DJ MARKT USA/Leichtes Plus vor Fed-Entscheid und Tech-Zahlen erwartet
Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend und wichtigen Quartalszahlen aus dem Technologie-Sektor nach Handelsende dürfte sich die Wall Street am Mittwoch nur wenig bewegen. Der Future auf den S&P-500 legt um 0,2 Prozent zu. Es wird zwar damit gerechnet, dass die US-Notenbank kurz vor den Zwischenwahlen in den USA keine weitere Zinserhöhung verkünden wird, doch werden Anleger vor allem auf die Aussagen von Fed-Chairman Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad schauen - denn eine Zinserhöhung im Dezember gilt mehrheitlich als sicher.
Die US-Inflation liege weiterhin unangenehm über dem Ziel der Fed von 2 Prozent und auf der Grundlage von Wirtschaftsdaten wäre eine weitere Erhöhung nicht unvernünftig, so Kevin Thozet von Carmignac. Daher seien die Gründe dafür, dass die US-Notenbank wahrscheinlich stillhalten werde, woanders zu suchen. "Die finanziellen Bedingungen haben sich verschärft, die Aktienmärkte haben geschwankt und an den Rändern der Kreditmärkte ist Stress aufgetreten", sagt er. Diese Faktoren lieferten der US-Notenbank einen Grund zu unterbrechen, ohne dass dies notwendigerweise einen Wechsel hin zu einer akkommodierenderen Haltung signalisiere, meint Thozet.
Für den Technologie-Sektor stehen nach der Schlussglocke die Quartalszahlen der Google-Mutter Alphabet und von Microsoft im Fokus. Die Geschäftszahlen von Microsoft verschafften der Wall Street die dringend benötigte Klarheit darüber, inwieweit der Tech-Gigant seine massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz monetarisiere, heißt es. Gestützt wird das Sentiment auch von den starken Geschäftszahlen von SK Hynix. Der südkoreanische Chiphersteller meldete eine Verdreifachung des Quartalsgewinns. Die Aktien von Microsoft fallen vorbörslich um 0,2 Prozent, Alphabet gewinnen dagegen 1,7 Prozent. Daneben zeigen sich Chipwerte mit Aufschlägen. So klettern Nvidia um 0,9 Prozent und Intel, die am Donnerstag ihre Zahlen vorlegen werden, erhöhen sich um 2,2 Prozent.
Daneben bestimmen weiter Quartalszahlen das Geschehen. Visa hat im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und steigende Umsätze verzeichnet. Zudem erhöhte Visa die Dividende von 67 Cent auf 78 Cent je Aktie. Allerdings hat ein vorsichtiger Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2027 die hohen Erwartungen der Anleger enttäuscht. Für die Aktie des Zahlungsdienstleisters geht es um 2,2 Prozent abwärts. Vor Handelsbeginn werden unter anderem noch T-Mobile US, GE Healthcare und GE Vernova einen Blick in die Bücher gewähren.
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