DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
NIM: Konsumklima verharrt auf niedrigem Niveau
Die Erholung der Kauflaune in Deutschland kommt weiterhin nicht voran. Nach dem Rückschlag im Vormonat stabilisiert sich das Konsumklima momentan auf niedrigem Niveau. Der vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelte Indikator prognostiziert für November einen kleinen Rückgang um 0,2 Zähler auf minus 30,8 Punkte (Vormonat: minus 30,6 Punkte). Das Ergebnis deckt sich exakt mit den Erwartungen der Analysten: Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 30,8 Punkte erwartet. Vor einem Jahr lag der Indikator noch bei minus 22,5 Punkten.
Europäischer Nutzfahrzeugmarkt zeigt nach 9 Monaten uneinheitliches Bild
Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres vor dem Hintergrund steigender Energiepreise ein uneinheitliches Bild gezeigt. Während die Zulassungen leichter Nutzfahrzeuge weitgehend stabil blieben, zeigte das Lkw-Segment eine Erholung ausgehend von einer niedrigen Basis, wie die Herstellervereinigung Acea mitteilte. Das Bus-Segment verzeichnete ein solides Wachstum. Der Anteil von Elektrofahrzeugen an den Neuzulassungen habe zwar weiter zugenommen, jedoch bleibe die Akzeptanz hinter dem erforderlichen Tempo zurück, fügte die Herstellervereinigung hinzu.
Laut Nachwahlbefragung kein klarer Gewinner bei Israel-Wahl
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Dienstag von den israelischen Wählern zwar einen deutlichen Denkzettel erhalten. Er behielt aber genug Unterstützung, um in den kommenden Wochen einen Showdown darüber einzuleiten, ob er im Amt bleiben wird. Erste Ergebnisse und Umfragen - die sich noch erheblich ändern können - zeigten, dass Netanjahus Likud-Partei die meisten Parlamentssitze gewinnt, wenn auch deutlich weniger als die 68-Sitze-Mehrheit, die seine Koalition in der Knesset hält. Dicht dahinter lag die Partei von Netanjahus stärkstem Herausforderer, dem ehemaligen Militärchef Gadi Eisenkot, dessen Bündnis entweder leicht vor Netanjahus Bündnis lag oder gleichauf.
USA warnen Golfländer vor möglichem neuen Iran-Krieg nach Zwischenwahlen - Kreise
Die USA haben mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert, sich nach den US-Zwischenwahlen auf einen kurzen, intensiven Militäreinsatz einzustellen. Dies verlautete aus Kreisen von Personen, die über die Gespräche unterrichtet wurden. Die Mitteilungen über diplomatische und militärische Kanäle zählen zu einer wachsenden Zahl von Signalen dafür, dass die USA und Israel Vorbereitungen für eine neue Runde schwerer Kampfhandlungen gegen den Iran treffen. Dabei riskieren sie eine erhebliche Eskalation - in der Hoffnung, die Stärke Teherans zu schwächen und das Land an den Verhandlungstisch zu zwingen. Das US-Militär verlegt laut Flugverfolgungsdaten sowie Angaben zweier mit der Verlegung vertrauter Vertreter ein zusätzliches Patriot-Flugabwehrsystem aus Texas nach Israel, um dessen Raketenabwehr zu stärken.
Trump will Methan-Emissionsregeln für Ölbranche abschaffen
Die Trump-Regierung arbeitet daran, Regelungen aus der Biden-Ära abzuschaffen, die darauf abzielen, die Emissionen des potenten Treibhausgases Methan zu begrenzen. Sie würde damit eine zentrale Forderung einiger ihrer Verbündeten aus der Öl- und Gasbranche erfüllen. Präsident Trump kündigte die Maßnahmen am Dienstag bei einer Kundgebung im texanischen Lubbock an. Die steigenden Energiekosten sind vor den Zwischenwahlen in der nächsten Woche zu einem wichtigen Thema geworden. Die US-Regierung beschreibt die geplante Rücknahme der Regelungen als einen Weg, die Rechnungen zu senken. "Die Demokraten haben die kleinen Öl- und Gasunternehmen zerstört", sagte Trump. "Wir sind jetzt so stark zurück, und niemand hat mehr Energie."
Neuseelands Zentralbank überrascht Märkte mit unveränderten Zinsen
Die Reserve Bank of New Zealand hat die Zinsen am Mittwoch unverändert belassen und damit die Finanzmärkte überrascht, die eine nahezu sichere Zinserhöhung eingepreist hatten. Die Notenbank signalisierte jedoch, dass weitere Erhöhungen wahrscheinlich seien. Der geldpolitische Ausschuss stimmte mit 4 zu 3 Stimmen dafür, den offiziellen Leitzins bei 2,75 Prozent zu belassen. Die Märkte hatten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf 95 Prozent beziffert. "Wir gehen davon aus, dass wir angesichts dessen, was wir bei der Inflation beobachten, eine weitere Erhöhung des Leitzinses sehen werden", sagte RBNZ-Gouverneurin Anna Breman vor Reportern.
Thailändische Zentralbank belässt Leitzins angesichts schwachen Wachstums unverändert
Thailands Zentralbank hat am Mittwoch bei ihrer vierten Sitzung in Folge die Zinsen unverändert gelassen. Eine relativ kontrollierte Inflation gibt ihr den Spielraum, einen wachstumsfördernden Kurs beizubehalten. Der geldpolitische Ausschuss der Bank of Thailand stimmte einstimmig dafür, den Leitzins bei 1,00 Prozent zu belassen. Diese Entscheidung war von allen 14 vom The Wall Street Journal befragten Ökonomen korrekt vorhergesagt worden. Ein Mitglied habe an der Sitzung nicht teilnehmen können, teilte die BOT mit.
Australiens Inflationssorgen verschärften sich im September
Australiens Verbraucherinflation verharrte im September auf einem erhöhten Niveau. Dies bestätigte die Befürchtungen der Reserve Bank of Australia, dass sich der Preisdruck materiell verschlimmert habe, und ebnete den Weg für eine fünfte Zinserhöhung in diesem Jahr bei der geldpolitischen Sitzung in der nächsten Woche. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 4,3 Prozent, nach 4,0 Prozent im August, wie das australische Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Das für die Geldpolitik wichtigere getrimmte Mittel der Inflation stieg im September im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent und lag damit leicht über dem Wert von 3,5 Prozent im August.
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October 28, 2026 04:03 ET (08:03 GMT)
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