Berlin (ots) -
Die Sorge vor zusätzlichen Kilos gehört zu den häufigsten Gründen, warum Raucher:innen einen Ausstieg gar nicht erst versuchen oder rückfällig werden. Medizinische Untersuchungen zeigen jedoch: Die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp ist keine Frage mangelnder Disziplin. Vielmehr handelt es sich um eine physiologische Anpassung des Körpers, bei der wesentliche Stellschrauben des Stoffwechsels verändert werden.
Die doppelte Verschiebung der Energiebilanz
Sobald die letzte Zigarette ausgedrückt wird, entfallen gleich zwei pharmakologische Effekte, die das Körpergewicht zuvor künstlich niedrig gehalten haben.
Nikotin stimuliert einerseits das sympathische Nervensystem (kurz Sympathikus) und erhöht dadurch den Energieverbrauch. Beim Rauchen liegt der tägliche Grundumsatz Schätzungen zufolge um etwa 7 bis 15 Prozent höher, was einem Mehrverbrauch von schätzungsweise 100 bis 250 Kilokalorien pro Tag entspricht. Fällt der Reiz weg, normalisiert sich der Stoffwechsel und der Ruheverbrauch sinkt auf das normale Niveau zurück.
Zugleich entfällt eine Appetitbremse: Nikotin wirkt auf Rezeptoren im Hypothalamus (das wichtigste Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems), die Hunger und Sättigung steuern. Nach dem Rauchstopp nimmt der Appetit und das Hungergefühl daher spürbar zu. Hinzu kommt, dass sich Geruchs- und Geschmackssinn innerhalb weniger Tage erholen. Essen schmeckt wieder intensiver, und das Belohnungssystem im Gehirn, das bislang auf Nikotin eingestellt war, sucht nach Ersatzreizen. Hunger, Entzug und Stress verstärken sich dabei gegenseitig. Das erklärt, warum viele Ex-Raucher:innen in den ersten Wochen gereizter und weniger belastbar sind als sonst.
Gesundheitliche Vorteile überwiegen
Die Angst vor einer starken Gewichtszunahme ist oft unbegründet. Das zeigen umfangreiche Metaanalysen und Langzeitstudien. Im Durchschnitt nehmen Ex-Raucher:innen im ersten Jahr nach dem Ausstieg rund 4 bis 5 Kilogramm zu. Der stärkste Anstieg findet dabei laut Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (https://www.dkfz.de/fileadmin/user_upload/Krebspraevention/Download/pdf/FzR/FzR_2011_Gewichtszunahme-durch-einen-Rauchstopp.pdf) in den ersten drei Monaten statt, anschließend flacht die Gewichtskurve deutlich ab. Gesundheitlich überwiegen die Vorteile des Rauchstopps - wie die rasche Erholung des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge - ein moderates Zusatzgewicht bei Weitem.
Was im Alltag hilft
Damit die Energiebilanz im Gleichgewicht bleibt, empfehlen Fachleute moderate und gut planbare Maßnahmen statt übermäßig strengen Diäten. Extrem kalorienreduzierte Kuren belasten den Körper im Entzug zusätzlich. Besser sind feste Mahlzeiten und Essenszeiten, mehr Alltagsbewegung und Krafttraining sowie eine eiweiß- und ballaststoffreiche Ernährung.
Wer den Ausstieg unterstützen möchte, kann auf zugelassene Arzneimittel wie Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten zurückgreifen. Sie lindern Entzugssymptome und können den Gewichtsanstieg zeitweise abmildern, solange sie angewendet werden.
Für Menschen, die nicht vollständig aufhören (können), bleibt die Verbrennung von Tabak der entscheidende Risikofaktor. Das Abbrennen einer Zigarette setzt mehr als 7.000 chemische Verbindungen frei, von denen 250 als schädlich oder gefährlich, 69 sogar als krebserregend gelten. Beim Konsum von Nikotinersatzprodukten entstehen diese Stoffe nicht, zudem mildern sie den abrupten Abfall des Ruheenergieverbrauchs und die plötzliche Appetitsteigerung vorübergehend ab, sind aber nicht risikofrei: Nikotin ist ein wirksames Nervengift, macht abhängig, ist für Schwangere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ungeeignet und ist nicht grundlos für Kinder und Jugendliche verboten.
"Die Gewichtszunahme ist keine Frage von Willensstärke, sondern von Biochemie", erklärt Markus Lindblad von Haypp Group. "Wer das weiß, kann gelassener planen: feste Mahlzeiten, mehr Bewegung und professionelle Unterstützung. Wichtig bleibt: Nikotin ist ein Suchtstoff mit eigenen Risiken. Wer nicht aufhören kann, sollte zumindest auf Rauch und die vielen schädlichen und gefährlichen Schadstoffe in ihm verzichten."
Über Northerner
Northerner ist Teil der Haypp Group. Die Haypp Group ist Vorreiter beim globalen Übergang vom Rauchen zu risikoärmeren Produktalternativen. Mit ihren Ursprüngen in Skandinavien und ihrer umfassenden Erfahrung aus wegweisenden Märkten für rauchfreie Alternativen nutzt Haypp sein regulatorisches Fachwissen und seine Führungsposition im E-Commerce, um über 1,1 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher einen überzeugenden Mehrwert zu bieten. Mit elf verschiedenen E-Commerce-Marken ist die Gruppe in sechs Ländern in Europa und den USA vertreten.
Weitere Informationen unter www.northerner.com/de sowie www.hayppgroup.com (https://hayppgroup.com/)
Pressekontakt:
Lisa Hottes
Head of PR & External Affairs DACH
E-Mail: lisa.hottes@hayppgroup.com
Original-Content von: Northerner Deutschland, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/181618/6379685
Die Sorge vor zusätzlichen Kilos gehört zu den häufigsten Gründen, warum Raucher:innen einen Ausstieg gar nicht erst versuchen oder rückfällig werden. Medizinische Untersuchungen zeigen jedoch: Die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp ist keine Frage mangelnder Disziplin. Vielmehr handelt es sich um eine physiologische Anpassung des Körpers, bei der wesentliche Stellschrauben des Stoffwechsels verändert werden.
Die doppelte Verschiebung der Energiebilanz
Sobald die letzte Zigarette ausgedrückt wird, entfallen gleich zwei pharmakologische Effekte, die das Körpergewicht zuvor künstlich niedrig gehalten haben.
Nikotin stimuliert einerseits das sympathische Nervensystem (kurz Sympathikus) und erhöht dadurch den Energieverbrauch. Beim Rauchen liegt der tägliche Grundumsatz Schätzungen zufolge um etwa 7 bis 15 Prozent höher, was einem Mehrverbrauch von schätzungsweise 100 bis 250 Kilokalorien pro Tag entspricht. Fällt der Reiz weg, normalisiert sich der Stoffwechsel und der Ruheverbrauch sinkt auf das normale Niveau zurück.
Zugleich entfällt eine Appetitbremse: Nikotin wirkt auf Rezeptoren im Hypothalamus (das wichtigste Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems), die Hunger und Sättigung steuern. Nach dem Rauchstopp nimmt der Appetit und das Hungergefühl daher spürbar zu. Hinzu kommt, dass sich Geruchs- und Geschmackssinn innerhalb weniger Tage erholen. Essen schmeckt wieder intensiver, und das Belohnungssystem im Gehirn, das bislang auf Nikotin eingestellt war, sucht nach Ersatzreizen. Hunger, Entzug und Stress verstärken sich dabei gegenseitig. Das erklärt, warum viele Ex-Raucher:innen in den ersten Wochen gereizter und weniger belastbar sind als sonst.
Gesundheitliche Vorteile überwiegen
Die Angst vor einer starken Gewichtszunahme ist oft unbegründet. Das zeigen umfangreiche Metaanalysen und Langzeitstudien. Im Durchschnitt nehmen Ex-Raucher:innen im ersten Jahr nach dem Ausstieg rund 4 bis 5 Kilogramm zu. Der stärkste Anstieg findet dabei laut Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (https://www.dkfz.de/fileadmin/user_upload/Krebspraevention/Download/pdf/FzR/FzR_2011_Gewichtszunahme-durch-einen-Rauchstopp.pdf) in den ersten drei Monaten statt, anschließend flacht die Gewichtskurve deutlich ab. Gesundheitlich überwiegen die Vorteile des Rauchstopps - wie die rasche Erholung des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge - ein moderates Zusatzgewicht bei Weitem.
Was im Alltag hilft
Damit die Energiebilanz im Gleichgewicht bleibt, empfehlen Fachleute moderate und gut planbare Maßnahmen statt übermäßig strengen Diäten. Extrem kalorienreduzierte Kuren belasten den Körper im Entzug zusätzlich. Besser sind feste Mahlzeiten und Essenszeiten, mehr Alltagsbewegung und Krafttraining sowie eine eiweiß- und ballaststoffreiche Ernährung.
Wer den Ausstieg unterstützen möchte, kann auf zugelassene Arzneimittel wie Pflaster, Kaugummis oder Lutschtabletten zurückgreifen. Sie lindern Entzugssymptome und können den Gewichtsanstieg zeitweise abmildern, solange sie angewendet werden.
Für Menschen, die nicht vollständig aufhören (können), bleibt die Verbrennung von Tabak der entscheidende Risikofaktor. Das Abbrennen einer Zigarette setzt mehr als 7.000 chemische Verbindungen frei, von denen 250 als schädlich oder gefährlich, 69 sogar als krebserregend gelten. Beim Konsum von Nikotinersatzprodukten entstehen diese Stoffe nicht, zudem mildern sie den abrupten Abfall des Ruheenergieverbrauchs und die plötzliche Appetitsteigerung vorübergehend ab, sind aber nicht risikofrei: Nikotin ist ein wirksames Nervengift, macht abhängig, ist für Schwangere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ungeeignet und ist nicht grundlos für Kinder und Jugendliche verboten.
"Die Gewichtszunahme ist keine Frage von Willensstärke, sondern von Biochemie", erklärt Markus Lindblad von Haypp Group. "Wer das weiß, kann gelassener planen: feste Mahlzeiten, mehr Bewegung und professionelle Unterstützung. Wichtig bleibt: Nikotin ist ein Suchtstoff mit eigenen Risiken. Wer nicht aufhören kann, sollte zumindest auf Rauch und die vielen schädlichen und gefährlichen Schadstoffe in ihm verzichten."
Über Northerner
Northerner ist Teil der Haypp Group. Die Haypp Group ist Vorreiter beim globalen Übergang vom Rauchen zu risikoärmeren Produktalternativen. Mit ihren Ursprüngen in Skandinavien und ihrer umfassenden Erfahrung aus wegweisenden Märkten für rauchfreie Alternativen nutzt Haypp sein regulatorisches Fachwissen und seine Führungsposition im E-Commerce, um über 1,1 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher einen überzeugenden Mehrwert zu bieten. Mit elf verschiedenen E-Commerce-Marken ist die Gruppe in sechs Ländern in Europa und den USA vertreten.
Weitere Informationen unter www.northerner.com/de sowie www.hayppgroup.com (https://hayppgroup.com/)
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