Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Ein Großteil der Aufmerksamkeit der Akteure dürfte heute der FOMC-Sitzung der US-Notenbank gelten, so die Helaba.Die Entscheidung der FED werde am Abend bekannt gegeben, gefolgt von der Pressekonferenz mit FED-Chef Warsh. Dieser vermeide seit seinem Amtsantritt weitgehend, sich auf einen bestimmten Kurs der FED festzulegen. Andere FOMC-Mitglieder hätten dagegen immer wieder ihre grundsätzliche Zustimmung zu einer geldpolitisch restriktiveren Haltung geäußert. Die heutige Entscheidung werde mit Spannung erwartet, denn die fundamentalen Rahmenbedingungen würden Argumente sowohl für eine Straffung der Zinszügel als auch für ein Stillhalten und Abwarten liefern. Zum einen sei der Inflationsdruck seit längerem zu hoch und angesichts der unverändert erhöhten Energiepreise sei kurzfristig keine Entlastung erkennbar. Die US-Inflationsrate habe zuletzt bei 3,7% gelegen. Zudem sei die Arbeitsmarktlage robust und Stimmungsindikatoren der Unternehmen würden ein fortgesetztes Wachstum andeuten. Zum anderen seien die Kapitalmarktrenditen in den letzten Monaten bereits deutlich gestiegen und die Verbraucherstimmung sei schwach. Der Preisdruck sei vor allem bei Energieprodukten spürbar und es bestehe ein hohes Maß an Verunsicherung über die zukünftigen Perspektiven an den Ölmärkten. Auch die Folgewirkungen der KI-Investitionen seien schwer abzuschätzen und würden neben der Euphorie der Investoren für Sorgenfalten sorgen. Alles in allem sollte die FED eher vorsichtig handeln. Da bereits im September die Leitzinsen um 25 Bp erhöht worden seien, rechne die Helaba nun mit einem Stillhalten, erwarte aber einen Zinsschritt im Dezember. Marktseitig sei die eingepreiste Wahrscheinlichkeit auf unter 10% gesunken, per Dezember stehe sie immerhin bei 90%. (28.10.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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