und 2,3 % im nichtärztlichen Dienst. Im Vergleich zu 2015 waren 19,2 % mehr Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 19,7 % mehr im nichtärztlichen Dienst beschäftigt.
Methodische Hinweise:
In den Angaben zu Vollkräften im Jahresdurchschnitt sind unterschiedliche Beschäftigungsformen wie Voll- und Teilzeit sowie geringfügige Beschäftigung berücksichtigt. Ebenfalls berücksichtigt sind Beschäftigte, die nur während eines Teils des Berichtsjahres im Krankenhaus tätig waren.
Weitere Informationen:
Ausführliche Ergebnisse zu den Krankenhausgrunddaten 2025, differenziert nach Krankenhaustypen und Bundesländern, bieten die Statistischen Berichte "Grunddaten der Krankenhäuser - Deutschland" und "Grunddaten der Krankenhäuser - Bundesländer", die im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes auf der Themenseite "Krankenhäuser" zum Download bereitstehen.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Gesundheitsstatistiken
Telefon: +49 611 75 8121
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
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Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32102/6379245
- Zahl der Patientinnen und Patienten steigt im Vorjahresvergleich um 203 000 auf 17,7 Millionen, Bettenauslastung nimmt um 0,6 Prozentpunkte auf 72,6 % zu
- Ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt dauert mit 7 Tagen nur noch halb so lange wie im Jahr 1991
- Ein Viertel mehr Beschäftigte in Krankenhäusern als im Jahr 2015
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 17,7 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär im Krankenhaus behandelt, das waren 1,2 % oder 203 000 mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, blieb die Zahl der Behandlungsfälle aber weiterhin deutlich niedriger als vor der Corona-Pandemie: Im Zeitraum von 2014 bis 2019 waren jedes Jahr mehr als 19 Millionen Menschen in Krankenhäusern behandelt worden. Im Vergleich zum Jahr 2019 (19,4 Millionen) war die Zahl der Patientinnen und Patienten im Jahr 2025 um 9,4 % niedriger.
Die meisten stationären Krankenhausbehandlungen fanden im Jahr 2025 in der Fachabteilung Innere Medizin mit 5,0 Millionen Fällen und damit gut einem Viertel (28,1 %) aller Behandlungsfälle statt. Darauf folgte die Allgemeine Chirurgie mit 2,7 Millionen Behandlungen beziehungsweise 15,3 % aller Fälle.
Zahl der Betten sinkt, durchschnittliche Bettenauslastung steigt
Insgesamt waren in den deutschlandweit 1 807 Krankenhäusern im Jahresdurchschnitt 468 803 Betten aufgestellt, das waren 0,9 % weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg um 0,6 Prozentpunkte von 72,0 % im Jahr 2024 auf 72,6 % im Jahr 2025. Dabei wiesen große Krankenhäuser im Durchschnitt eine höhere Bettenauslastung auf: Krankenhäuser mit mehr als 800 Betten hatten eine Bettenauslastung von 75,3 %. Die niedrigsten Auslastungsraten hatten Krankenhäuser mit weniger als 100 Betten (1 bis 49 Betten: 55,2 %, 50 bis 99 Betten: 68,2 %).
Der größte Anteil der Betten im Jahr 2025 war in Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft aufgestellt. Sie stellten mit ihren 529 Einrichtungen 47,4 % der Krankenhausbetten. Die 549 Krankenhäuser in freigemeinnütziger Trägerschaft stellten 31,6 % der Betten. Mit 729 Einrichtungen befanden sich die meisten Krankenhäuser in privater Trägerschaft. Diese stellten jedoch lediglich 21,0 % der aufgestellten Betten und waren somit gemessen an der Bettenzahl im Durchschnitt deutlich kleiner als Krankenhäuser öffentlicher oder freigemeinnütziger Träger.
Durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts sinkt weiter
Ein stationärer Krankenhausaufenthalt dauerte im Jahr 2025 durchschnittlich 7,0 Tage und war damit um 0,1 Tage kürzer als im Vorjahr. Damit setzt sich der langfristige Trend von kürzeren Verweildauern fort. Zu Beginn der Krankenhausstatistik im Jahr 1991 dauerte ein durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt noch 14,0 Tage und war damit doppelt so lang wie im Jahr 2025.
Die Dauer des Aufenthalts variierte auch im Jahr 2025 in den unterschiedlichen Fachabteilungen. So lag die durchschnittliche Verweildauer in den Fachabteilungen Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie 2025 bei nur 5,0 beziehungsweise 4,8 Tagen.
Die höchsten Verweildauern wiesen demgegenüber die psychiatrischen Fachabteilungen und die Geriatrie auf. Hier lagen die Verweildauern in den psychiatrischen Fachabteilungen zwischen 24,3 und 47,0 Tagen und in der Geriatrie bei 14,8 Tagen.
Personalanstieg setzt sich fort: 25 % mehr Krankenhausbeschäftigte als 2015
Zum Jahresende 2025 waren in den Krankenhäusern 221 800 Personen im ärztlichen Dienst und 1 271 700 Personen im nichtärztlichen Dienst (einschließlich Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende) direkt bei den Einrichtungen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Personen im ärztlichen Dienst um 1,9 % und im nichtärztlichen Dienst um 2,5 %. Im Vergleich mit dem Jahr 2015 ergibt sich ein Anstieg der Beschäftigtenzahl von 27,1 % im ärztlichen Dienst und 24,9 % im nichtärztlichen Dienst.
Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte (Vollkräfte im Jahresdurchschnitt 2025) waren 1 038 000 in Krankenhäusern beschäftigt. Von diesen entfielen 184 100 auf den ärztlichen Dienst und 854 000 auf den nichtärztlichen Dienst. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich daraus eine Steigerung von 2,0 % im ärztlichen Dienst und 2,3 % im nichtärztlichen Dienst. Im Vergleich zu 2015 waren 19,2 % mehr Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 19,7 % mehr im nichtärztlichen Dienst beschäftigt.
Methodische Hinweise:
In den Angaben zu Vollkräften im Jahresdurchschnitt sind unterschiedliche Beschäftigungsformen wie Voll- und Teilzeit sowie geringfügige Beschäftigung berücksichtigt. Ebenfalls berücksichtigt sind Beschäftigte, die nur während eines Teils des Berichtsjahres im Krankenhaus tätig waren.
Weitere Informationen:
Ausführliche Ergebnisse zu den Krankenhausgrunddaten 2025, differenziert nach Krankenhaustypen und Bundesländern, bieten die Statistischen Berichte "Grunddaten der Krankenhäuser - Deutschland" und "Grunddaten der Krankenhäuser - Bundesländer", die im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes auf der Themenseite "Krankenhäuser" zum Download bereitstehen.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
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